Gebet ist Hören – 04.07.2019

Gebet ist Hören – 04.07.2019

ER ruft die Schafe, die Ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus.     …
Meine Schafe hören auf meine Stimme, ich kenne sie und sie folgen mir. … Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen.
Johannes 10, 3. 27f.

Viele Christen können gar nicht genau sagen, ob sie überhaupt die Stimme Jesu hören können. Das mag zum Teil daran liegen, daß sie ständig auf anderes hören, aber zum Teil auch daran, daß sie falsche Vorstellungen haben.
Es ist ja nur sehr selten, daß jemand die Stimme Jesu akustisch hört, so wie man einen anderen Menschen hört. ER redet anders, leise und auf mancherlei Weise.
Jesus stellt hier ganz klar fest: Sie hören meine Stimme. Da gibt es kein Wenn, Falls, Eventuell.
Wir hören Ihn in der Bibel reden. Manchmal spricht uns ein Vers direkt an und macht uns Mut. Wir nehmen das persönlich als Zusage Gottes für uns in unserer Situation. Und Gott hält sich daran und enttäuscht uns nicht. Wenn man sich Bibelstellen nach eigenen Vorstellungen zusammensucht und Gott überreden will, so zu handeln wie wir es wollen, geht es meist schief.
In der Stille meldet sich eine leise Stimme, irgendwie bekommen wir eine feste Gewißheit, daß Gott dies oder das tun will. Diese Gewißheit muß man festhalten, sonst wird sie schnell wegdiskutiert von unseren widerstreitenden Gedanken. Am Besten: Aufschreiben, mit Datum und Ort!
Manchmal erreicht uns Gottes Stimme durch einen anderen Menschen. Sein Wort wird plötzlich zur Sicherheit, die Gewißheit ist da, Gott redet durch ihn.
Selten habe ich Gottes Stimme gehört. Einmal fuhr ich durch einen Wald, als eine Stimme in meinem Kopf sagte: Du, da könnte ein Hirsch auf der Straße stehen! – Vor Schreck vergaß ich Gas zu geben, und als ich um die Kurve kam, konnte ich rechtzeitig vor dem Hirsch abbremsen. – Na, nur eine „Kleinigkeit“, aber es war Seine Stimme.
Ich weiß nicht, warum Gott manchmal so und manchmal anders redet; – ER wird Seine Gründe haben. Für mich ist nur wichtig, Zeit und Ruhe zu haben auf Ihn zu hören, mich für Ihn zu öffnen und das Gesagte im Herzen zu behalten. Ich will es mir nicht rauben lassen.
Manchmal spricht Gott durch Träume, Visionen und Propheten. Wir sollen Gott bitte keine Grenzen setzen, wie Er zu reden hat! Aber diese besonderen Wege sollen wir immer nachprüfen, ob es wirklich so ist, und nicht zu leichtgläubig sein.

Danke, Jesus! Du redest auch heute noch zu mir. Du bist nicht weit weg und stumm! Danke, Du kennst meine Situation und weißt einen Ausweg. Ich vertraue Dir!


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