Der Ackerboden – 19.10.2017

Der Ackerboden – 19.10.2017

Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt dann Frucht.
Matthäus 13, 23
Der Samen ist das Wort Gottes; Jesus ist der Landwirt, der den Acker bestellt und den Samen aussät. Und der Acker ist unser Herz.
Wie ist der Boden in unserem Herzen? Kann er die Saat, das volle Evangelium, aufnehmen? Oder ist er steinig, oder voll Unkraut, besonders Dornen, oder ist es ein Durchgangsweg für vieles andere und das Wort Gottes wird schnell vergessen oder durch anderes verdrängt?
Der Landwirt macht den Boden urbar und fruchtbar. Er muß ihn pflügen und eggen, er muß das Unkraut beseitigen und die Steine einsammeln; – viel und schwere Arbeit! Erst dann kann er säen und düngen. Unser Herz wird von Gott gepflügt und geeggt, so daß es ordentlich weh tut. Aber so wie es war, so ein altes, dickes, fettes, faules Herz (Ich), kann für Gott nicht brauchbar sein. ER fühlt sich nicht wohl bei uns. Wir wollen fruchtbarer Boden sein für Gott, wollen viel, viel Frucht bringen, aber das Pflügen mögen wir nicht besonders. Und dabei sollten wir froh sein, wenn es unserem dicken Ich mal an den Kragen geht! Was wollen wir auch mit diesem überempfindlichen, egoistischen Ich? Es schreit ständig nach mehr Genuß, mehr Luxus, mehr Sorgen, mehr und mehr! Jesus will uns von unserem Ich befreien und alles neu machen. ER will uns nicht töten, so wie der feind, sondern zu neuem Leben bringen, zu einem Jesus-Leben. Dann finden wir Harmonie, Friede, Freude und haben obendrein ein sinnvolles, zielgerichtetes Leben! Nur: Es mußt gepflügt und geeggt werden! Es soll doch kein Unkraut wachsen?
Das Unkraut sind die Sorgen und der Betrug des Reichtums. Es erstickt das gute Wort Christi in uns. Wir werden wieder sorgenvoll, grämen uns, und sehen das Licht Jesu nicht mehr. Die Steine, die aufgesammelt werden, sind unsere Sünden, Leidenschaften und Genüsse. Sie müssen entfernt werden. Der Weg ist ein Bild für alle Gedanken und Einflüsse, die wir aufnehmen. Es bleibt in uns und manipuliert uns, es will unser Denken bestimmen. Doch wir richten unseren Blick lieber auf Jesus!
Jesus, ich möchte der Mensch werden, den Du Dir vorstellst! Dein Wesen soll mein Wesen prägen! Ich mag das Pflügen und Eggen gar nicht, aber es scheint keinen anderen Weg zu geben. Nun, dann will ich es annehmen und Dir danken, daß Du die Grenzen kennst. Du läßt mich nicht allein, wenn gepflügt wird! Danke für Deine Treue!!


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