Fünf Schritte der Demut – 07.08.2020

Fünf Schritte der Demut – 07.08.2020

Denn Gott tritt den Stolzen entgegen,
den Demütigen aber schenkt Er Seine Gnade.
1. Petrus 5, 5

Es gibt im Glaubensleben viele Dinge, die ein Stolzer nie erlebt. Nur ein Demütiger erlebt den Segen, der in diesen Dingen liegt.
Da ist zum Beispiel die Taufe, die Beichte, die Seelsorge, das Abendmahl und das Fasten. Alles sind symbolische Handlungen, in die Gott viel Segen legt und die ein Stolzer nicht mag. Er wehrt sich instinktiv gegen die Taufe und führt alle möglichen Gründe an, warum sie nicht notwendig ist. Doch der Segen Gottes liegt auf denen, die gehorsam sind und sich taufen lassen, so wie sogar Jesus sich taufen ließ. Was soll daran liegen, ins Wasser zu gehen und sich untertauchen zu lassen? Erklären kann man es nicht, aber den Segen sieht man. So wie bei dem Syrer Naeman, der mit Aussatz/Lepra zu Elia kam und sich im dreckigen Jordan dreimal untertauchen sollte. Er war auch stolz, so etwas Einfaches war  ihm für diese schwierige Heilung zu wenig. Da könnte er sich in Damaskus in den sauberen Flüssen viel besser waschen. Doch als er gehorsam war und sich im Jordan dreimal untertauchte, war er geheilt. Es ist eben Gottes Wirken in diesen symbolischen Handlungen, die Heilung bringen, es ist nicht die Handlung selber.
Ein stolzer Mensch macht eigentlich nichts verkehrt. Darum hat er auch keine Sündenerkenntnis, oder nur sehr oberflächliche. Ein demütiger Mensch kann seine Sünde, Fehler, Vergehen und Versagen sehen und bekennen. Er kann um Vergebung bitten und erhält sie; – und dann kommt Freude auf! Die Belastung des Gewissens ist weg, man ist wieder frei! Wie gut das tut!! Als ich zum ersten Mal meine Sünden bekannte, da war das eine ganz nüchterne Aufzählung meiner Schuld. Und der Zuspruch der Vergebung durch Gott seitens meiner Hauskreisleiterin war ebenfalls ganz nüchtern, aber voll Glauben. Und danach war ich mindestens 30 Kilogramm leichter und konnte tagelang singen und tanzen.
Großer Segen lag immer darauf, wenn ich Probleme hatte und mich mit einem verschwiegenen Bruder aussprechen konnte und wir zusammen dafür  beten konnten. Da hat Gott viel bewegt.
Auch in dieser einfachen Anwendung des Abendmahls liegt großer Segen. Wenn wir voller Glauben kommen, erscheint die Gegenwart des Auferstandenen. Und was sollte Ihm widerstehen? Es ist uns eine Quelle der Heilung für Seele und Körper.

Danke Jesus, für diese kleinen Übungen, die mir sehr, sehr helfen. Danke, daß Du mir immer dabei geholfen und mich gesegnet hast. Ja HErr, ich will Dir näherkommen, Dich mehr erfassen, Dich mehr spüren und mehr werden, wie Du bist.

Erweckung – 06.08.2020

Erweckung – 06.08.2020

Denn das ist der Wille Gottes, eure  Heiligung.
1. Thessalonicherbrief 4, 3

Ich habe in letzter Zeit einige Erweckungen studiert, die in den letzten Jahren und Jahrhunderten geschehen sind. Überall gab es das gleiche Muster, und wir sind weit weg von Erweckung, wenn wir uns damit vergleichen.
Zuerst ist da die Sündenerkenntnis. So ein wenig: Na, jeder hat halt seine Fehler – ist einfach vor Gott zu wenig. In den Erweckungen weinen die Leute wegen ihrer übergroßen Schuld. Sie finden keine Ruhe mehr, bis ihnen Gott vergibt und sie Ruhe am Kreuz von Golgatha bekommen. Bei den Christen fängt es an und springt dann auf andere über. Doch wo sind wir Christen heute? Tränen der Buße gibt es selten. Geschweige denn, dass wir unsere Schuld wiedergutmachen wollen. Nein, Sündenerkenntnis ist hier nicht weit verbreitet, man will gut und man will stark sein.
Der zweiter Punkt ist das Streben nach Reinheit und Heiligung. Haben wir unser Versagen und unsere Schuld erkannt, wissen wir, es liegt an unserem verstockten Herzen, unser altes Ich ist zu jeder bösen Sache fähig, und es ist nicht renovierungsfähig, nicht zu heilen oder zu reparieren. Es ist böse, von Grund auf. Wir strengen uns an, aber wir kommen dem Ziel nicht näher, das alte Ich versagt den Gehorsam. Wir brauchen das neue Herz, das Jesus schenkt; ich nenne es Jesus-Herz. Wir brauchen den Geist Gottes in uns, der die Frucht des neuen Lebens wachsen lässt: Geduld, Freundlichkeit, Freigebigkeit, Demut, Liebe, Freude, Friede, Selbstdisziplin usw. Je mehr Raum Er in uns einnimmt, desto ähnlicher können wir Jesus werden.
Und dann sind wir auch schon beim dritten Punkt: Selbstverleugnung.
Wir merken, wir sind nur Menschen und wir kommen nicht in die Nähe Gottes. Wir schaffen es einfach nicht.
Doch der Geist Gottes nimmt uns in Seine Schule und führt uns dahin, daß wir unser altes Ich in den Tod geben, uns von seinen Wünschen, Begierden und Zielen trennen. Wir geben am Schluss sogar den eigenen Willen auf, damit der Wille Gottes uns regiert. Wir brauchen nichts mehr für uns, da Gott für uns sorgt. Wir können uns Ihm vollständig hingeben, und Er kann uns nicht nur vollständig ausfüllen, sondern auch noch durch uns Sein Werk in der Welt tun.
Schade, die meisten schaffen nur mit ach und krach den ersten Punkt. Es ist unangenehm, schmerzhaft. Da geht es in der Welt doch lustiger zu. Punkt 2, dieHeiligung, nehmen sie kaum noch in Angriff ….. Wo stehen wir? Wo arbeitet Gottes Geist jetzt an uns? Oder hat Er sich ermüdet zurückgezogen? Dann komm schnell zum Kreuz Jesu zurück, laß dir vergeben, laß dich reinigen und suche Ihn von neuem, damit dein Leben einen Sinn und ein Ziel bekommt, damit dieFreude zurückkehrt und der Friede dich durchdringt. Sei nicht kalt oder lau, brenne für den HErrn Jesus Christus!

O Jesus, ich bin noch so weit davon entfernt, ein guter Nachfolger Christi zu sein! Ich bin so weit weg von Dir! HErr, entfache das alte Feuer wieder, vergib meinen Müßiggang, meine Faulheit, Bequemlichkeit, mein Lustprinzip. Ach HErr, ich brauche ein neues Herz!

Ein feines Opfer – 05.08.2020

Ein feines Opfer – 05.08.2020

Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine Brüder, euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott gefällt.
Römer 12, 1

Jesus hat sich selbst als Opfer dargebracht, das Gott gefällt. Es war nötig, um stellvertretend für uns Menschen die Strafe für unsere Schuld, Versagen und Sünde zu tragen. Am Kreuz geschah der größte Tausch der Menschheitsgeschichte: Unsere Schuld gegen Seine Gerechtigkeit. Lies mehr in Jesaja 53!
Doch auch Gott möchte keine nebensächlichen Opfer. 10 % von unserem Geld reichen Ihm nicht, täglich 1 Stunde Beten reicht Ihm nicht, auch nicht noch zusätzlich 2 Stunden Bibellesen, Wohltätigkeit, Spenden und die Zeit für Gottes Dinge zu opfern. Es ist Ihm zu wenig. Wir wollen unser Gewissen beruhigen und denken, wir sind gut. Aber Gott denkt anders: Es reicht nicht. ER will uns ganz, mit Haut und Haaren. Nicht 10 % oder 20, nicht einmal 99 % reichen Ihm. ER will alles von Dir, dein ganzes Ich, dein ganzes Leben!
Und genau das wollen wir nicht. ER kann unsere Sünden haben, ER kann unseren Zehnten haben, und ich mache auch noch eine Pilgerreise auf Knien, wenn´s nötig sein soll, bete stundenlang irgendwelche Gebete, studiere die Andachten der Kirchenväter, glaube alles, strenge mich an, gut zu sein …. Ja, ich mache eine ganze Menge für Ihn. Aber ……. ich will meine eigenen Entscheidungen treffen. Ich will mein Ich pflegen, ich brauche meine Ruhe, mein Geld, meine Karriere …. Ne, ich will Gott nicht alles geben, was mir lieb und teuer ist, besonders nicht meinen eigenen Willen.
Ja, so ist der Kampf in uns. ER will alles, und Er gab auch alles. Und wir geben, was wir erübrigen können, aber uns selber wollen wir nicht geben. Darum ist unser Leben so kraftlos, unsere Gemeinden so tot und unser Land so „heidnisch“.
Bei den Aposteln war es anders. Paulus hat schon einen Grund, warum er diesen Vers schreibt! Er selber allerdings gehörte dem HErrn ganz, nachdem er Ihm auf dem Weg nach Damaskus begegnet war und Er Paulus umgeschmissen hatte.
Am Ende gehört Gott sowieso dein Leben; – wenn es zu Ende geht. Warum nicht schon etwas früher, damit das Leben sinnvoll wird? Damit Gott durch uns wirken kann? Damit Er alle Herrlichkeit, Kraft und Fülle in uns legen kann? Warum auf´s Sterben warten? Du kannst ja doch nichts mitnehmen, nicht einmal die Erinnerungen.

Danke Jesus, Du hast Dich ganz gegeben. Du bist gekommen, um mich total zu erlösen und zu befreien, nicht nur ein bißchen. Darum will ich Dir total gehören, nicht nur ein wenig. Ach, wie schwer ist es, das dicke, fette Ich in den Tod zu geben! HErr, hilf!!

Dies ist der Tag – 04.08.2020

Dies ist der Tag – 04.08.2020

Dies ist der Tag, den der HErr gemacht hat;
wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.
Psalm 118,24

Gott hat diesen Tag heute gemacht. Wir wollen nicht mit Sorgen und Befürchtungen in diesen Tag gehen, sondern mit Freude. Denn ER ist da! ER hat diesen Tag für uns gemacht und ER wird uns heute zur Seite stehen und uns durchbringen. Wer sollte da nicht fröhlich werden?
Es ist unsere Entscheidung, wie wir einen neuen Tag anfangen. Wir können sorgenvoll in den Tag hineingehen, oder wir können uns auf die Grundlage des Glaubens stellen: Jesus ist bei mir! Sehen wir auf Ihn, der diesen Tag gemacht hat, vergeht die Sorge und Freude macht sich breit. Gibt es heute große Dinge, die uns Angst machen könnten, so erwarten wir viel von Jesus, unserem HErrn. ER wird uns heute retten, so wie Er es schon so oft gemacht hat.
Kommen wir mit dem Leben nicht klar, so wird Er uns heute Weisheit geben, unser Leben neu zu ordnen. Brauchen wir Hilfe, so wird Er sie uns heute senden. Sind wir einsam, so wird Er heute bei uns sein.
So soll unsere Entscheidung sein: Ich will mich freuen und fröhlich sein. Denn dazu hat Gott mich berufen.

Danke, Jesus, ich kann mich heute von Herzen freuen, denn Du, mein mächtiger Helfer, bist bei mir! Es gibt heute wieder viel zu tun, doch Du wirst mir Kraft und Weisheit geben. Danke für den neuen Tag, den Du gemacht hast!

Abba, Pappa – 03.08.2020

Abba, Pappa – 03.08.2020

Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so daß ihr euch immer noch fürchten müßtet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater! So bezeugt der Geist selber unserm Geist, daß wir Kinder Gottes sind.
Römer 8,15f

Mein Vater war Seemann. Die meiste Zeit meiner Kindheit war er auf Reisen und selten zu Hause. Er mußte doch für die Familie sorgen! Doch für uns Kinder war das nicht gut. Ich wußte wohl, das es mein Vater ist, aber ich hatte keine innige Beziehung zu ihm; eigentlich hatte ich immer so eine unbestimmte Angst vor ihm.
So geht es vielen Menschen in ihrer Beziehung zu Gott: Sie wissen, ER ist ihr Schöpfer, sie wissen sogar, daß Gott sie lieb hat, aber sie haben trotzdem diese unbestimmte Furcht vor Gott in sich und haben ständig Angst vor Gottes Strafe.
Aber, so wie sich mein Vater nach einem herzlichen Verhältnis zu seinen Kindern sehnte, so sehnt sich Gottes Herz nach uns! ER möchte gern unser Papa sein, nicht nur förmlich mit „Himmlischer Vater“ angeredet werden. Gott weiß, wir können das irgendwie nicht, und deshalb sendet Er uns Seinen Heiligen Geist, der unserem Herzen klar macht, daß wir wirklich Kinder sind.
Kinder sind unbeschwert, weil ihr Papa für alles sorgt. Kinder sind fröhlich und lebendig; weil sie sich beim Papa sicher fühlen. Kinder sind voller Hoffnung und tatendurstig, weil ihr Papa ihnen Mut, Selbstwertgefühl und Zuversicht gibt. (Mein Verhältnis zu meinem Vater hat sich nachher geändert und wir haben einander herzlich lieb gehabt. Er ist nun im Himmel und wenn ich ihn dort wiedertreffe, gibt es ein herzliches Wiedersehen!)

Ja, Vater, ich habe Dich lieb und Du hast mich lieb! Ich freue mich auf diesen Tag mit Dir; an Deiner Hand kann ich fröhlich meinen Weg gehen. Ach, ist es gut, daß ich Dich nicht fürchten brauche, welch eine Erleichterung!!

Ein heiler Mensch – 02.08.2020

Ein heiler Mensch – 02.08.2020

Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.
Galater 5, 22

Diese positive Liste ist nicht vollständig, wir können sie noch um etliche gute Eigenschaften erweitern. Ein Mensch, der diese Eigenschaften hat, ist sicher ein glücklicher Mensch und von anderen hoch geschätzt. Wer möchte das nicht sein? Unser ganzes Streben geht dahin, daß wir so sind, wie es oben beschrieben ist.
Aber es gibt auch das Gegenteil, eine negative Liste hier im Galaterbrief 5, 19f: „Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar: Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Mißgunst, Trink- und Eßgelage und ähnliches mehr.“ Auch diese Liste ist nicht vollständig, wir dürfen sie ergänzen.
Wo stehen wir? Im positiven oder im negativen Teil?
Wir merken sehr schnell, die positiven Eigenschaften wollen wir, aber oft funkt etwas dazwischen, wir überreagieren auf Kleinigkeiten und alter Haß kommt wieder hoch und Bitterkeit regt sich und Unsympathie regiert und die Zunge arbeitet wieder zu schnell und und und …. Warum können wir nicht einfach „gut“ sein? Wir wollen es doch und strengen uns an! Sind denn immer nur die anderen schuld??
Oft sind es Verletzungen aus der Kindheit, die uns so heftig und plötzlich reagieren lassen. Diese Verletzungen sind nicht geheilt und nicht vergessen. Die Furcht vor neuen Verletzungen liegt tief in uns und wir reagieren deshalb so heftig. Diese Verletzungen müssen offen gelegt werden, damit sie geheilt werden und wir eine heile Persönlichkeit werden können. Das ist harte Arbeit, oft mit Tränen verbunden! Wir müssen vergeben lernen und um Vergebung für unsere harten Reaktionen bitten! Wir müssen die Verletzungen erst einmal erkennen und nicht blind bleiben. Dann kann Jesus sie heilen. Sein Grundsatz ist: Erst die Vergebung, dann die Heilung. Doch wenn wir die Sünde verstecken und unsere heftigen Reaktionen nicht als Sünde anerkennen wollen, bleiben wir so, wie wir sind; – Jesus kann uns nicht heilen.
Es gibt noch andere Gründe für unsere Reaktionen, dazu gibt es andere Andachten. Für heute gilt: Prüfe dich, ob du heftig überreagierst und ob Verletzungen dahinter stecken. Vergib den Schuldigern! Bitte um Vergebung für deine falschen Abwehrreaktionen! Und dann bitte Jesus, dein Herz zu heilen.
So wirst du wieder ein Stückchen mehr zu einer heilen Persönlichkeit, zu einem Abbild Gottes hier in dieser dunklen Welt.

Danke Jesus, Du meinst es gut mit mir und hast gute Ziele mit mir! Hilf, daß ich eine heile Persönlichkeit werde! Auch wenn es weh tut, ich will! Hilf mir bei der Erinnerung, beim Vergeben und beim Heilwerden! Danke, daß Du mich so lieb hast!

Unsere Kinder – 01.08.2020

Unsere Kinder – 01.08.2020

Doch Jesus sagte: Laßt die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.
Matthäus 19, 14

Meine Jungens lernen den Umgang mit Gott so wie das Atmen, das Laufen, wie man sich bei Tisch benimmt, wie man Auto-fährt ….. alles ist vollkommen normal und natürlich und sie gucken sich das ab. Und wenn sie es in der Kirche zu langweilig finden, so müssen sie nicht die Zeit dort absitzen. Ich denke, der Glaube wird ihr Leben prägen; ich kann nicht mehr für sie tun; –  alles andere, was ich für sie tun kann, ist nur zweitwichtig. Sie sehen, wie ich mit Gott umgehe, wie ich meinen Glauben im Alltag lebe und machen es nach.
Wie oft aber werden Kinder daran gehindert, zu Jesus zu kommen! So viele Eltern geben überhaupt keine Informationen über Jesus oder Gott. So viele leben ein religiöses Leben, haben aber keine Beziehung zu Gott; – die Kinder durchschauen es schnell. So viele drohen ihren Kindern, als ob es der „böse Gott“ wäre und nicht der „liebe Gott. Man kann seine Kinder so erziehen, daß sie niemals gläubig werden, indem man für sie ein abschreckendes Beispiel ist.
Wir Eltern müssen enorm Acht geben, wie sich der Glaube den Kindern nähert. Wir sind für sie ein Vorbild, – und es ist so wichtig, daß wir natürlich mit Gott umgehen, die biblischen Geschichten spannend erzählen, hautnah erlebt, daß wir mit ihnen beten und selber glauben, was wir beten!
Jesus hat Recht: Wir selber müssen erst werden wie die Kinder, damit wir das Himmelreich in uns haben. Einen kindlichen Glauben in den himmlischen Vater müssen wir haben. Erst dann kann christliche Kindererziehung gelingen; – und natürlich mit Gottes  Hilfe. Wie oft bete ich für meine Kinder? Ist es mir das Wichtigste, daß sie Bürger des Himmelreichs werden? Oder hab ich nur Zeit, um Brote für sie zu schmieren und keine Zeit zum Reden?
Kinder haben verschiedene Phasen und auch Glaubensphasen. Wir müssen viel Zeit darauf verwenden, unsere Kinder zu verstehen. Zum Glück gibt es gute Bücher, die uns helfen, zB vom TeamF oder Sandforth.
Kinder merken auch sehr schnell, wenn wir sie verurteilen. Sie verschließen sich dann. Lassen wir doch unsere Kinder erstmal so stehen und überlegen, ob wir sie wirklich korrigieren müssen.
Ich habe bei meinen erwachsenen Kindern viel verkehrt gemacht, nun will ich es bei meinen Kleinen richtig machen. Für die Großen bleibt mir das Beten und das Gespräch; – und diese Chance muß ich nutzen. Ich bin Gott sehr dankbar für alle meine Kinder; – ich kann viel von ihnen lernen; sie prägen mich. Wie gut!

Danke für die Kinder, Jesus! Danke, daß Du ihr Freund bist und sie so herzlich lieb hast! Danke, daß Du auf ihr Gebet hörst!! Hilf, daß ich ihrem Glauben niemals im Wege stehe! Und gib Weisheit, Geduld und Liebe bei der Erziehung! Danke!

Die Rettung  –  31.07.2020

Die Rettung  –  31.07.2020

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt,
daß Er Seinen einzigen Sohn hingab,
damit jeder, der an Ihn glaubt,
nicht zugrunde geht,
sondern das ewige Leben hat.
Johannes 3, 16

Gott hat alles gemacht, damit wir gerettet sind. Was sollten wir auch schon dafür tun? Wir sind nur begrenzte Menschen, die trotz guten Willens ständig versagen und sogar in Sünde fallen. Warum hat Gott uns nur so lieb, daß Er Seinen einzigen Sohn für uns hingab, ans Kreuz hängen ließ, Ihn foltern ließ und sogar sterben ließ? (In der Geschichte von Narnia wird das toll ausgemalt, wie der Löwe Aslan für seine Freunde stirbt und wieder zum Leben erwacht.) ER sieht in uns Seine Schöpfung, aber nicht durchmischt und durchdrungen von der Sünde. ER sieht uns rein, heilig und klar. ER weiß, wie wir sind, wenn wir mit Ihm im Himmel sein werden. ER hat uns als Sein Gegenüber geschaffen, und ER hat uns seit Anbeginn der Schöpfung grenzenlos lieb. Liebe ist Sein Wesen, Er kann nicht anders als lieben und lieben und lieben. Selbst den schlechtesten Menschen hat Er immer noch lieb!
Weil es keinen Weg zur Erlösung gab, sandte Er Jesus, Seinen einzigen Sohn. Der nahm die ganze Schuld aller Menschen auf sich, auch meine und deine. Jesus bezahlte den Preis für die Sünde, denn der Tod ist die Strafe dafür. Nun sind wir frei, die Schuld ist bezahlt. Wir sind frei, Jesus als HErrn in unser Herz und Leben aufzunehmen. Wir sind frei von den Anrechten der Finsternis und können im Licht leben. Wir sind frei für unsere Berufung: Gegenüber Gottes zu sein. Wir sind frei für dieses oder wir gehen weiter auf dem Weg ins Verderben, ohne Gott, ohne Jesus, ohne die Vergebung anzunehmen……. schlimm.
Wer Jesus im Herzen hat, wird niemals zugrunde gehen. Er hat das ewige Leben, Jesus, in sich. Niemand kann dir wirklich etwas Böses, denn Jesus in dir verhindert es. Der Tod und der Teufel können Jesus in dir nicht überwinden. Du bist gerettet für heute, morgen und alle Zeit.
Jesus ist unsere Rettung. Wir wollen Ihm glauben. Nicht nur wegen der Vergebung und Reinigung von der Schuld, sondern für jede Kleinigkeit, die uns sonst noch bedrückt. ER ist der Helfer, der Freund, der Beistand, der Gute Hirte. Wir wollen nur an Jesus glauben, nicht an andere Götter oder Göttinnen nicht an andere Fürsprecher bei Gott, nicht an andere Wege zur Heiligung, nicht an Geheimrezepte und verborgene Weisheiten. Alles ist in Jesus. ER ist genug.

Danke Vater im Himmel, daß Du uns Jesus geschickt hast! So haben wir einen Ausweg aus Versagen, Sünde, Unreinheit, Krankheit, Finsternis und Tod. ER ist der Freund der Sünder, Er rettet uns! Danke für das ewige Leben, daß wir nie verloren gehen und unser Leben nicht im Abgrund endet. Danke!!!

Der verlorene Sohn – 30.07.2020

Der verlorene Sohn – 30.07.2020

Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre diene ich dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt …..
Lukas 15, 29

Dies ist der echt-verlorene Sohn. Der andere hatte zwar eine Weltreise gemacht, Vermögen und Gesundheit verpraßt und ist bei den Schweinen gelandet, doch er kehrte um. Er fand den Weg nach Hause. Und der Vater  freute sich und nahm ihn wieder auf, denn er sah, die Umkehr war echt.
Doch der ältere war ein viel größeres Problem, denn er war nicht körperlich abwesend, sondern hatte sich innerlich total abgewandt und isoliert. Er tat seine Arbeit, als ob alles daran hängt. Aber er hatte gar keine Ahnung, wie der Vater eigentlich war. Er dachte, Arbeit und Leistung ist alles. Aber Liebe, Gemeinschaft und Freude zählen mehr. Wie kann man nur -zig Jahre beim Vater wohnen, von Kind auf, und den Vater überhaupt nicht kennen? Eigentlich will mir das nicht in den Kopf, ich kann es nicht verstehen.
Doch wenn ich mir die Diener in der Kirche ansehe, begreife ich langsam: Sie sind diese stolzen Arbeiter, die alles für den Herrn tun, wo die Leistung zählt, das Fromm-sein, wo man sich nicht unbedingt freut, aber stolz auf seine Heiligkeit und Erkenntnisstand ist. Sie dienen einem falschen Gott, sie haben sich Gott zurechtgebogen, wie sie Ihn sich vorstellen. Wie gut, daß Gott anders ist!!!
Diese Pharisäer, die die Bibel fast auswendig kennen, aber von Gott keine Ahnung haben, die keine Verbindung zu Gott haben, das sind die verlorenen Söhne. Alles sollte ihnen gehören, alle geistliche Autorität, aller Reichtum. Doch sie dienen und arbeiten, bekommen von Menschen Lob und Anerkennung und leben davon. Die Verbindung zu Gott ist nur eine fromme Huldigung, so wie die Heiden sie ihren Göttern darbringen. Es gibt keine lebendige Beziehung zum himmlischen Vater.
Sie reden sogar über Gnade und Gottes Barmherzigkeit, doch sie haben sie nie erlebt. Echte verlorene Söhne und Töchter.
Die meisten Pharisäer haben Jesus abgelehnt und freuten sich über die Kreuzigung. Aber Paulus hat Jesus erkannt und sich Ihm ergeben. Er war einer der Obersten und trotzdem bekehrte er sich zu Jesus, dem einzigen Zugang zu Gott. Er warf alle falsche Frömmigkeit und Stolz hinaus und fand in Jesus alles, was er brauchte. Es besteht Hoffnung für jeden Verlorenen, so heilig er auch sein mag!
Wenn ihr solche Frommen seht, dann diskutiert nicht und hört nur nicht auf ihre gesetzlichen Bibelauslegungen. Betet lieber für diese Armen. Es besteht ja Hoffnung für sie, so wie für Paulus, daß sie den lebendigen HErrn finden. Wenn du so einer bist, so kehr um zum lebendigen HErrn. Hör auf zu arbeiten und fromme Leistung zu bringen, suche Ihn von ganzem Herzen, dann läßt Er sich finden. Gib nicht auf, bis du Ihn gefunden hast, der das ganze Herz ausfüllt mit Seiner herrlichen Gegenwart!!

Danke HErr, ich habe Dich gefunden! Ich habe es mir nicht verdient, ich hatte Dich nicht einmal gesucht. Aber Du hast mich zu Dir gezogen. Danke für diese unverdiente Gnade!!

Bei den Schweinen – 29.07.2020

Bei den Schweinen – 29.07.2020

Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land.
Lukas 15, 13

Es war einmal ein Christ, dem es in der Gemeinde zu langweilig wurde. Langweilige Predigten am Sonntag, und die Bibelstunde war zum Einschlafen. Immer nur beten und Bibellesen, singen und einen guten, fröhlichen  Eindruck machen. Niemals mit den Freunden feiern, kein Schnaps, keine Mädchen, nichts. Ne, das ist doch kein Leben! – Und so machte er sich auf in ein fernes, unbekanntes Land. Erst noch ließ er sich vom himmlischen Vater auszahlen, einen dicken Segen und all die guten Dinge, die einen Christen ausmachen, und dann nichts wie weg.
Mei, wie spannend in der Welt alles war! Leuchtreklame, Geselligkeit, Aktion bis spät in die Nacht! Spannende Filme, die nichts verbergen, Sport, Musik, Mädchen, Alkohol und mehr! Er dachte, das Leben fängt jetzt erst richtig an.
Doch nach einiger Zeit kam die Syphilis, die Leber machte Beschwerden, der Kopf schmerzte und es war von allen Freunden niemand mehr da, der ihn trösten oder helfen konnte. Einsam und allein lag er herum und bettelte um Brot. Jemand sah ihn und schickte ihn in den Schweinestall zum Misten und andere Arbeiten, die sonst niemand machen wollte. Da saß er herum und bedauerte sich. Ach, wie war das Essen zu Hause so gut, wie war das schön, mit der Familie zusammen zu sein! – und er bekam Sehnsucht nach Hause. Nach einigen Tagen faßte er einen Plan und brach auf, um nach Hause zu gehen. Aber er wußte nicht, nimmt der Vater ihn überhaupt wieder auf, nachdem er sich so schäbig benommen hatte? Er schrieb einen Brief, indem er seine Bedenken mitteilte und darum bat, falls er nach Hause zurückkehren dürfte, sollte man ein großes Bettuch in den Apfelbaum hängen. Das würde er von Weitem sehen und dann entweder umdrehen oder heimkommen. Als der Mann noch einige Kilometer vom Zuhause entfernt war, sah er alle Bäume um das Haus voller Betttücher und der Vater stand am Weg und wartete auf ihn. Der Vater erkannte ihn von Weitem und lief ihm entgegen, umarmte ihn und zog ihn ins Haus, steckte ihn unter die Dusche, denn er roch ziemlich streng,  verbrannte die lumpigen Kleider und kleidete ihn neu ein, Friseur und Rasur waren angebracht und während dessen brutzelte ein Spanferkel auf dem Grill. Welch eine schöne Feier, welch eine überschwängliche Freude, welch ein Glück, wieder zu Hause zu sein!
Ja, Kind, so wartet der himmlische Vater auf dich. Viele gehen ab und an mal auf „Erkundungstripp“  in die Welt und kommen beladen mit Sünden zurück. Der Vater wartet auf dich. ER nimmt dich in den Arm, macht keine Vorhaltungen, sondern reinigt dich und macht dich wieder weiß, rein und heilig. Du bist Sein Kind, auch wenn du jetzt noch bei den Schweinen sein solltest. Komm zurück, Er wartet!!

Danke Vater, Du weist keinen zurück, egal wie schlimm sein Leben war. Du schaffst neues Leben, das alte vergeht. Wie gut, Dich zu kennen und bei Dir geborgen zu sein!!!