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Autor: Frank Lauermann

Der letzte Tag

Der letzte Tag

Unsere Tage zu zählen lehre uns!
Dann gewinnen wir ein weises Herz.
Psalm 90,12

Stell Dir einmal vor, Gott sagt zu Dir heute Morgen beim Aufwachen: „Heute ist Dein letzter Tag hier auf der Erde. Ich werde Dich heute Abend heimholen.“ Da bekommt man sicherlich erst einmal einen großen Schreck, und fängt an zu jammern und Gott zu bitten: Noch nicht jetzt! Ich habe doch noch so viel vor, so viel ist noch nicht erledigt, nein, jetzt noch nicht! Und dann fängt man an zu überlegen, was ist zu tun in den nächsten Stunden, was ist das Wichtigste. Man ruft die Kinder und Eltern an, um sich zu versöhnen, denn mit Streit will man nicht ins Grab. Freunde und Kollegen ruft man an und begräbt die kleinen Streitigkeiten und schafft Frieden. Dann muß man seinen Nachlaß ordnen und ein Testament schreiben, damit es keinen Streit unter den Erben gibt. Doch mir scheint, am Wichtigsten ist zweierlei: Versöhnung mit den Menschen und in Frieden heimgehen, und Frieden mit Gott, so daß es wirklich ein Heimgehen ist.
Wenn wir heute so leben, als ob heute der letzte Tag ist, werden wir weise. Die vielen Kleinigkeiten, die uns so aufregen, werden endlich das, was sie sind: Nebensachen. Und wir versuchen mit viel Energie, Frieden mit unseren Lieben zu schaffen; wir bitten um Entschuldigung und geben Vergebung.
Ja, laßt uns heute so leben, als wäre es der letzte Tag! Dann werden wir weise mit uns, unseren Mitmenschen und unserer Zeit umgehen.
Lassen wir uns versöhnen mit Gott! All die Anklagen an Ihn: Warum hast Du das gemacht? Warum hast Du jenes nicht verhindert? – wollen wir beenden und Ja sagen zu Seinen Wegen mit uns, auch wenn wir sie nicht verstehen. Wir wollen Sein Ja zu uns annehmen und Seine Liebe und Versöhnung akzeptieren. Unsere Rebellion gegen unseren Schöpfer wollen wir beenden.

Danke, Vater, Du meinst es gut mit mir!! Danke, Du vergibst mir und hilfst mir zu vergeben. Du kennst meinen Weg und wirst mich richtig führen. Du siehst meinen Anfang und auch mein Ende; – ich sehe immer nur einen kleinen Ausschnitt. Aber am Ende stehst Du und wartest auf mich; Du nimmst mich auf in Dein Reich und ich werde an Deinem Herzen ruhen. Danke für den Frieden, den Du gibst.

 

Ökumene – 27.11.2020

Ökumene – 27.11.2020

Alle sollen eins sein: Wie Du, Vater, in mir bist und ich in Dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, daß Du mich gesandt hast.
Johannes 17, 21

Dieses ist ein Vers aus Jesu Fürbitte für die, die an Ihn glauben werden.
Alle sollen eins sein: Alle, die an Jesus glauben, sollen eins werden. Es steht nicht  da, dass sie ständig einer Meinung sein werden, sondern, daß sie eins sind trotz verschiedener Meinungen; – so wie bei echten Geschwistern auch.  Viel Streit und Kampf, aber wenn jemand von außen dazwischen gehen will, dann halten die Geschwister zusammen, sie sind eins. (Ich hatte einen Bruder, mit dem stritt und kämpfte ich. Aber wir waren Brüder und nach außen hielten wir zusammen, bis heute.)
Ich kenne gar keinen Christen, mit dem ich zu hundert Prozent einer Meinung über die Bibel bin. Es gibt immer kleine oder größere Unterschiede in der Auslegung und Anwendung der Verse. Aber dennoch sind sie meine Brüder und Schwestern, und wegen dieser Verschiedenheit schlagen wir uns nicht die Köpfe ein.
Es gibt so viele Kirchen und alle haben eine eigene Geschichte und Tradition. Sie haben alle irgendwo eine Sache, die sie besonders macht. Darauf sind sie stolz und das ist wohl auch richtig so. Aber deshalb sind die anderen nicht vom Teufel oder unverständig oder sonstwie dumm.
Als ich den Dienst an der Waffe verweigerte und Zivildienst machte, saß ich eines Abends neben einem Bruder, der aus Überzeugung zur Armee gegangen war; – wir verstanden uns prächtig. Ja, so ist es unter Brüdern: Auch wenn wir verschiedene Standpunkte haben, haben wir dennoch einen einzigen HErrn. Wie gut das tut, wenn man sieht, wie sehr sich die Leute wegen Viren und Präsidenten streiten, mit welcher fanatischen Inbrunst sie ihre Meinungen verteidigen und aufeinander einschlagen! Ne, wir sind Geschwister, und wir haben einen einzigen HErrn.
Ökumene ist diese gelebte, herzliche Einheit trotz Verschiedenheit. Wer Jesus im Herzen hat, gehört dazu. Es ist die Kirche Jesu, Seine Gemeinde, die Er sich aus allen Kirchen heraus- und zusammenruft.
Ökumene ist nicht: Wir  glauben alle irgendwie an einen Gott, und deshalb sind wir alle Kinder Gottes und Geschwister. Das ist zu unkonkret, zu sehr emotional, zu schwammig. Jesus unterscheidet sehr genau zwischen Seinen Nachfolgern und Menschen, die irgendwie religiös sind.

Danke Jesus, daß ich überall auf der Welt Geschwister habe! Danke, daß Du diese Einheit herbeiführst! In dieser Einheit liegt viel, viel Kraft. Hilf, daß wir einander vergeben und einander höher achten als uns selbst! Schenke Demut! Danke, Du wirst es schaffen! Amen!!

Der Tempel Gottes – 26.11.2020

Der Tempel Gottes – 26.11.2020

Jesus sagt:
Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht.
Lukas 19, 46

Jesus ist im Tempel und sieht die Händler und wie sie gute Geschäfte machen; und Er sieht die Geldwechsler, die ebenfalls dicke Brieftaschen und Stapel von Geld haben. Da wird Er zornig, schmeißt alle Tische mit Geld und Dingen um, ergreift eine Peitsche und treibt die Händler hinaus. Der Tempel ist heilig, er ist ein Gebetshaus, und nicht für diese Geldgeschäfte da. Schlimm, was sich so an Mißständen einstellt, selbst wenn es recht praktische und verständliche Gründe hat!
Jesus hätte so gern den Tempel gereinigt von allem religiösen Tand, von der Gesetzesgläubigkeit, von den fanatischen Schriftgelehrten und stolzen Frommen. Doch das ging nicht, denn mit der Peitsche kann man sicher keinen Menschen vom Evangelium überzeugen.
ER hat einen anderen Weg: ER kommt in unser Herz und nimmt es als Seinen Tempel. Dort soll Reinheit und Heiligkeit herrschen. Alles Alte, aller Plunder, aller Dreck muß hinaus. Alle schlechten Gedanken wie Neid und Eifersucht, Stolz und Habgier muß vor Ihm verschwinden. Alle alten Sünden werden vergeben und vergessen. Alles wird neu gemacht! Licht und Friede, Liebe und Barmherzigkeit füllen den Herzenstempel. Jesu Gegenwart ist spürbar. Hoffnung kommt auf, die Freude bricht sich Bahn und der Friede hat kein Ende.
Ist Jesus HErr in unserem Herzenstempel, so laßt uns aufpassen, damit er nicht wieder verschmutzt! Wir wollen lieber zur Ehre Jesu leben, und nicht unnützen Dingen nachjagen. Wie gut, daß Er für uns sorgt, so haben Furcht und Sorge auch nichts mehr in unseren Herzen zu suchen.
Gelobt sei der HErr, der kommt und mächtig regiert! Ihm will ich gehören, ER soll mein König sein! Denn ER ist würdig, daß ich Ihm mein Leben weihe.

Danke Jesus, daß Du in meinem Herzen wohnst. Danke, Du bringst Licht in die Dunkelheit, Hoffnung in die Nacht, Freude in den grauen Alltag, Friede, wo Streit ist. Danke, Du sollst in meinem Herzen regieren! Amen!!!

Ruhm und Ehre – 25.11.2020

Ruhm und Ehre – 25.11.2020

Jesus sagt:
Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt?
Matthäus 16, 26

Jesus hat Recht. So viele Menschen opfern ihr Leben für irgendwelche Ziele. Zum Beispiel die Sportler, die opfern ihre Gesundheit und alles dem Sport unter, damit sie vielleicht einmal die Goldmedaille gewinnen. Aber in 10 oder 20 Jahren kennt sie keiner mehr. Oder die Karriere-Menschen. Alles opfern sie für den Beruf, damit sie die Besten sind. Und wen interessiert es? Vor einiger Zeit las ich in einer Kirche die Namen der Pastoren, die diese alte Kirche hatte. Und wer kennt diese Pastoren jetzt noch? Es sind leere Namen, niemand verbindet damit irgend etwas. Ob sie es waren oder andere, heute ist es egal.
Aber dann gibt es noch eine Liste, eigentlich ein Buch. Dort sind alle Namen aufgeschrieben, die das ewige Leben haben. Es ist Gottes Buch des Lebens. Dort ist mein Name aufgeschrieben. Und das hat echt Bedeutung. Denn Gott kennt mich, ich bin Ihm wichtig. ER liebt mich genau so, wie Er  Seinen Sohn Jesus liebt. Und einmal, wenn die Posaunen blasen, dann liest Er die Namen aus dem Buch vor und ruft die Menschen. ER wird auch meinen Namen rufen, und dann stehe ich auf, stehe vor Ihm und darf ewig vor Ihm leben. Was ist das Leben und aller Ruhm hier im Vergleich zum ewigen Sein, zum ewigen Leben? Hier ist alles vergänglich, alles wird vergessen. Und dort bleibt alles, und es bleibt und bleibt. Niemals kommt ein Ende, niemals ein Vergessen. Und alles ist Licht. Kein Schatten, kein Versagen, keine Fehler. Alles ist offensichtlich, jeder durchschaut den andern, aber positiv, denn das Negative ist ja vergeben, vergessen und vorbei. Da wird Freude hochkommen, ist ja klar. Wie sehr werde ich mich über meine Geschwister freuen, die ich heute  nicht verstehe, oder die mir Schwierigkeiten machen. Dort ist alles hell, durchsichtig, gereinigt und voller Liebe.
Warum sollte ich mich für irdischen, vergänglichen Ruhm so anstrengen und vielleicht mein Leben opfern? Nein, ich will mit Gott eins werden, meine Hoffnung auf Jesus setzten. ER ist mein Licht, mein Halt, meine Hoffnung, mein Leben. Und es geht mir gut mit Ihm.

Danke Jesus, mit Dir bin ich sicher. Du bringst mich zu Ehren oder auch nicht. Aber ganz sicher ist: Mit Dir zusammen hat mein Leben Sinn und Ziel. Danke!!! Da habe ich nicht umsonst gelebt.

Gottes Segen – 24.11.2020

Gottes Segen – 24.11.2020

Der HErr öffnet dir den Himmel, Seine Schatzkammer voll köstlichen Wassers: ER gibt deinem Land zur rechten Zeit Regen und segnet jede Arbeit deiner Hände. An viele Völker kannst du ausleihen, und du brauchst nichts zu entleihen.
5. Mose 28, 12

So ist der Segen des HErrn für Sein Volk, wenn es auf Seinen Wegen geht und auf Seine Stimme hört. ER will es auf alle möglichen  Arten segnen! Wenn es nicht so ist, wenn das Volk nicht hört und auf eigenen Wegen geht und sich selber Götter zurecht macht, wie sie ihm passen, so ist nicht nur der Segen weg, sondern der Fluch regiert.
So wie es mit dem Volk Israels ist, so geht es auch mit der Gemeinde. Wir können diesen Segen auf die Gemeinde übertragen. Und genau so ist es auch mit jedem Einzelnen von uns: ER will uns segnen, wenn wir auf Seinen Wegen gehen und auf Seine Stimme hören. Und wenn wir andere Götter haben, auf anderen Wegen gehen und auf andere Stimmen hören, so steht der Fluch für uns bereit.
Darum ist es so wichtig, daß wir Buße tun und uns vor Gott beugen, damit Er uns verborgene Sünde zeigen kann. Wir wollen uns ständig überprüfen, ob wir leben, wie es Christus gemäß und würdig ist und von den toten Werken lassen. Je ähnlicher wir Christus werden, desto mehr kann der Segen fließen.
Der Regen ist sicher für uns ein Symbol für den Heiligen Geist und geistlichen Segen. Wo wir in Seinem Namen versammelt sind, da „regnet“ es Segen herab und macht die Gemeinde und unser Leben fruchtbar.
In Seinen Schatzkammern im Himmel finden sich alle Schätze, die wir eventuell brauchen. Nicht nur Geld und Edelsteine, auch Weisheit, Geduld und Demut. Gesundheit und Wohlstand gehören auch dazu. Es ist unendlich viel vorhanden, es wartet auf unsere Nutzung! Wann sind wir soweit, die himmlischen Schätze in Empfang zu nehmen?
Wie ist es mit deinem Geld? Liegt der Segen des HErrn darauf? Man braucht eigentlich nicht viel. Aber wenn das Portemonnaie ein Loch hat, hat man nie genug ….

O Jesus, Du hast so viel für mich bereit, und ich habe erst Bruchteile genommen! HErr, mach mich demütiger, heilige mich mehr, damit ich mehr von Deinem lebenspendenden Segen erhalten kann! Danke, daß Du da bist!! AMEN!!

Ein Ausweg

Ein Ausweg

Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.
Hebräer 10,31

Wer kennt es nicht, daß man schlaflose Nächte hat und den ganzen Tag trübe Gedanken, weil das Versagen und die Schuld einem vor Augen stehen. Es ist schrecklich!! Das Gewissen klagt uns an und wir kommen mit allen möglichen Entschuldigungen für unser falsches Handeln. Schrecklich ist so ein Zustand! Viele verhärten dann ihr Herz, suchen irgendwo Ablenkung und lassen diese Gedanken nicht mehr zu: Sie werden hart und bitter. Manche ergehen sich in diesen Anklagen, doch sie gehen nervlich kaputt. Wie sollte man das auch aushalten? Wenn Gott eines Tages Gericht über uns hält, dann werden alle kleinen und großen Dinge ans Licht geholt. Wie sollen wir das überstehen? Schrecklich, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!

Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß Er Seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
Johannes 3,16

Wie gut, daß Gott selber für einen Ausweg gesorgt hat! Beladen mit Sünden und Versagen können wir dem heiligen Gott nicht unter die Augen treten. Aber ER lädt all unser Versagen auf Jesus, so daß wir frei sind. Durch Jesus Christus gerecht gemacht! Nun gibt es einen Weg aus Versagen und Verdammnis: Der Glaube an Jesus Christus. Wir können uns an Ihn festhalten und Seine Vergebung für uns annehmen. Dadurch werden wir nicht zu besseren Menschen, aber unsere Schuld ist weg. Jeden Tag neu können wir uns auf diesen Vers stellen und alles Versagen und alle Anklagen zu Ihm bringen: ER erlöst uns täglich! Manchmal fällt es uns schwer, es erscheint uns zu leicht, so einfach Vergebung zu bekommen. Doch wie sollte es anders gehen? Wie sollte man seine Schuld abarbeiten? Wie sollte man sein Versagen wieder gut machen? Es geht nicht; – uns bleibt nur, die Vergebung Jesu anzunehmen und Sein JA zu uns. Und wenn wir es wirklich nicht glauben können, dann wird ER uns sogar dabei helfen: Sein Geist macht unserm Herzen klar, daß die Vergebung Wirklichkeit ist! In Seiner Gegenwart können wir unser Herz beruhigen, auch wenn man uns unser Versagen ständig unter die Nase reibt. Wie gut und wie allumfassend doch Seine Erlösung ist! Sie gilt für alles und für alle.

Danke, Jesus, Du hast mich erlöst! Nicht nur ein wenig, sondern ganz und gar. Und wenn ich mal wieder sündige, so tilgst Du meine Schuld wieder aus. Du bist der wirkliche Retter und Befreier, der Erlöser und Heiland! Bei Dir kann mein Herz ruhig werden, denn Du hältst Deine Hand schützen über mir.

 

Zachäus, eine Erzählung – 22.11.2020

Zachäus, eine Erzählung – 22.11.2020

Jesus sagt:
Zachäus, komm schnell!
Lukas 19, 5

Jesus war auf dem Weg nach Jerusalem. Nur Er wußte, was auf Ihn wartete. ER hatte es den Jüngern schon einige Male gesagt, doch sie schienen es nicht zu hören. Auf dem Weg nach Jerusalem kam Er nach Jericho. Viele Menschen begleiteten Ihn und ein Blinder, der dort bettelte, schrie: Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! – Jesus ließ ihn kommen und heilte seine Augen. Alle, die das sahen, lobten Gott. Und man kann sich vorstellen, wie sich Jesu Ruf in der Stadt ausbreitete. Jesus kommt! – war überall zu hören, und die Leute liefen zusammen, um Ihn zu sehen, der die Blinden sehend macht. Jesus kam nur langsam voran, – es waren zu viele Menschen.
In Jericho wohnte ein Mann, der oberste Zollpächter, der durch Korruption reich geworden war. Er hieß Zachäus. Auch er wollte gern sehen, wer dieser Jesus war. Doch die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht; denn er war sehr klein. Er versuchte sich überall zwischen zu drängen, aber es gelang ihm nicht, – es waren zu viele Menschen. Da kam ihm eine Idee: Er lief voraus auf dem Weg, den Jesus gehen mußte, und kletterte auf einen kleinen Baum, einen Maulbeerbaum. Dort lag er in den Zweigen und sah sich das Treiben unten an. Und dann sah er Jesus, wie Er durch die Menge ging. O, dachte er, das ist ein Mann! – und er war fasziniert von Jesus, von Seiner Freundlichkeit, Seiner Geduld und Seiner Würde. Wie ein gütiger, starker König, so dachte Zachäus. Er bewunderte diesen Jesus, von dem er schon so viel gehört hatte und freute sich, daß er Ihn nun endlich sah. Da blieb der Zug auf einmal stehen. Jesus sah sich suchend um, und dann sah Jesus in den Baum hinauf, als ob Ihm jemand gesagt hätte, Zachäus wäre da.  Jesus sah Zachäus in die Augen, und Zachäus sah in diesen Augen die ganze göttliche Liebe, die Annahme seiner Person, die ihm das ganze Leben lang gefehlt hatte, die Freundlichkeit Gottes, die ganze Tiefe Gottes sah Zachäus. Und er merkte, daß Jesus ihn genau kannte, und dennoch nicht verurteilte. Wohlwollend sah Jesus ihn an, als Er sagte: Zachäus, komm schnell herunter! Denn heute muß ich in deinem Haus zu Gast sein! – Zachäus wunderte sich nicht mehr, daß Jesus seinen Namen kannte, – Gott kennt ja schließlich jeden Menschen mit Namen. Er kletterte, eigentlich rutschte er in der Eile den Baum herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf. Er war so stolz, daß er einen halben Meter wuchs ….
Alle anderen hatte Jesus links liegen lassen, aber bei ihm wollte er Gast sein. Nicht bei den stolzen Pharisäern, nicht bei den obersten Priestern, nicht bei den Gelehrten, sondern bei ihm, dem Zöllner. Die Leute allerdings wurden ärgerlich und empörten sich und redeten schnell schlecht über Jesus. Wenn Er ein Prophet wäre, würde Er Zachäus genau kennen und nicht zu ihm gehen! So wurden die Leute böse auf Jesus anstatt sich mit Ihm und Zachäus zu freuen.
Es wurde ein sehr fröhliches Mahl gehalten. Zachäus war bestens gelaunt, denn er hatte einen echten Freund gefunden. Jesus hatte ihn von den Minderwertigkeitskomplexen wegen seiner kleinen Körpergröße geheilt. ER hatte das große Liebesdefizit in Zachäus geheilt und Liebe ohne Ende in sein Herz ausgeschüttet. ER hatte alles vergeben, was Zachäus angestellt und betrogen hatte. ER hatte einen echten Menschen aus Zachäus gemacht, einen freundlichen, fröhlichen, liebenswerten Menschen. Zachäus war sooo froh! Er sah Jesus an und meinte: HErr, ich brauche das Geld nicht mehr. Die Hälfte werde ich den Armen geben. Und wo ich jemanden betrogen habe, so werde ich es ihm vierfach erstatten. – So war seine Vergangenheit bereinigt und Jesus war stolz auf ihn. ER sagte zu dem ehemaligen Mafia-Chef, dem Oberganoven, dem verlorenen Schaf: Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist. Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.

Danke Jesus, für die Rettung! Du hast auch mich angenommen und nennst mich Dein Kind. Wie gut das tut! Danke, Du hast mich erwählt, weil ich ohne Dich verloren wäre. Danke!!

Ansteckende Freude – 21.11.2020

Ansteckende Freude – 21.11.2020

Lobgesang wird dort erschallen,
die Stimme fröhlicher Menschen.
Jeremia 30, 19

Eigentlich ist ja Jeremia der klagende Prophet, der den Untergang vorhersagt und selber sehr viel erleiden muß. Doch er schreibt diesen Vers über die Wiederherstellung des Volkes. Er sieht das Ziel Gottes und das Ergebnis: Freude.
Und das ist auch das Ziel Gottes mit uns: Freude.
ER möchte, daß wir uns freuen, daß wir fröhlich und ausgelassen sind, weil Sorge und Bedrückung fort sind, weil Sünde besiegt ist und der feind keine Rechte mehr hat. ER will, daß wir uns so freuen, daß wir anfangen zu singen, springen und tanzen!
Dazu hat Er die Voraussetzungen geschaffen: Am Kreuz nahm Er die Macht der Sünde weg, schuf Vergebung zwischen Gott und Mensch und zwischen Menschen. ER  besiegte den Tod. ER nahm uns jeden Grund für Sorge und Furcht, Panik und Angst. ER heilte jede Krankheit. ER baut die Seele wieder auf und heilt  das verwundete Herz. ER ist der Tröster und Erbarmer. ER ist der Erbauer. ER schafft Neues: Ein neues Volk, das in Ihm fröhlich ist; neue Menschen, die von Ihm abhängig sind und sonst von keinem.
ER wird es auch in dir vollbringen: Freude über die Erlösung. Auch wenn dein Herz heut noch traurig und schwer ist, ER wird es trösten und heilen. Der Vers oben ist eine nüchterne Feststellung, kein frommer Wunsch. So wird es sein, und nicht anders. Trauer und Schmerz werden nicht ewig regieren.
ER wird Seinen Willen durchsetzen und uns zu neuen Menschen machen, Menschen der Freude. Menschen, die singen, springen und tanzen. Das kann die Welt verändern. Griesgrämige Bibelwisser, die alles verbieten oder fordern, haben wir genug. Aber fröhliche Christen, die brauchen wir, die sind Zeugen für die Freude des HErrn!!
Laß dich anstecken von Gottes Freude! ER hat den Sieg!

Danke Jesus, Deine Freude steckt an! Ja, auch wenn ich manchmal griesgrämig bin, so bringst du mich doch immer wieder zum Lachen. Ach, es tut so gut, mit Dir zusammen zu sein!! Danke!!

Ich bin dein Gott! – 20.11.2020

Ich bin dein Gott! – 20.11.2020

Denn Ich, der HErr, bin dein Gott,
Ich, der Heilige  Israels, bin dein Retter.
Jesaja 43, 3

Das erste Gebot ist das wichtigste: Ich bin der HErr, dein Gott. Hier in Jesaja wird es wiederholt, weil es der Grund für uns ist, sich zu freuen: ER ist unser Gott, unser Retter! ER hat sich zu uns herabgebeugt und nimmt sich unser an.
Im Neuen Testament steht: „Das wichtigste Gebot ist: Du sollst den HErrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft.“ (Markus 12,30).
Es ist ein Gebot der Liebe und nicht so gemeint, dass Gott  auf unsere Anbetung angewiesen ist, dass Er gern im Mittelpunkt steht und Tribut einfordert. Nein, so sind die Götzen und falschen Götter, aber unser Gott ist nicht egoistisch.
Immer öfter begegnet mir in der Praxis ein Problem: Ein Mensch kann nicht richtig anbeten und lobpreisen. Da steckt oft ein Verstoß gegen dieses Gebot hinter. Ein Beispiel:
Auf einer Familienfeier nahm mich ein junger Freund zu Seite und meinte, er hätte da so ein komisches Problem. Er mag Lobpreis und Anbetung, doch nur allein. Wenn es mit mehreren ist im Gottesdienst oder Hauskreis, dann wird er aggressiv, sogar zornig. Gott war an diesem Tag mit uns und so wußte ich die Lösung schon, bevor er zu Ende geredet hatte; – manchmal schenkt Gott solche blitzartigen Erkenntnisse. Hier waren es die Vorfahren, die den Satan angebetet hatte, wahrscheinlich sogar mit blutigen Opfern. Also baten wir Jesus um Vergebung für diese schreckliche Sünden, schickten im Namen Jesu den Geist des Zorn fort und baten Jesus, ihn mit dem Heiligen Geist zu füllen. Die ganze Angelegenheit war sehr kurz und ohne jede Emotionen. Aber in der nächsten Woche berichtete er, daß er jetzt entspannt und fröhlich, ohne jeden Zorn, anbeten kann. Ja, so ist Erlösung!!
Diesen Zusammenhang zwischen Anbetung des Satans oder anderer Götter und Problemen bei der Anbetung Jesu gibt es anscheinend häufig. Bitte, wir dürfen nur Gott anbeten, damit wir nicht vom Satan angegriffen werden! Gott, das ist Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott-Heiliger Geist, diese Dreieinigkeit.
In unsern Herzen soll Jesus wohnen, nur Er allein. ER teilt sich den Platz nicht mit anderen, auch nicht mit den besten Heiligen. ER ist Gott, ER ist der Heiland, Er ist unser Fürsprecher und ER allein ist würdig zu empfangen Lobpreis und Ehr.

Danke Jesus, Du bist mein Heiland und Erlöser! Du allein sollst in meinem Herzen wohnen, und nur Dich allein bete ich an. Du bist mein Gott! AMEN!!

„Guten Morgen!“

„Guten Morgen!“

Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und Er hatte Mitleid mit ihm. ER lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küßte ihn.
Lukas-Evangelium 15,20

Der Sohn ging lange seine eigenen Wege. Doch er kam in Schwierigkeiten und sehnte sich nach der Sicherheit zu Hause; so beschloß er, zurückzukehren. Der Vater hatte ihn ziehen lassen, ohne Vorwürfe und ohne ihn zurückhalten zu wollen. Doch ER wartete jeden Morgen an der Straße und hielt Ausschau, ob Sein geliebter Sohn nicht endlich wiederkommt.
So ist es mit unserem himmlischen Vater. Jeden Morgen wartet ER auf uns. ER möchte mit uns frühstücken und zur Arbeit fahren. ER möchte einige Augenblicke mit uns allein sein und uns stärken. ER hat einfach Sehnsucht nach einem kleinen Gespräch und nach Gemeinschaft mit uns. ER weiß ja, wir haben es morgens eilig, und so vieles liegt noch vor uns, was wir erledigen müssen. Doch trotz oder gerade wegen dieser Hektik und unserem Streß wartet ER auf uns. ER ist doch unsere beste Hilfe!
Lassen wir unseren himmlischen Vater morgens nicht vergeblich auf uns warten, sondern sagen Ihm schon beim Aufwachen „Guten Morgen!“ Und beim Frühstücken und Fertigmachen reden wir laut oder leise mit Ihm. Wir können uns bei Ihm bedanken, daß ER da ist und uns durch den Tag hilft. Wir können Ihn um Hilfe bitten, wenn wir morgens hektisch etwas suchen. Wir können bei der Fahrt zur Arbeit mit IHM reden und uns in Seine Arme nehmen lassen. Wir können unseren ganzen Streß Ihm überlassen. ER wartet auf uns, hat Erbarmen mit uns und will uns ganz einfach nur lieb haben.

Danke, Vater, jeden Morgen bist Du wieder da und wartest auf mich. Du reinigst mich von allem, was gestern war und gibst mir heute morgen wieder eine neue Chance. Du willst mir durch den Tag helfen und Deine Hand über mir halten. Du willst mir bei allen kleinen und großen Dingen zur Seite stehen. Wo gibt es einen Gott, so nahe, so stark und so liebevoll wie Du?