Lebendiges Wasser – 28.03.2020

Lebendiges Wasser – 28.03.2020

Jesus rief:
Wer Durst hat, komme zu mir, und es trinke, wer an mich glaubt. Wie die Schrift sagt: Aus seinem Innern werden Ströme von lebendigem Wasser fließen.
Johannes 7, 37f.

Gestern redete ich ein wenig über die Brunnen. Es macht viel Arbeit, einen Brunnen zu graben. Doch wenn man gutes, frisches Wasser findet, ist es jede Mühe wert!
Man muß aber immer frisches Wasser holen und trinken, – altes, abgestandenes Wasser schmeckt fade.
Manche machen sich nicht die Mühe tief zu graben. Doch Jesus sagt: Wer mich von Herzen sucht, der wird mich finden. Dort, bei Jesus, hören wir Worte des Lebens. ER selber ist das lebendige Wasser, nach dem wir so viel Durst haben.
Ja, es macht uns etwas Mühe, immer zum Brunnen zu gehen. Aber das Wasser aus den Plastikflaschen ist fade, abgestanden und nicht mehr lebendig. Wir brauchen diese tägliche Begegnung und das tägliche Reden mit Ihm und das Hören Seiner Worte! Wir wollen uns nicht damit begnügen, Sonntags Sein Wort zu hören und die ganze Woche über abgestandenes Wasser zu trinken. Ne, wir wollen an die Quelle, direkt zu Jesus, und zwar täglich!
Bei den Brunnen muß man aufpassen, daß sie nicht verschmutzen. Darum sind sie abgedeckt. Feinde mochten gern die Brunnen verschmutzen und vergiften. Dann hatten sie leichtes Spiel mit den Bewohnern. So ist es mit der Sünde;  sie verschmutzt das lebendige Wasser und es wird für uns giftig. Wir müssen alles sofort bereinigen, damit das lebendige Wasser wieder fließt! Wie gut, daß Jesus gern vergibt und uns nicht lange warten läßt und auch keine Strafe und Bußübungen verlangt! Er hat uns doch sehr, sehr lieb.
Wenn wir getrunken haben, so soll das lebendige Wasser durch uns hindurchströmen zu anderen Menschen hin. Jesus spricht hier vom Heiligen Geist. ER will in den Menschen wirken, mit denen wir Umgang haben. Wenn wir für sie beten, fließt Sein lebendiges Wasser zu ihnen.
So können wir für viele ein Segen sein.

Danke Jesus, Du stillst meinen Durst nach Wahrheit, Vergebung, Hoffnung, Sinn und Ziel im Leben, Friede und vor allem nach Harmonie mit Gott! Du bist das lebendige Wasser, das meine Seele heilt und mein Herz erfrischt. Wie gut, daß ich Dich gefunden habe! Danke!!!

ER ist gut!! – 27.03.2020

ER ist gut!! – 27.03.2020

So spricht Gott, der HErr
Ich will euch mehr Gutes erweisen als je zuvor. Dann werdet ihr erkennen, daß ich der HErr bin.
Hesekiel 36, 2. 11

Ja, so spricht der HErr. Alles, was Er sagt, geschieht, ER hält immer Sein Wort; –  ER hat das letzte Wort über alles.
Das Volk Israel hatte schwere Gerichte über sich ergehen lassen müssen und die Nachbarn spotteten und plünderten es aus. Doch das Geschick Israels soll sich wenden und der HErr wird ihnen mehr Gutes erweisen als je zuvor.
Auch uns ergeht es manchmal nicht so besonders gut. Da kann mal eine Zeit der Schwäche und Krankheit sein, oder Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot oder Spannungen in der Ehe und Familie. Manchmal gebraucht es der HErr, um uns zu läutern, so wie Er den Weinstock beschneidet, damit er fruchtbarer wird. Manchmal ist es Seine Erziehung, damit wir im Glauben stark und erwachsen werden. Manchmal ist es Gericht, weil wir an Sünden festhalten.
Aber Gott überläßt uns niemals für immer diesen Dingen. ER will uns daraus befreien und uns zu Ehren bringen. ER will uns Gutes erweisen, unser Leben lang (vgl. Psalm 23).
Sogar aus den schlimmsten Krankheiten will Er uns befreien und zu sich nach Hause holen, damit es uns wieder gut geht; – Er entreißt uns den Schmerzen und bringt uns in Sicherheit.
Unser kleines Missionswerk hatte schon etliche Rückschläge.  Aber immer hat der HErr uns wieder aufgerichtet und uns mehr Gutes getan als je zuvor. Wir kennen Seine Wege nicht im Voraus, aber wir vertrauen uns Ihm an; – ER ist unser HErr, der es gut mit uns meint.
Es ist wie bei Isaak mit seinen Brunnen. Immer, wenn andere ihm den Brunnen streitig machten, zog er weiter und grub einen neuen Brunnen, bis er Ruhe fand. Dieser Brunnen hatte das allerbeste Wasser, lebendiges Wasser. Die anderen Brunnen, die man ihm abnahm, wurden verdreckt und ihr Wasser wurde schlecht. Aber der HErr öffnete ihm eine lebendige Quelle, und das Wasser wurde für viele lebendig. ER schenkt nach einem Streit oder Kampf immer etwas Neues, etwas Besseres. Ist Er nicht wunderbar?

Danke Jesus, Du bist lebendig, und Dein Wort ist lebendig und es ist für meine Seele lebendige Nahrung. Ja, ich lebe allein durch Dich, meinen HErrn. Danke, Du sorgst Dich um mich und machst allen Schaden wieder gut.

Gott ist gut – 26.03.2020

Gott ist gut – 26.03.2020

Du aber, HErr, bist ein barmherziger
und gnädiger Gott,
du bist langmütig,
reich an Huld und Treue.
Psalm 86, 15

So ist die Beschreibung Gottes: Barmherzig, gnädig, langmütig, reich an Huld und Treue.
Und da beten doch tatsächlich einige Brüder voller Zweifel, ob Gott ihr Gebet hört … Natürlich hört Er unser Gebet! Nur der Zweifel und Kleinglaube beschränkt Gott in Seinem Handeln.
Wer nicht glaubt, daß Gott gnädig und barmherzig ist, wie kann er beten? Er kann versuchen, Gott zu überreden oder Gott zu nerven durch ständige Wiederholung, oder er kann Rituale und feine Wortspiele beten, er kann einen Handel mit Gottmachen: Wenn du das tust, dann verspreche ich dir ….
Aber das ist doch kein Gebet, wie Jesus es uns vorgemacht hat! ER kam im kindlichen Vertrauen zu Seinem himmlischen Vater. ER brauchte  nicht viele Worte machen, denn Er wußte: Der Vater hört Ihn. ER wußte, Gott liebt Ihn über alles und macht alles, was der Sohn sich nur wünscht. Und dennoch hat Er nur um das gebeten, wovon Er wußte, daß es Gottes Wille ist.
Wenn mein irdischer Vater so ist: Langmütig, gnädig, barmherzig reich an Huld und Treue, so hätte ich als Kind tausend Wünsche gehabt. Und wenn mein Vater der König der ganzen Welt gewesen wäre, dann hätte ich sofort (wie „Der kleine Lord“ im Buch) für die anderen Menschen in ihrem Elend gebetet. Mein irdischer Vater hätte es mir nicht abschlagen können, denn Er liebte mich.
Und wir? Haben wir keine Vater im Himmel, der Seine Kinder liebt? Ist Er nicht gnädig, barmherzig, langmütig, geduldig und treu? Warum beten wir so wenig, und wenn wir beten, dann mit so wenig Zuversicht?
ER hört Gebet gern. ER mag diese Zwiegespräche mit uns. Er mag es, uns eine Freude zu machen. Und besonders mag Er es, wenn wir von uns selber wegsehen und für andere beten.
Im Gebet merken wir, wie wunderbar Er ist. Wie sehr Er Vater ist. Wie Sein Wesen voller Gnade ist. Ach, ER ist so wunderbar, und so wunderbar ist die Begegnung im Gebet mit Ihm! Ach, daß wir doch mehr Gottes Angesicht suchen wollten, dann wäre die Welt heute anders ….

Danke Vater, Du hast mich lieb, Du hörst mein schwaches Gebet! Du weiß, daß ich Dir vertraue und Dich liebe. Wie schön, daß Du so gnädig und langmütig, so treu und verläßlich bist!

Trost – 25.03.2020

Trost – 25.03.2020

Das ist mein Trost im Elend:
Deine Verheißung spendet mir Leben.
Psalm 119, 50

Über meinem Leben hat Gott viele Verheißungen geschrieben. Sie bedeuten mir viel. Denn oft gab es Unglück oder Angriffe oder Depressionen. Da haben Seine Verheißungen mir durchgeholfen, ich habe mich an sie geklammert und sie wurden lebendig und zu meinem Trost. So billige Sprüche wie: Wird schon alles wieder gut …. Die Zeit heilt alle Wunden ….. – die bringen es nicht. Sie trösten niemanden in der Not. Das kann nur Jesus allein. Wenn ich Ihm mein Herz ausschütte, dann fängt Er an zu trösten, spricht mir Mut zu, zeigt mir neue Wege, und verändert meine trostlose, mutlose Stimmung. Es dauert ein wenig, klar. So in ein paar Sekunden geschieht das nicht.
Dieser Prozeß zeigt die ganze Aufmerksamkeit Jesu für einen Leidenden: ER nimmt immer Anteil und hat die richtigen Worte, die richtigen Ideen, Hoffnung und sieht weiter als wir es können. ER verändert das mutlose, schmerzende Herz, denn nur ER hat Zugang zu unseren tiefsten Tiefen.
Ich merke, daß viel meiner Verletzlichkeit an früheren Erfahrungen liegt. ER hat so viel Verständnis dafür, daß ich deshalb manchmal überreagiere. Und ER heilt diese tiefen Verletzungen und macht mich stabiler. Aber Er braucht keinen vollkommen gesunden Menschen, um ihn als Zeugen zu gebrauchen; – Er ist auch im Schwachen mächtig.
Sein Trost liegt meistens in den Verheißungen der Bibel, die wir persönlich nehmen dürfen. Durch die Bibel redet Gott. ER macht die Worte für uns lebendig. Wenn wir die Bibel nicht nur kritisch mit dem Kopf lesen, sondern mit den Augen des Herzens, redet Er. Dann finden wir jeden Trost, den wir brauchen.
Die Worte von Propheten, die sich auf meinen Dienst beziehen, sind nicht schlecht. Aber in schweren Lagen trösten sie nicht so gut wie die Bibel es tut. Da redet Gott direkt, ohne menschlichen Mittler.
Lies die Bibel, und du wirst getröstet werden; lies sie, und du wirst ein starker Mensch werden; lies sie mit dem Herzen, und Gott wird in dir wirken.

Danke für Dein Wort! Es ist lebendig und tröstet mich. Danke!!

Verzicht – 24.03.2020

Verzicht – 24.03.2020

Jeder, der um des Reiches Gottes willen Haus oder Frau, Bruder, Eltern oder Kinder verlassen hat, wird dafür schon in dieser Zeit das Vielfache erhalten und in der kommenden Welt das ewige Leben.
Lukas 18, 29f.

Das ist nun nicht für Geschäftsleute, die mit Zinsen und Zinseszinsen rechnen. Es ist für Menschen gesagt, die nicht rechnen wollen: Ich habe so viel geopfert, und die Summe weiß ich genau, ich bin so viele Kilometer für den HErrn gefahren, ich habe Stunden in der Kirche verbracht ….. Was bekomme ich dafür?
Nein, dieser Vers ist für selbstlose Menschen, die gerne für Jesus etwas opfern, so wie die Frau, die ihr kostbares Salböl über Jesus ausgoß. Oder wie Zachäus, der freiwillig alles zurückzahlte, was er ergaunert hatte. Es ist ein Vers für Menschen, die aus Liebe etwas opfern und nicht aus Berechnung.
Wie oft verzichten wir auf Rache oder unser Recht. Wie oft lassen wir den Schuldigen entkommen. Wie oft fordern wir nicht zurück, was uns gehört. Wie oft sind wir die Dummen! Wie oft müssen wir bei Verträgen draufzahlen, weil man uns belogen oder betrogen hat. Wie oft sitzen wir wach und beten für bestimmte Menschen. Wie oft fahren wir Umwege, damit jemand mit in den Gottesdienst kommt…. Alles so kleine Liebesdienste, die Gott sieht.
ER sieht sogar, wenn wir nur ein Glas Wasser an einen Durstigen geben und Er wird es in Ewigkeit nicht vergessen. ER sieht unsere Krankenbesuche, Besuche im Gefängnis, Fürsorge für Waisen oder Witwen, Hilfe für Behinderte …. ER sieht das alles und freut sich. ER ist nicht der Gott, der unsere Fehler alle fein säuberlich notiert, sondern sich diese Kleinigkeiten merkt, die wir manchmal selber gar nicht mehr bemerken. ER kennt unsere Opfer für Jesus und für andere genau. Und ER ist nicht geizig, sondern segnet dafür Seine Kinder. ER vertraut ihnen immer mehr an, je mehr sie sich selber vergessen und für andere leben. ER ist ein wunderbarer Gott, der nicht die kleinste Kleinigkeit vergißt.

Danke Jesus, Du bist so großzügig zu mir! Ja, ich will so sein wie Du und auch großzügig und großherzig sein. Ich will nicht immer alles berechnen, sondern nach Deinem Herzen leben. So wie Du mit mir umgehst, so will ich mit anderen leben. Du wirst helfen, danke!!

Psalm 30, 2-6.13

Psalm 30, 2-6.13

Ich will Dich rühmen, HErr,
denn Du hast mich aus der Tiefe gezogen
und lässt meine Feinde nicht über mich triumphieren.
HErr, mein Gott, ich habe zu Dir geschrien,
und Du hast mich geheilt.
HErr, Du hast mich herausgeholt aus dem Reich des Todes,
aus der Schar der Todgeweihten mich zum Leben gerufen.
Singt und spielt dem HErrn, ihr Seine Frommen,
preist Seinen heiligen Namen!
Denn Sein Zorn dauert nur einen Augenblick,
doch Seine Güte ein Leben lang.
Wenn man am Abend auch weint,
am Morgen herrscht wieder Jubel. …
Darum singt Dir mein Herz und will nicht verstummen.
HErr, mein Gott, ich will Dir danken in Ewigkeit.
Psalm 30,2-6.13

Ja, mein Herz ist fröhlich und will meinem HErrn singen mein Leben lang. Denn Seine Güte liegt über mir mein Leben lang. Manchmal ist ER mir anscheinend zornig und ER wendet Sein Angesicht von mir ab. Mir ist so, als ob die Sonne meines Lebens versinkt und ich im Elend untergehe. Dann schreie ich zu Ihm, meinem Retter, meinem Heiland und König! Und Er rettet mich aus meiner Dunkelheit und Hoffnungslosigkeit. Dann füllt Er wieder mein Herz aus und ich kann Ihm danken und fröhlich singen! Ich sehe zurück auf die schweren Zeiten und kann erkennen, wie ER mich hindurch getragen hat. Sein Zorn dauert wirklich nur einen kleinen Augenblick, aber Seine Güte bleibt in Ewigkeit! Ja, mein Herz, singe Ihm, deinem großen König! Du sollst nicht verstummen und in der Tiefe versinken, nein, sieh auf den HErrn und Seine Treue, singe Ihm dein Dankeslied! Denn ER erhält dich am Leben und Seine Güte scheint über deinem Leben.

Danke, Jesus, heute ist wieder ein neuer Morgen und Deine Güte wird mich den Tag über begleiten. Was gestern war, ist vorbei; das Heute ist Dein! Ich will Dich preisen, denn Du bist mir gnädig und hast mich immer und überall gerettet und befreit! Du bist mein großer Gott, den ich liebe!

In Zeiten der Not  –  22.03.2020

In Zeiten der Not  –  22.03.2020

So wird der HErr für den Bedrückten zur Burg,
zur Burg in Zeiten der Not.
Darum vertraut dir, wer deinen Namen kennt;
denn du, HErr, verläßt keinen, der dich sucht.
Psalm 9, 10f.

Gott dreht die Verhältnisse um: Der Reiche muß betteln und der Arme hat im Überfluß. Gerechtigkeit wird es endlich geben. Krankheit wird aufhören und ihren Schrecken verlieren. Arbeit und Lohn wird gleich verteilt. Niemand bedrückt und erpreßt mehr seine Nächsten. Beim Gericht gibt es keine Korruption mehr sondern Recht, unabhängig von der Person.
Darum, weil Gott sich um alles kümmert, ist Er für uns die Burg in der Not. Wie viele Menschen haben sich schon an Ihn in ihrer Not gewandt und sind getröstet worden. Wie vielen Menschen hat ER schon zu ihrem Recht verholfen. Wie viele hat ER geheilt und einige sind sogar von den Toten auferstanden. – Unserm HErrn ist nichts zu schwer, wenn ER aufsteht, um Seine Kinder zu retten.
Gerade denke ich an den Sturm vor ein paar Jahren. Unser Dorf lag direkt in der Bahn des Sturm. Da habe ich gebetet und nicht aufgehört, bis der Sturm vorbei war. Und am nächsten Morgen, als es hell wurde und ich in die Stadt fahren mußte, konnte ich es sehen: Der Sturm hat sich vor dem Dorf geteilt. Links und rechts vom Dorf lagen entwurzelte Bäume, vor und hinter dem Dorf das gleiche Bild. Nur im Dorf war nichts zerbrochen oder zerstört.
Unser HErr ist eben auch HErr über Sturm und Unwetter, ich habe das schon einige Male erlebt. ER ist HErr über bedrohliche Krankheiten, so habe ich es erlebt. ER macht sogar Tote wieder lebendig.
Und wenn dieser mächtige, liebevolle HErr beschließt, daß ein kleiner Virus mich erwischt, so wird Er Seine Gründe haben. Dann bin ich mitten in der Krankheit in Ihm vollständig geborgen. ER wird mich hindurchtragen. Und wenn Er meint, ich müßte nach Hause, so wird Er mich dort hintragen. In Ihm bin ich immer und überall geborgen.

Danke Jesus, Du bist mein mächtiger HErr und Du paßt gut auf mich und meine Lieben auf! Dir vertraue ich, und bis jetzt hast Du mich nie enttäuscht. Ich stelle mein Leben ganz unter Deinen Schutz und weihe es Dir.

FÜRBITTE:
Wir wollen in dieser Epidemie zusammenstehen und füreinander beten. Wer erkrankt, darf uns anschreiben, damit wir gezielt für ihn beten.

Fürbitte – 21.03.2020

Fürbitte – 21.03.2020

In dieser Nacht ist ein Engel des Gottes, dem ich gehöre und dem ich diene, zu mir gekommen und hat gesagt: Fürchte dich nicht, Paulus! …   Und Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir fahren.
Apostelgeschichte 27, 23f.

Paulus war als Gefangener mit dem Schiff unterwegs nach Rom, als ein furchtbarer Sturm losbrach. Selbst die Seeleute hatten keinen Mut mehr. Doch Paulus hatte gebetet, nicht nur für sich, sondern auch für alle Mitgefangenen und die Soldaten und die Seeleute. Gott hat Sein Gebet erhört und ihm alle geschenkt, die mit ihm fuhren.
Ja, so ist Fürbitte! Wenn Paulus nicht gebetet hätte, wären sie ertrunken. Doch Gott liebte Paulus und tat ihm gern den Gefallen, die Menschen zu retten. Eigentlich wartet Er immer auf unsere Fürbitten, um Menschen zu retten.
Ihr wißt, diese Welt gehörte einmal dem Menschen und der hat sie an den Teufel verspielt. Nun muß Gott warten, bis der Mensch Ihn bittet, damit Er eingreifen kann. Darum ist die Fürbitte so ungemein effektiv und voller Verheißungen!
Paulus hatte eine sehr intimen Umgang mit Gott und Gott vertraute ihm viele Geheimnisse an. So konnte er sehr gezielt für Gottes Anliegen auf der Welt beten.
Wenn wir diesen vertrauten Umgang mit Gott haben, öffnen sich unsere Augen immer mehr für die geistlichen Zusammenhänge auf der Welt und unsere Fürbitte wird immer zielgerichteter und intensiver.
Genau wie Gott die Menschen rettete, die mit Paulus zusammen in einem Boot fuhren, so schützt Gott die Menschen, die mit uns zusammen sind: Unsere Familien, unsere Kollegen auf der Arbeit, unsere Freunde und unsere Reisegefährten. Gerade frage ich mich, wie viele Flugzeuge nicht abgestürzt sind, weil ein betendes Kind Gottes darin saß; wie vieleSchiffe sind deshalb nicht untergegangen, wieviel Verkehrsunfälle deshalb nicht geschehen! Und auch in dieser Corona-Krise dürfen und müssen wir intensiv beten! Gott erhört Gebet und wendet vieles Schlimme ab!

Danke, Jesus, Du hast uns freigekauft vom Bösen. Du machst uns zu Kindern Gottes. Dir vertrauen wir! HErr, ich bitte Dich für meine Familie, bewahre Du sie, beschütze Du sie mit Deinem Blut! Und ich bitte Dich für die vielen Kranken und Sterbenden: Hilf ihnen! Vor allem, daß sie Dich erkennen, denn Du hast den Tod besiegt. Du willst das Leben! Und dem Corona-Virus befehlen wir im Namen Jesu: Verschwinde und laß uns und unser Land in Ruhe!

Die Erlösung – 20.03.2020

Die Erlösung – 20.03.2020

Mein Gott aber wird euch durch Christus Jesus alles, was ihr nötig habt, aus dem Reichtum Seiner Herrlichkeit schenken.
Philipper 4, 19

Manchmal begrenzen wir die Erlösung durch Jesus Christus und das Kreuz auf die Vergebung der Sünde und das ewige Leben. Aber die Erlösung ist so umfassend, so allgegenwärtig, so ständig und immerfort, – ich kann es gar nicht so genau sagen, aber sie geht weit über das hinaus, was gelehrt wird.
Und ständig entdecke ich neue Bereiche, in denen die Erlösung Wirklichkeit werden soll.
Ich meine mit Erlösung alles, was Jesus am Kreuz für uns erkauft hat und wovon Er uns befreit hat. Aller Segen, den wir wegen des Kreuzes bekommen können, ist diese Erlösung.
Ich war schon lange Jahre Christ, bevor mir bewußt wurde, daß ich auch für Gesundheit bzw Heilung von Krankheit beten darf. Vorher dachte ich, der Körper ist Nebensache, für Jesus nicht wichtig, es kommt Ihm nur auf das Geistliche an.
Ebenso bemerkte ich erst nach langem Christenleben, daß ich für die Dinge, die ich verloren habe und suchen mußte, beten kann; – sogar für Parkplätze. Und Jesus erhört solche „unwichtigen“ Gebete! In diesen Kleinigkeiten zeigte sich mir die ganze Liebe Jesu und ich war oft überwältigt von Seiner Fürsorge in diesen kleinen Dingen. Ja, es hat mich förmlich umgehauen, als ich diese persönliche Fürsorge Jesu merkte. Das hat mein Vertrauen zu meinem HErrn ganz enorm gestärkt. – Erlösung vom panischen, hektischen Suchen.
Ich bin so froh, daß Erlösung sich auch auf diesen Virus bezieht. Ja, ich bin erlöst von der Furcht, denn ich bin so oder so in Jesu starker Hand. Ob es mich erwischt oder nicht, Er entscheidet; – natürlich bin ich vorsichtig, ist ja klar, oder? –  und ich bin geborgen in Ihm.
ER machte mich frei von Sorgen. ER machte mich frei von Geldnot. ER machte mich frei vom Stolz und Egoismus. ER nahm mir die Sorgen um die Kinder. ….. Ach, die Liste der Erlösungen ließe sich noch stundenlang fortsetzen!
Denk mal nach, was ist für dich nötig? Wo brauchst du Erlösung? Und dann sprich mit dem HErrn darüber und suche in der Bibel, was Gott darüber sagt. (Manchmal braucht man einen Gesprächspartner oder Gebetspartner!)

Danke für die umfassende Erlösung! Du bist mein wunderbarer HErr!! Danke!!

Der Vater – 19.03.2020

Der Vater – 19.03.2020

Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küßte ihn.
Lukas-Evangelium 15, 20

Es war ein außergewöhnlich heißer Sommertag, als eine arme, zerlumpte Gestalt die Landstraße hinunterwanderte. Magen und Taschen waren leer und die Kleidung zerlumpt und dreckig, – sie stank nach Schweinemist. Oft blieb er stehen, schaute auf den Hof in der Ferne und seufzte tief. „Ob sie mich wieder aufnehmen? Ob sie mir vielleicht einen kleinen Platz im Stall geben? Ob ich dort ein Dach, Arbeit und etwas zu essen finde? Ob sie mich überhaupt wiedererkennen? Ob sie mich wieder hinausschmeißen? Verdient hätte ich es ja, nachdem ich mich so schäbig gegen sie verhalten habe. Das ganze mühsam verdiente Geld sinnlos verbraten, nein, was war ich für ein Idiot. Aber der niedrigste Knecht hat es bei meinem Vater besser als ich es habe; – ich will es versuchen.“ Und so schritt er langsam und mutlos weiter.
Der Vater stand an der Straße. Jeden Morgen stand er dort und hielt Ausschau. Ob der Sohn heute wiederkommt? Und am Mittag und am Abend ging er ebenfalls hinaus und spähte in die Ferne:Wo bleibt er denn nur?
Doch diesmal sah er die elende Gestalt. Er rieb sich die Augen und sah noch einmal hin. Ja, das ist er, ich kenne seinen Gang! Und der Alte lief los, fiel dem Sohn um den Hals, küßte und herzte ihn. Und als der Junge seinen Spruch aufsagen wollte: Vater, ich habe alles Falsch gemacht, vergib mir! – Da ließ er ihn gar nicht zu Wort kommen. Er war so froh, daß sein Junge wieder zu Hause war! Und sofort steckte er ihn in die Badewanne, besorgte saubere Kleidung und organisierte ein Freudenfest. Er war so froh, daß er nicht nach dem Geld fragte und nach allem, was der Sohn so angestellt hatte. Er liebte seinen Sohn.
So ist es mit Gott. Wie sehr wartet Er auf Seine Kinder! Und die laufen in der Welt herum und treiben alles mögliche. Sie kümmern sich nicht um den Vater. Erst wenn sie am Ende sind, dann kommt der Gedanke: Zurück zum Vater! – Wie gut, daß ER Seine Kinder wirklich liebt!
Und wenn Du es ernst meinst, dann nimmt Er dich in den Arm und drückt dich an sich. ER ist nicht nachtragend. ER freut sich, wenn du endlich kommst!!

Vater, ich komme zu Dir. Ja, ich bin total verschmutzt und verdreckt, ich habe so viel Schuld auf mich geladen, ich bin es nicht mehr wert Dein Kind zu sein! Aber wegen Deiner Liebe komme ich zu Dir: Ich will Dein Kind sein! Vergib mir, wasche mich rein von allem Dreck und laß mich bei Dir leben. Ich liebe Dich!