Widerstand und Ungerechtigkeit – 10.10.2020

Widerstand und Ungerechtigkeit – 10.10.2020

Denkt an den, der von den Sündern solchen Widerstand gegen sich erduldet hat; dann werdet ihr nicht ermatten und den Mut nicht verlieren.
Hebräer 12, 3

Es waren viele, die schrien: Kreuzige Ihn! Es waren viele, die unter dem Kreuz standen und sich freuten. Es waren viele, die Ihn verspotteten und verließen. Viele nahmen Heilung an, und vergaßen Ihn. Vielen hat Er  geholfen, doch sie sagten Danke-schön und verschwanden. Die größte Sünde ist für Ihn, der größte Schmerz, daß so viele Ihm den Rücken zudrehen und ihnen alles gleichgültig ist. ER starb für sie und ihnen ist es egal. Welche Ignoranz, Arroganz, sogar Verachtung spricht aus dieser Haltung!
Jesus hat es mit den Menschen nicht leicht; sie verstehen ihre eigene Not nicht, aus der Er sie gerettet hat. ER weinte über Jerusalem, denn Er sah ihr Schicksal: Von Rom dem Untergang geweiht. ER weint über Völker und Familien, über einzelne Personen und vielleicht über uns. Warum laßt ihr euch nicht helfen, warum seht ihr den Ausweg nicht, warum strecke ich meine Arme vergeblich nach euch aus? – Der Schmerz Jesu ist seine enttäuschte Liebe.
Und wie ist es mit uns? Wie sind wir mit Ihm umgegangen? Vieleicht wie mit einem Stück Möbel, das man hin und herrückt, bis es paßt?
Jesus hat so vieles so lange ertragen. Und was ertragen wir? Wenn einer uns schief ansieht, geht manchmal schon die Welt unter. Unrecht in der Schule oder im Beruf? Da kommen schnell schlaflose Nächte. Was halten wir aus für Ihn? Ich kenne so viele Menschen und auch Christen, die suhlen sich im Selbstmitleid. Wie schlecht sie behandelt wurden! Welches Unrecht ihnen geschah! Was sie alles erdulden mußten! Schrecklich.
Versteht ihr, wie sehr Selbstmitleid uns hindert, Christus nachzufolgen? Selbst Seine Heilungskraft kann Er nicht in uns entfalten …. Alles ist blockiert wegen Selbstmitleid.
Bitte, achte einmal auf Deine Gedanken und Selbstgespräche. Bist du ein Kandidat für Selbstmitleid?
Befrei dich davon, sofort und gleich! Mache die Vergebung wieder fest: Ich habe vergeben. Basta. Punkt. Ich will Jesus nachfolgen, für Ihn leben und nicht für mein Wohlergehen. ER hat mich zuerst geliebt, als ich Ihm noch die kalte Schulter zeigte.

Danke Jesus, alles hast du für mich ausgehalten. Darum will ich auch ein wenig leiden für Dich. Ich will vergeben, weil Du vergibst. Ich will Dir nachfolgen, auch wenn es mir weh tut. Du hast mich mit Deiner Liebe bezwungen.

Das Ziel – 09.10.2020

Das Ziel – 09.10.2020

Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist. Das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung, die Gott uns in Jesus Christus schenkt.
Philipper 3,13f


Wir haben ein Ziel für unser Leben! Es ist die himmlische Berufung. Wenn ich im Himmel bei Jesus bin, dann bin ich am Ziel angekommen. Noch bin ich auf dem Weg. Doch ich sehe nach vorne, auf meinen HErrn. ER wartet auf mich. Viele Menschen irren recht ziellos durch das Leben. Mal jagen sie einem nach, mal etwas anderem. Manche leben nur fürs Wochenende, manche nur für den Urlaub, mache steuern auf die Rente zu. Ziele haben sie schon, aber immer nur recht kurze; dann brauchen sie ein neues. Und für ihr Leben haben sie eigentlich kein Ziel, nur, daß sie das Leben gut schaffen. Wir sollen nicht so sein! Deshalb hat Gott uns ein Ziel gegeben: Die himmlische Berufung. Wir sollen unser Leben nicht vergeuden, sondern vom Ziel her sehen, mit Jesu Augen. Jesus will uns von den Lasten der Vergangenheit befreien. Manche tragen viel Schuld und Versagen mit sich herum. Doch ER macht frei davon, läßt uns unbelastet leben. Seine Vergebung ist wirksam! Manche trauern irgendwo hinterher: Ja, damals, das war schön! – doch Jesus sagt: Jetzt lebst Du! Richte Deine Augen nach vorn, lebe nicht in der Vergangenheit!
Es ist schön, daß Jesus uns von den Altlasten unseres Lebens erlöst; wir sollen sie sogar vergessen, so wie Jesus es ausgetilgt hat. Wir sollen wiedergutmachen, was wir können, und Jesu Vergebung akzeptieren. Doch dann sollen wir nach vorne schauen. Das wird uns erlösen von der Selbstquälerei mit der Vergangenheit. Jesus wartet auf Dich und will Dir ein Ziel und Hoffnung geben!!

Danke, Jesus, Du kennst mein Leben. Du hast meine Schuld vergeben und ich darf nun wieder nach vorne sehen. Du hast Hoffnung und ein Ziel für mich. Du willst mein Leben sinnvoll gestalten. Und einmal werde ich am Ziel sein, bei Dir, meinem geliebten HErrn. Dort kann ich dann ausruhen und Du wirst mich trösten und erquicken. Danke, mein Guter Hirt!

Fürbitte: Eine unserer Übersetzerinnen lebt in Südafrika. Dort werden viele Farmer von Schwarzen ermordet; ihr Schwiegervater ist auch erschossen worden. Nun ist wieder ein Nachbar erschossen worden, und die Mörder sind nach der Verhaftung wieder freigelassen worden. Sie und die Familie haben Angst vor dem Terror. Aber wohin sollen sie? Wir beten um Schutz für diese Familie und Frieden für Südafrika!
Armenien: Wir befürchten ein Massaker der Islamisten an den Christen. Beten wir um Schutz für die Christen! Armenien ist die älteste christliche Nation der Welt! Und den Islamisten macht es Spaß, Christen abzuschlachten ….

Versöhnung – 08.10.2020

Versöhnung – 08.10.2020

Er wird das Herz der Väter
wieder den Söhnen zuwenden
und das Herz der Söhne ihren Vätern.
Maleachi 3, 24

Versöhnung ist das große Thema bei Jesus. Darum ist Er gekommen. ER will Versöhnung zwischen Mensch und Gott, damit wieder Friede und Harmonie zwischen Mensch und Gott  herrscht. ER will Versöhnung in den Familien und Ehen. ER will Väter und Söhne, Töchter und Mütter, und mit den Schwiegereltern versöhnen. Chef und Arbeiter, Kollegen, Schüler, Präsidentschaftskandidaten, Politiker, Länder und Völker ….. alles will Er versöhnen, damit endlich Friede herrscht.
Darum hat Er das Kreuz auf sich genommen. Wegen des Friedens. Es war sicher nicht leicht, die Nägel durch Hände und Füße, das Hängen in der glühenden Sonne, nicht atmen können, Durst … Nein, das Opfer Jesu war kein Spaziergang.
Nun mache doch bitte einen Test: Bist du versöhnt? Wie ist es mit Gott: Machst du Ihm Vorwürfe, weil Er dies oder jenes nicht getan oder verhindert hat? Bist du dir selber böse, weil du falsche Entscheidungen getroffen hast, Fehler gemacht hast? Bist du deinen Kindern böse, weil sie sich von dir abwenden oder sonstetwas tun? Bist du deinem Ehepartner böse, weil er so anders ist wie du es dir vorgestellt hattest? Bist du dem Schicksal böse (also eigentlich Gott), weil du auf diesem Platz gelandet bist und/oder so bist wie du bist?
Jesus hat dich mit Gott versöhnt. Sein Opfer ist gültig; Er hat für deine Schuld gebüßt und Gott hat das Opfer angenommen. Du bist frei von Schuld, Gott ist dir gnädig und wohlgesonnen; – wegen Jesus.
Weißt du, alles andere ist deine Angelegenheit. Du mußt vergeben, Jesus tut es nicht für dich. Du mußt die Kinder, Ehepartner, Kollegen, Lehrer und andere von der Schuld entlassen, sogar dich selber und auch Gott. Du sollst alle Angelegenheiten in Gottes Hand legen und Ihm die Rache und das Gericht überlassen, und dann sollst du lieben und segnen und im Gebet für alle eintreten. Mir hat es einmal sehr geholfen, als ich einem Sohn vergab, daß er so ist wie er ist; – er nervte mich nur durch seine Art, für die er doch nichts konnte…
Vergebung setzt himmlische Kräfte in Bewegung. Jesus selbst macht Vergebung in unseren Herzen zur Wirklichkeit, so daß unsere Wunden heilen können und wir den anderen lieben können. Das sind echte Wunder.
ER zählt auf dich. Vergib, damit Friede herrscht! – auch in deinem Herzen.

Danke Jesus, Du vergibst mir, und ich will vergeben. Komisch, es fällt mir immer schwer zu vergeben. Aber Du hilfst dabei, wie gut!! Nun kann ich lieben und segnen und im Gebet für meine „Feinde“ eintreten. Danke, Du bist wunderbar!!

Liebe, nicht Vollkommenheit – 07.10.2020

Liebe, nicht Vollkommenheit – 07.10.2020

Gott, der HErr, spricht:
Liebe will ich, nicht Schlachtopfer,
Gotteserkenntnis statt Brandopfer.
Hosea 6, 6

Eines der häufigsten Probleme bei uns Christen ist dieses: Wir wissen nicht mit Sicherheit, ob wir wirklich gerettet sind, und wir wissen nicht genau, ob Gott wirklich unsere Sünden vergeben hat.
Das liegt daran, daß wir uns von der falschen Seite zu Gott nähern. Wir sind religiös geprägt und deshalb denken wir, wir müssen perfekt sein, damit Er uns lieben kann und unsere Sünden vergibt. Ein zweites Mal die gleiche Sünde, da verdammen sich viele Christen selber; das paßt gar nicht mehr zu ihrem Verständnis von Christsein. Versager!
Wer religiös geprägt ist, muß Leistung bringen, auch im religiösen Bereich, im Verhältnis zu Gott. Darum die ganzen frommen Rituale und Vorschriften. Darum strengen sich so viele ganz enorm an, um nicht zu sündigen und ein guter Mensch zu sein. Aber die Quelle ist eben die Selbstgerechtigkeit mit der man Gott beeindrucken will.
Und wenn man sich ganz viel Mühe gegeben hat, dann kommt da so ein kleiner schlechter Gedanke, und unsere ganze Mühe kommt wieder zum Einsturz. Der alte Mensch ist immer noch in uns aktiv …. Welch eine Enttäuschung.
Versteht ihr? Ein religiöser Mensch wird niemals glücklich, wird niemals glauben, daß Gott ihn herzlich liebt. Denn er macht leider immer wieder kleine Fehler und verdammt sich deshalb. So spielt der Satan mit uns; manche nennen so etwas: Religiöse Geister, die man vertreiben muß.
Wenn du wissen willst, ob du dich auch von der verkehrten, gesetzlich-religiösen Seite Gott annähern willst und Ihm so gefallen willst, dann achte einmal darauf, wie du reagierst, wenn du einen kleinen Fehler machst. Und ob du dir immer Mühe und Anstrengung machen mußt, damit Gott zufrieden ist.
Gott will einen anderen Weg. ER will, daß wir Ihn lieben und daß wir uns von Ihm lieben lassen. Beides gehört zusammen, eins geht nicht ohne das andere. Religiös-gesetzliche Menschen können sich nur ganz schwer von Gott lieben lassen.
Also, wenn Gott keine Opfer möchte, auch nicht zur Vergebung, dann darf ich so kommen, wie ich bin. Und Er hat mich lieb. Und ich habe Ihn lieb. Ohne diese Sündenlast und dieses Gefühl des Versagens. Dann kommt Freude auf. Und dann kommt die Gewißheit in unsere Herzen: ER hat mich wirklich ohne Bedingungen lieb und hat mich als Kind angenommen und hat meine Sünde und Versagen vergeben und meinen Tod besiegt und die Finsternis um und in mir gleich mit. Halleluja! – Das ist das Werk des Heiligen Geistes in uns: ER  bewirkt Freude und Gewißheit. Wir gut!!

Danke Jesus, Du hast den Weg zu Gott freigemacht. Ich brauche mich nicht mehr anstrengen und alles richtig machen. Ja, danke für die Vergebung!! Hilf, daß ich nun lebe, wie es Dir gefällt und danke für den Heiligen Geist, der mir dabei hilft!!

Ein zorniger Prophet – 06.10.2020

Ein zorniger Prophet – 06.10.2020

Du bist ein gnädiger und barmherziger Gott,
langmütig und reich an Huld!
Jona 4, 2

Nun wollte Gott also nicht die Stadt Ninive vernichten. Hm, dachte Jona, das ist nicht gut. Erst soll ich das Gericht über diese verhaßte Stadt verkünden, und dann überlegt Gott es sich anders …. und nur, weil sie alle Buße getan haben. Vielleicht war es gar nicht echt, vielleicht haben die nur geschauspielert? Nur so getan als ob? Na, so eine Blamage, ich bin ruiniert. Da hätte ich doch besser zu Hause bleiben sollen! Hab ich ja gleich gesagt! Genau darum wollte ich ja bis ans Ende der Welt fliehen! Ich wußte ja, Gott ist barmherzig, langmütig, gnädig und reich an Huld und es läßt Ihn diese Drohungen gereuen. Da nehme mir  lieber das Leben, denn so möchte ich nicht weiterleben! Besser sterben, als so zu leben.
Und Gott fragt in seinen Zorn hinein: Ist es richtig von dir, daß du so zornig bist?

Jona verließ die Stadt. Aber er war neugierig, was noch passieren könnte. Draußen vor der Stadt machte er sich ein kleines Dach aus Laub und wartete im Schatten ab. Gott ließ auch noch einen Rizinus-Strauch wachsen, der ihm zusätzlich Schatten gab; – der sollte seinen Ärger vertreiben. Jona freute sich über den Strauch. Doch am nächsten Morgen schickte Gott einen Wurm, der den Rizinus stach, so daß er starb und verdorrte. Und als ihn die Sonne mittags so richtig auf den Kopf stach, schickte Gott auch noch einen heißen Ostwind. Jona wurde fast ohnmächtig. Er meinte, wirklich, es ist besser zu sterben als so zu leben ….. Doch da war Gottes Stimme wieder und er hörte: Ist es richtig, wegen des Rizinus zornig zu werden? Und Jona antwortete Ihm: Ja, klar ist es richtig! Und auch, daß ich mir den Tod wünsche! – Und Gott  flüsterte leise in Jonas Ohr: Dir tut der Rizinus leid. Du hast nichts für ihn getan, ihn nicht gepflanzt, nicht begossen und nicht großgezogen. Über Nacht war er da und über Nacht ist er verdorrt. Und mir sollen die vielen Menschen in der Stadt nicht leidtun, 120 000 Menschen und dazu noch viel Vieh?

Das war eine harte Lehre für Jona. Ich denke, wir können uns gut mit ihm idendifizieren. Oder sind wir nie sauer, weil Gott andere segnet? Weil sie mehr haben als wir? Weil Gott sich um sie kümmert? Weil Gott sich um unseren Rat nicht kümmert? …… Wir sind im Stillen oft  zornig mit Gott und Seinen Entscheidungen! Und bedenken nicht, daß Er allwissend ist und wirklich an alles denkt. ER ist doch auch barmherzig, langmütig und gnädig zu mir!

Danke Vater im Himmel! Mein Zorn ist nur kindisches Unverständnis. Ne, da will ich Dir lieber vertrauen und dich im Voraus loben, denn Du denkst wirklich an alles, Du bist voller Barmherzigkeit und nicht voller Rachsucht …. Ehrlich, Vater, Du bist wunderbar!!

Vom HErrn kommt die Rettung – 05.10.2020

Vom HErrn kommt die Rettung – 05.10.2020

Vom HErrn kommt die Rettung.
Jona 2, 10

Der Fisch hatte Jona also ausgespuckt, und nun lag er im warmen, trockenen Sand und wärmte sich in der Sonne. Da erging schon wieder das Wort des HErrn an Jona. Wir dürfen uns vorstellen, daß inmitten dieser Idylle Jona plötzlich ganz laut in seinem Kopf die Stimme des HErrn hörte. Wort für Wort konnten die Propheten oft noch nach Jahren die Worte des HErrn wiederholen, so eindrucksvoll war so ein Ereignis. Jona wurde steif vor Schreck, Gott sagte: Mach dich auf, geh nach Ninive und droh ihr all das an, was ich dir sagen werde. – Jona hatte sich sehr erschreckt vor Gottes Stimme, aber er wagte es nicht, ein zweites Mal davon zulaufen. Er ging also tatsächlich in diese böse, gefährliche Stadt.  Dort fing er an zu rufen, der HErr vernichtet euch wegen eurer  Bosheit! Noch 40 Tage und ihr seid hinüber! – Er freute sich ja im Stillen darüber, daß Ninive ihre gerechte Strafe erfahren sollte, und seine Bußpredigt war nicht besonders ernst. Er predigte nur, weil Gott es so wollte, er selber hätte lieber gesehen, wie Gott  die Stadt zerschlug. Aber die Wirkung dieser „Nebenbei-Predigt“ war enorm. Die Leute glaubten es. Sie fingen  an zu fasten, zogen Bußkleider an. Sogar der König stand vom Thron auf, legte seinen Königsmantel ab und hüllte sich in ein Bußgewand und setzte sich in Asche. Er hatte solche Angst vor Gott und seinem Gericht, daß er ein allgemeines Fasten befahl, aber nicht nur für Menschen, sondern für die Tiere gleich mit. Jeder soll laut zu Gott rufen, jeder soll sich von seinem bösen Tun abwenden und dem Unrecht, das an seinen Händen klebt. Vielleicht bereut Gott, daß Er uns vernichten will …. Und Gott sah, die Leute wendeten sich von ihren bösen Taten ab. Da reute Ihn das Unheil, dass Er ihnen angedroht hatte, und Er setzte das Gericht aus.
Wann hast du das letzte Mal über deine Sünden geweint? Wann  tat es dir echt leid? So ein bißchen: Ja, ich bin auch nur ein Mensch, der Fehler macht ….. das reicht nicht aus. Gott ist dem Sünder gnädig, aber nur, wenn er es echt bereut und umkehrt von seinen Wegen. Dann wird dich Seine Gnade überfluten, und sonst wird dich Sein Gericht überkommen. Wir Christen sind sehr gut in allgemeiner, verschwommener Sündenerkenntnis, aber konkret werden, das wollen wir lieber nicht…… Ob das gut geht?

O HErr, ich bin ein Sünder! Ich habe gegen Dich getrozt und bin widerspenstig gewesen. Du hast mich so lieb, und ich habe Dich mißbraucht, so als Vergebungsmaschine….. HErr, es tut mir leid!! HErr, ich will Dich wieder lieben und Dir heiß und innig nachfolgen, nicht so lau wie bisher!!

Gottes Schutz

Gottes Schutz

Weil er an mir hängt, will ich ihn retten;
ich will ihn schützen, denn er kennt meinen Namen.
Psalm 91,14

Wir haben manchmal Angst und fürchten um unser Leben, um unsere Familie oder unseren Besitz, daß irgend jemand uns Schaden zufügen könnte. Doch Gott sagt hier sehr klar: Ich selber will ihn schützen! Da können wir unser Herz in Seiner Gegenwart beruhigen und gelassen bleiben. Doch manchmal, wenn jemand uns Schaden zugefügt hat oder seine Drohungen uns beunruhigen, kommen in uns Rachegedanken hoch. Wir wollen für uns selber und für unser gutes Recht kämpfen. Doch Gott hat andere Gedanken. ER will diesen Kampf nicht. ER will nicht, daß wir unser Herz dadurch beunruhigen und belasten. ER will unserem Gegner auch nicht schaden, sondern durch Seine Liebe überwältigen. Darum steht in Römer 12,17-21:
Vergeltet niemand Böses mit Bösem! Seid allen Menschen gegenüber auf Gutes bedacht! Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden! Rächt euch nicht selber, liebe Brüder, sondern laßt Raum für den Zorn Gottes; denn in der Schrift steht: Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der HErr. Vielmehr: Wenn dein Feind Hunger hat, gib ihm zu essen, wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken; tust du das, dann sammelst du glühende Kohlen auf sein Haupt. Laß dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute!

Danke, Jesus, Du hast mir alle meine Schuld vergeben. Du willst nicht, daß ich wieder schuldig werde und meinem Nächsten Böses antue. Dir kann ich mein Leben anvertrauen und brauche nicht mehr für mein Recht kämpfen; denn Du bist da! Bitte, segne Du meine Feinde und tue ihnen Gutes! Ich selber will mein Herz in Deiner Gegenwart beruhigen; denn Du hältst Deine starke Hand über mir, – bei Dir bin ich sicher und geborgen.

 

Jona III. – Die Rettung – 03.10.2020

Jona III. – Die Rettung – 03.10.2020

Was ich gelobt habe, will ich erfüllen.
Vom HErrn kommt die Rettung.
Jona 2, 10

Jona trieb nun im Meer, die Wellen gingen über seinen Kopf hinweg, und er ging unter. Bis an der Grund des Meeres sank er, und er sah keinen Ausweg mehr. Alles schlug über seinen Kopf zusammen, das ganze Unglück, das ganze Gericht Gottes über seinen Weg. Doch Gott hatte einen Ausweg: ER hatte vor Jahren schon einen speziellen riesigen Fisch erschaffen, der auf Jona wartete. Dieser Riesenfisch verschluckte Jona, so war er erst einmal gerettet. Dort, im Bauch des Fisches, saß Jona; – dunkel war es dort, und naß, und es roch fürchterlich. Doch, immerhin, er lebte noch. Drei Tage dauerte es, bis Jona sich aufraffte und dem HErrn die Ehre gab, solange lag er lieber im Elend. Erst einmal dankte er dem HErrn für diese Rettung, obwohl er auch hier keinen Ausweg sah, – aber er war ja noch am Leben und nicht ertrunken. Er hatte zum HErrn gerufen, als er dort so hilflos im Wasser schwamm. Und der HErr hatte ihn gerettet. Nun erneuerte er dem HErrn ein Gelübde: Ich will Dir opfern und laut dein Lob verkünden. Ja, was ich gelobt habe, das will ich erfüllen. Vom HErrn kommt die Rettung!
Als Gott das hörte, freute Er sich sehr, und Er befahl dem Fisch, Jona ans Land zu speien.
In jedem Leben gibt es Zeiten, da gehen einem die Wogen über den Kopf hinweg, da wird man zum Grund des Meeres gezogen und sieht keinen Ausweg mehr. Doch wenn wir zu Ihm rufen, so hört Er und hilft uns heraus aus dem Schlamassel und Elend. Wir machen gern große Versprechungen. Doch oft halten wir sie nicht. Das darf nicht sein! Dann kommt oft der zweite Untergang schnell nach dem ersten. Halte deine Gelübde, die du dem HErrn geweiht hast, sie sind Ihm heilig!! Dann speit der Fisch dich an Land und du kannst wieder fröhlich deinen Weg gehen; – aber diesmal hoffentlich auf Seinen Wegen.

Jesus, Du bist immer der HErr. Auch in meinem Leben. Manchmal gehe ich eigene Wege, doch Du holst mich immer wieder zurück. Ja, das ist gut! Ich will auf Deinen Wegen wandeln! Denn Du bist der HErr!

Die Wächter auf der Mauer – 02.10.2020

Die Wächter auf der Mauer – 02.10.2020

Auf deine Mauern, Jerusalem, stellte ich Wächter.
Weder bei Tag noch bei Nacht dürfen sie schweigen.
Ihr, die ihr den HErrn (an Zion) erinnern sollt,
gönnt euch keine Ruhe!
Jesaja 62, 6

Eigentlich ist die Rede von Jerusalem, der Stadt des Friedens. Gott beruft Menschen, für diese Stadt zu beten, bis Er sie wieder zu Ehren bringt. Doch wir dürfen diesen Vers frei auf unsere Fürbitte übertragen. Denn auch wir sind wie Wächter auf den Mauern, die die Stadt bewachen. Wir bewachen unsere Angehörigen, unsere Kollegen und Freunde, unsere Geschwister in der Gemeinde, sogar den Staat und die Städte. Wir sind die Armee des HErrn, der Großes durch unser Gebet bewirken will; – die Wächter des HErrn.
Wir dürfen Ihn erinnern an unsere Leute und die, die Er uns als Last aufs Herz gelegt hat. ER selber möchte, daß wir beten! Ihm sind die Hände gebunden, weil Er die Erde dem Menschen überlassen hat. Nur wenn Er gebeten wird, kann Er aktiv werden. Und deshalb beten wir und bitten nicht nur für Jerusalem, unsere Kirche und Gemeinde, sondern für alles, was Er uns aufs Herz legt.
Zuerst war es harte Arbeit für mich. Ich machte mir lange Listen mit Hunderten von Namen. Doch das hielt ich nicht lange durch. Dann teilte ich die Leute ein in 7 Abteilungen, für Montag, für Dienstag usw. Doch auch das hielt ich nicht lange durch. Es war gut gemeint, aber langweilige Arbeit.
Nun bete ich, wenn der HErr mir etwas zeigt. Und ich bin begeistert. ER zeigt mir auch, was Er für die Personen empfindet oder welche Pläne Er hat oder wo sie Befreiung brauchen. Die Resultate sind so, daß ich Lust zum Beten haben, zum Gebetskampf. Manchmal kommt man mit einmal Beten nicht durch, da braucht es lange Zeit. Doch der HErr hat bislang immer gewonnen, wenn ich so bete, wie Er möchte.
Natürlich ist die Gebetssprache meine „Geheimwaffe“. Da merke ich, ob ich „aggressiv“ gegen etwas bete oder schon den Lobpreis beten kann, wenn das Gebet durch ist. Da kommen Gedanken, wo die Probleme verborgen liegen könnten, da kommen auch Antworten von Gott.
Es ist leider kein Automatismus darin und es gibt keine Garantien, wie es ausgeht. Aber eins ist immer sicher: Gott segnet, weil wir für den andern bitten. Wir wollen diese Segensquelle mehr und mehr nutzen, und ganz unverkrampft beten, beim Abwasch, beim Autofahren, beim Melken, beim Rasenmähen und Holzhacken, überall, wo es geht, dürfen wir laut oder leise mit dem HErrn reden. Herrlich!!

Danke, JEsus, Du hörst Gebet!!!!!

Gott erwischt Jona  –  01.10.2020

Gott erwischt Jona  –  01.10.2020

Nehmt mich und werft mich ins Meer!
Jona 1, 12

Nun war Jona also auf dem Weg ans Ende der Welt, anstatt nach Ninive zu gehen, wie es Gott ihm befohlen hatte. Als das Schiff ablegte, rieb sich Jona zufrieden den Bart und meinte, na, das ist ja gerade noch einmal gut gegangen. – Und er legte sich in seine Koje und schlief. Doch der HErr war nicht dumm. ER ließ einen gewaltigen Sturm kommen, und das Schiff geriet in Schwierigkeiten. Sogar die Seeleute bekamen Angst und jeder schrie zu dem Gott, den er so kannte. Sie warfen sogar die Ladung ins Meer, um leichter zu werden. Doch es half nichts, der Sturm wurde immer schlimmer. Der Kapitän ging zu Jona und mußte ihn wecken: Steh auf, ruf deinen Gott an, vielleicht rettet dein Gott uns! – Die Seeleute warfen dann das Los, um zu sehen, wer die Schuld hat, und das Los fiel auf Jona. Da begriffen die Seeleute, denn Jona hatte ihnen erzählt, daß er auf der Flucht vor seinem Gott war. Sie bekamen Angst vor diesem großen Gott. Sie fragten Jona: Was sollen wir mit dir machen? Das Meer wird immer schlimmer, und du hast die Schuld! Dein Gott  wird uns alle im Meer ertrinken lassen …. Nein, sagte Jona, werft mich ins Meer, damit ihr verschont bleibt! Die Seeleute ruderten mit aller Kraft, doch es half nichts, das Meer wurde noch heftiger. Sie riefen zu Gott, dem HErrn, und versprachen Ihm alles mögliche. Vergibt uns, daß wir unschuldiges Blut vergießen, rechne es uns nicht an! – Und dann warfen sie Jona ins Meer. Sofort hörte der Wind auf und die Wogen beruhigten sich. Da bekamen die Männer große Furcht vor diesem mächtigen Gott, brachten Ihm ein Opfer und machten viele Gelübde.
Manchmal  ist es so, daß wir nicht auf Gott hören. Und wenn es uns dann schlecht geht, wissen wir eigentlich genau, was wir hätten tun sollen und immer hinausgeschoben haben. Wir haben Ihm den Gehorsam verweigert; – und nun geht´s uns schlecht. Bitte, mach dich sofort  auf und bringe diese Sache in Ordnung, egal was es kostet! Erst dann wirst du den Frieden wiederfinden. Bist du auf der Flucht vor Gott, und Er schickt dir Sturm, dann halt an und überlasse dich endlich deinem Gott, vertraue Ihm, Er wird alles wohl machen. Gib Ihm die Ehre und laß Ihn deinen HErrn sein. Dann wird alles in Ordnung kommen.

Danke Jesus, daß Du alle Schuld vergibst. Aber wenn wir nicht zu Dir kommen und unser Unrecht weiterhin pflegen, so kannst Du nichts für uns tun. HErr, vergib!! Hilf mir, meine Dinge in Ordnung zu bringen!! HErr, sei du mein König und HErr, ich will Dir gehören!!

Fürbitte: Leider ist Andrius gestorben. Der HErr meint, er wäre im Himmel besser aufgehoben. ER hat Andrius sehr, sehr lieb, so wie den Lazarus. Nun wollen wir für die Mama  und die Familie beten, damit Jesus sie trösten kann. Kein Trost geht tiefer als der Trost Gottes. – Danke für eure Fürbitte!!!