Berufen zum Dienst – 25.08.2016

Geh und befrei mit der Kraft, die du hast, Israel aus der Faust Midians! Ja, Ich sende dich.
Richter 6, 14

Gott erteilt dem Gideon einen Auftrag, der ihm eigentlich viel zu groß ist. Gideon sah die Not im Land und litt darunter. Aber was sollte er dagegen tun? Und nun ruft Gott ihn. ER will, daß der kleine Gideon das Land befreit. Gideon sieht sich an und stellt fest, er ist irgendwie nicht der Richtige. Er hat keine Macht, keine besondere Stellung … er hat nichts, was ihn fähig machen könnte.
Doch Gott ist nicht dumm! ER hat sich die Sache sehr gut überlegt. ER wollte einen kleinen, normalen Menschen für diese Aufgabe. Den wollte ER ausrüsten und ihm wollte ER helfen. Wenn der mächtige Gott mit Gideon ist, wer könnte sich ihm widersetzen?
Gott sieht sich auch heute in unserem Land um, wo Leute sind, die Ihm vertrauen. Wenn sie die Not um sich herum sehen, kann es sein, daß ER sie beruft, diese Not zu heilen. Sie sollen es in der Kraft tun, die sie selber haben und in dem Vertrauen, daß der HErr hilft.
Wenn wir keinen direkten Auftrag Jesu haben, wird unsere Kraft schnell erlahmen. Darum ist die Berufung Gottes so wichtig! Wenn wir selber das Ziel und den Weg festlegen und Gott nur gebrauchen wollen, um unsere Arbeit abzusegnen, wird ER fernbleiben; – es ist unsere Sache. Aber wenn ER zu unserem Herzen spricht und wir gewiß sind: ER hat uns in diese Not gesandt, dann wird ER alles tun, damit wir den Auftrag erfolgreich erledigen. Dein Wille geschehe, nicht nur im Himmel, sondern auch hier auf der Erde!
Die Aufgaben, die Gott uns gibt, sind viel zu groß für uns. Wenn wir den Ruf annehmen, müssen wir voll auf Gott vertrauen; – ein wenig ist zu wenig. Es werden große Schwierigkeiten kommen, aber ER an unserer Seite ist noch viel größer. Nur durch dieses Vertrauen in Jesus können wir den Ruf annehmen und den Kampf gewinnen. Nur Mut! ER ist da!
Ein paar Verse vorher steht: Die Gott lieben sind wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Pracht! – Welch starke Verheißung für mutige Christen! Heute morgen war  draußen überall Nebel. Doch als die Sonne aufging, vertrieb sie den Nebel.

Danke, Jesus, Du bist meine Kraft und Stärke! Mit meiner Kraft und meinem Willen, mit Deiner Stärke, Macht und Gegenwart werden wir den Kampf gewinnen! Du bist es, der mich sendet in die Dunkelheit der Welt; – doch Du bist mein Licht. Es ist Dein Kampf, aber ich stelle mich Dir zur Verfügung, denn Du bist der HErr, der mich lieb hat.

Bibellese heute: Offenbarung 13, 1 – 18

Ein festes Herz – 24.08.2016

Es ist ein köstlich Ding, daß das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade.
Hebräer 13, 9

Gestern las ich eine kleine Abhandlung über den Gottesstreiter Simson. Im Buch der Richter finden wir seine Geschichte. Er erzielte große Erfolge für das Reich Gottes und besiegte viele Feinde. Doch dann fielen seine Augen auf Delila, eine schöne Frau aus dem Feindesland. Er verliebte sich bis über beide Ohren in sie. Doch sie entlockte ihm das Geheimnis seiner Kraft und raubte ihm seine Stärke. Da konnten die Feinde ihn überwältigen, sie stachen ihm die Augen aus (mit ihnen fing die Sünde an), fesselten ihn mit Ketten  und steckten ihn ins Gefängnis. Erst nach Jahren fand Simson seine Stärke wieder und besiegte im Sterben mehr Feinde wie im Leben. Gottes Segen lag auf seinem Leben und Gott liebte ihn. Aber sein Herz war nicht fest, er spielte mit den Leidenschaften. Der feind kannte seinen schwachen Punkt und konnte ihn dort besiegen und unschädlich machen.
Es gibt viele Große im Reich Gottes, die durch Sex, Macht oder Geld vom feind besiegt werden. Das ist möglich, wenn das Herz nicht fest ist. Nur wer ständig in der Gnade Jesu lebt und nicht ständig seine Augen umherschweifen läßt, steht fest. Wer mit der Sünde spielt, und sei es auch nur ein kleines bißchen, den wird der feind zu Fall bringen.
Gott möchte uns viel Kraft und andere Gaben anvertrauen, aber er kann uns das nicht zumuten. ER weiß, wir können damit nicht umgehen. Erst muß unser Herz fest werden durch Gnade.
Wenn wir mit Jesus zusammen leben und ständig Sein Angesicht suchen und nach Seiner Meinung fragen, wird unser Herz immer fester. Wenn wir Ihn an erste Stelle stellen und uns fernhalten von den Lüsten der Welt, stehen wir sicher. Wenn sich unsere Gedanken nicht mit den Gedanken und Slogans der Welt beschäftigen, sondern mit Ihm, bekommen wir das Neue Denken.
Nur so kann ein Mensch seinen Weg im Wohlgefallen Gottes gehen, wenn er sich hält an Gottes Wort und an unseren HErrn Jesus Christus.

Danke Jesus! Mit Dir zusammen bin ich stark. Halte Du mich fest, damit ich nicht zu Fall komme. Mein ganzes Streben soll sein, Dir zu gefallen. Ich will mich nicht infizieren lassen von den Gedanken der Welt, sondern Deine Werte, Vorstellungen und Gebote leben. Hilf mir dabei und leite mich mit Deinem Heiligen Geist!

Bibellese heute: Offenbarung 12, 1 – 18

Überfließende Gnade – 23.08.2016

HErr, geh weg von mir, ich bin ein Sünder!
Lukas 5, 8

Petrus war die ganze Nacht mit seinen Leuten auf dem See gewesen, doch die Fische waren heute nicht da. Keinen einzigen hatten sie gefangen. Müde sehnte er sich nach einem heißen Kaffee, Brötchen und Speck. Doch am Ufer stand Jesus und redete mit den Leuten. Sie standen dicht gedrängt um Jesus und hörten Ihm zu. Da sah Jesus Petrus an und bat ihn, Ihn ein kleines Stück vom Ufer wegzufahren, damit Er besser zu den Menschen sprechen konnte. Petrus war erschöpft, aber Jesus sah ihn so an, daß er nicht Nein sagen konnte. Er selber hörte aufmerksam zu. Seltsam, wie diese Worte sein Herz berührten! So redete kein Schriftgelehrter oder Priester.
Als Jesus mit Seiner Rede fertig war, sah Er Petrus wieder so an und sagte: Fahrt hinaus auf den See und werft eure Netze aus! Petrus dachte, die ganze Nacht haben wir erfolglos versucht, Fische zu fangen. Tags sind noch nie Fische da gewesen… Doch wenn dieser Mann es sagt, dann versuchen wir es noch einmal. Und tatsächlich, die Netze waren voller als jemals zuvor. Sie konnten sie allein nicht aus dem Wasser bekommen und riefen um Hilfe. Beide Boote wurden so voller Fische, daß sie drohten unterzugehen. Als Petrus das sah, begriff er langsam, was es mit diesem Mann auf sich hatte. Er fiel nieder vor Jesus und sagte: HErr, geh weg von mir, ich bin ein Sünder! – als wenn Jesus das nicht gewußt hätte. Aber es war dem Petrus neu. Er dachte immer, er wäre ein anständiger Mensch. Aber nun, in der Gegenwart Jesu, durchdrungen von Seinem Blick, sah er sich, wie Gott ihn sah: Ein Sünder durch und durch, nicht wert der himmlischen Herrlichkeit. Abgründe trennten ihn vom heiligen Gott. Jesus sagte zu ihm: Fürchte dich nicht! – denn heiliges Erschrecken und Angst hatten Petrus erfaßt. Von jetzt an wirst du Menschen fangen, – sagte Jesus. Petrus und seine Gefährten ließen nun alles stehen und liegen und folgten Jesus nach. Sie wußten: Jesus wußte alles und doch nahm Er sie nicht nur in Dienst, sondern vergab alle Schuld und Unheiligkeit und wollte gern mit ihnen zusammen sein, Freund mit ihnen sein. Der Heilige Gottes und die sündigen Menschen werden eins durch die überfließende Gnade.

Danke Jesus! Du zeigst mir meine Unheiligkeit und Unvollkommenheit und alle meine Sünden. Aber es ist Erlösung bei Dir! Deine überreiche Gnade erlöst mich, setzt mich wieder frei, vergibt und vergißt, schafft einen neuen Anfang und neues Leben … Du zeigst mir meine Sünden, damit ich Dich erkenne. Ja, Du bist mein Heiland, mein Gott und mein HErr!

Bibellese heute: Offenbarung 11, 15 – 19

Hoffnung – 22.08.2016

Denk an das Wort für deinen Knecht,
durch das Du mir Hoffnung gabst.
Psalm 119, 49

Hoffnung ist es, die uns durchträgt und fröhlich macht. Wir haben kein Beweis dafür, daß es wirklich so kommt, wie wir hoffen. Und doch macht uns die Hoffnung fröhlich, denn aus der Erfahrung heraus wissen wir, es wird kommen! Nur wenn die Erfahrung und alles andere gegen unseren Traum sprechen, dann verlieren wir den Mut und die Hoffnung auf das, was wir uns so sehr wünschen. Gott macht uns manchmal ganz persönlich ein Versprechen. Und dann erprobt ER uns, ob wir Ihm glauben oder unseren Erfahrungen und dem Reden anderer Menschen. Und selbst wenn alle Umstände dagegen sprechen, Gott wird immer Sein Wort halten. Laß Dich nicht irremachen, sondern vertraue Ihm stur, blind und ohne Kompromisse. Es ist Deine Entscheidung.
Jesus sagte einmal: Wenn Du glaubst, wirst Du meine Herrlichkeit sehen. Ja, wenn wir es schaffen, Ihm zu glauben, werden wir wirklich Wunder sehen! Dieser Glaube kann nicht von uns gemacht werden, sondern ist ein Wissen, das der Heilige Geist tief in unser Herz legt. Wir können es festhalten, wenn wir viel Gemeinschaft mit Ihm haben und uns ganz auf Ihn ausrichten. Wenn wir auf alles andere hören und uns von vielen, vielen anderen Dingen und Meinungen prägen lassen, geht dieser konkrete Glauben meistens verloren. Wieviel Gutes konnte Gott nicht tun, weil wir es nicht geglaubt haben!
Gott ist gut. Wenn mir manchmal der Glaube und die Hoffnung verloren geht, erinnert ER mich an Seine Verheißungen. ER macht es ganz sanft, ohne Vorwürfe. ER kennt ja meine Lage. Und dann kommt ein Bruder oder eine Schwester und sagt mir noch einmal den bestimmten Vers, den Gott mir schon persönlich gesagt hatte. Sie bestätigen meine Hoffnung, und ich kann sie wieder neu ergreifen und mein Herz wird wieder fröhlich.
Ja, Gottes Wort und Seine Verheißungen spenden Leben, machen fröhlich und lassen uns das Licht am Ende des dunklen Tunnels sehen.

Wie gut, Jesus, daß Du für uns da bist! Du gabst mir Dein festes Wort und ich will mich daran halten. Denn Du hast bislang immer Dein Wort gehalten und wirst es auch in meinem Fall machen. Du bist der HErr!

Bibellese heute: Offenbarung 11, 1 – 14

Frühstück – 21.08.2016

Sättige uns am Morgen mit Deiner Huld!
Dann wollen wir jubeln und uns freuen all unsre Tage. …
Es komme über uns die Güte des HErrn, unseres Gottes.
Laß das Werk unserer Hände gedeihen,
ja, laß gedeihen das Werk unserer Hände!
Psalm 90, 14.17

Mose hat diesen Psalm geschrieben. Er weiß, wie wichtig unser Tagesanfang ist! Jeden Morgen mußten die Israeliten hinausgehen und das Himmelsbrot, das Manna, einsammeln. Wenn die Sonne kam, schmolz es, – also mußte man früh aufstehen. Für uns, die Jesus liebhaben, bedeutet es: Wir stehen eher auf wie wir müssen und sammeln das Himmelsbrot Jesu, das Wort Gottes, damit wir satt werden, echt gesättigt, und wenn die Sonne aufgeht, gehen wir an unser Werk, gesättigt und voller Kraft.
Gottes Himmelsbrot läßt uns jubeln, es ist Nahrung für Herz und Seele, und auch für den Leib. (Ein fröhlicher Mensch wird nicht leicht krank, und wenn der Geist Gottes in einem Menschen wohnt, sorgt Er für Ordnung im Körper!)
Je mehr Streß uns am Tage bevorsteht, desto mehr wollen wir uns am Himmelsbrot sättigen. Wenn wir aufstehen und nur auf die bevorstehende Arbeit, die Unruhe und Schwierigkeiten sehen, verdunkelt sich unser Blick auf Jesus. Doch ER will es sein, der unsere Arbeit, unser Werk, segnet und gelingen läßt. Warum sollte ich alles allein bewältigen, wenn Jesus mir helfen will? Ich wäre ganz schön dumm …
Und so soll meine Seele singen: Lobe den HErrn, meine Seele, und alles in mir Seinen heiligen Namen! Lobe den HErrn, meine Seele, und vergiß nicht, was ER dir Gutes getan hat. (Ps. 103)
Mein Herz ist bereit, o Gott,
mein Herz ist bereit,
ich will Dir singen und spielen.
Wach auf, meine Seele!
Wach auf, Harfe und Saitenspiel!
Ich will das Morgenrot wecken. …
Denn Deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,
Deine Treue, so weit die Wolken ziehn.
(aus Ps. 108)

Danke Jesus! Du stärkst mich jeden Morgen für den neuen Tag! Du gibst mir Ziele, Hoffnung, Kraft, Freude …. alles, was mir nötig ist! Wie gut, daß ich nicht alles allein bewältigen muß, sondern daß Du mir segnend und helfend zur Seite stehst!!

Bibellese heute: Offenbarung 10, 1 – 11

Der Kampf – 20.08.2016

Ich lasse Dich nicht los, wenn Du mich nicht segnest.
1. Mose, Genesis 32, 27

Eine seltsame Geschichte ist das. Jakob kommt nach seinem Betrug nach etlichen Jahren wieder nach Hause, doch sein Bruder zieht ihm mit 400 schwerbewaffneten Männern entgegen. Jakob bringt seine Familie und seinen ganzen Reichtum über den Fluß, blieb aber selber allein zurück. Da machte sich die Angst in seinem Herzen breit, die Angst vor Rache und Vergeltung und vor der Zukunft. Gott hatte ihn so sehr gesegnet und so große Zusagen gegeben, doch er, wer war er? – ein Betrüger, ein listiger Gauner. Gott selber stellte ihm seine ganze Schuld und Versagen vor Augen; – eine schreckliche Nacht. Da kam ein Mann, er war kein Mensch und auch kein Engel. Er rang mit Jakob, doch konnte ihn nicht besiegen. Da schlug er ihm aufs Hüftgelenk, so daß Jakob seitdem humpelte. Doch Jakob gab nicht auf und hängte sich dem Mann an den Hals und sagte: Ich lasse Dich nicht los, wenn Du mich nicht segnest! Der Mann sagte: Du sollst ab jetzt Israel heißen, das heißt: Gottesstreiter, denn du hast mit Gott und Menschen gekämpft und hast gewonnen. Der Mann sagte seinen Namen nicht, aber Jakob sagte hinterher: Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen und bin doch mit dem Leben davongekommen. Nun konnte er getrost und gelassen seinem Bruder gegenübertreten, – die Angst war weg, er war ein Gesegneter des HErrn. Manchmal müssen wir mit Gott kämpfen. ER stellt sich uns in den Weg der Sorglosigkeit und Bequemlichkeit, oder der Bitterkeit und des Stolzes. ER hält uns all unser Versagen vor und will Gericht halten über uns. Schrecklich sind solche Nächte! Jakob hat das Richtige getan, er hat sich an den Mann gehängt und ihn nicht mehr losgelassen, bis der Mann ihn segnete. So können wir es auch machen, so können wir als Sieger aus dem Kampf hervorgehen: Wenn wir uns an den Mann Gottes, an Jesus hängen. Der Kampf dauert, bis wir all unser Versagen und unsere Ängste auf Ihn abgeladen haben. Dann kommt die Ruhe und die Freude ins Herz: Mit Gott und Menschen, mit allen Anklägern, habe ich gekämpft, doch ich bin Sieger geblieben, denn ich habe mich an Jesus geklammert, bis Er mir meine Lasten abgenommen hat! Nun bin ich froh und frei, denn ich bin ein Gesegneter des HErrn!

Danke, Jesus, Du willst nicht mein Verderben! Du kämpfst mit mir, damit ich mich an Dich klammere und Dir alles überlasse. Es ist Dir nicht gleichgültig, welchen Weg ich wähle, – den bequemen, der ins Verderben führt, oder den engen, steilen, der in den Himmel führt. Danke, daß Du mich nicht mich selbst überläßt, sondern helfend eingreifst!

Bibellese heute: Offenbarung 9, 13 – 21

Leben im Licht – 18.08.2016

Jesus sagt:
Wenn du eine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, so laß deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe.
Matthäus 5, 23f.

Ein reines Herz ist Gott so wichtig, daß Er alle Gaben und Opfer für Ihn hintenanstellt. ER mag es, wenn man Ihn ehrt und lobt, aber ER mag es noch mehr, wenn Geschwister in Frieden leben. ER sieht das Herz an, und wenn es befleckt ist, – wie kann ER da ein Opfer annehmen? Alles, was Menschen voneinander trennt und was Menschen von Gott trennt, kann man mit dem Wort „Schuld“ zusammenfassen. Wer schuldig ist, kann dem andern nicht offen in die Augen sehen, an wem Schuld begangen wurde, der ist mißtraurisch …
Manchmal ist man wirklich schuld. Man war unfreundlich, ohne Erbarmen, voller Stolz, hat vielleicht nicht die ganze Wahrheit gesagt, hat sich vielleicht etwas auf Lebenszeit „geliehen“ …. Das soll alles sogar bei Christen vorkommen; – es sind ja Menschen und keine Engel. Klar, die eigene Schuld muß man sich von Jesus vergeben lassen und bei den Menschen wiedergutmachen.
Es gibt manchmal ein Schuldgefühl. Da schlägt ein Junge mit einem Stock gegen einen Leitungsmast und in der ganzen Stadt fällt der Strom aus. Er traut sich gar nicht mehr nach Hause. Doch er war gar nicht die Ursache; – zeitgleich gab es einen Kurzschluß, der den Stromausfall verursachte. „Eingebildete“ Schuld, Schuldgefühl …
Manchmal machen uns andere ein schlechtes Gewissen. Sie meinen dies und das sei Sünde und wir fühlen uns schuldig. Projektion und Gesetzlichkeit ist das.
Manchmal begeht jemand etwas Böses gegen uns, das ist Schuld, die uns angetan wurde. Manchmal denken wir nur, die andern denken schlecht über uns. Manchmal will uns jemand etwas Gutes und wir fühlen uns angegriffen …. Es gibt so viele Formen von Schuld! Aber immer trennt sie Menschen voneinander und von Gott.
Jesus möchte, daß in Seiner Gemeinde die Menschen im Licht leben und fröhlich und unbefangen miteinander sind. Das geht nur, wenn Schuld aller Art beseitigt ist. ER mag es, wenn man Sein Opfer am Kreuz in Anspruch nimmt und um Vergebung bittet. ER ist ja für Sünder gestorben, nicht für Heilige. Aber ER weiß auch, wie sehr wir vergeben müssen. Nichts, auch nicht die kleinste Kleinigkeit soll in unserem Herzen für Unruhe und bittere Stimmung sorgen. Im Licht sollen wir leben! ER durchleuchtet uns gern und zeigt uns, wo noch bittere Wurzeln sind, damit sie ans Licht gezogen und hinausgeworfen werden.

Danke, Jesus, Du vergibst! Ich will auch meinen Schuldigern vergeben, hilf mir dabei! Denn es ist nicht einfach für mich. Hilf mir auch dabei, den Schaden, den ich angerichtet habe, wieder gut zu machen. Danke, daß Du wirklich hilfst, wenn ich nach Deinem Gebot handle. Du bist mein Helfer!

Bibellese heute: Offenbarung 8, 1 – 13

Der große Tag – 17.08.2016

Der HErr brüllt vom Zion her,
aus Jerusalem dröhnt Seine Stimme,
so daß Himmel und Erde erbeben.
Doch für Sein Volk ist der HErr eine Zuflucht,
ER ist eine Burg für Israels Söhne.
Joel 4, 16

Der Prophet Joel schreibt sehr deutlich über die Wiederkunft Jesu. ER ist einmal als kleines Kind in die Welt gekommen und ER wird als mächtiger König am Ende der Zeiten noch einmal kommen. ER wird Ordnung machen nach Gottes Vorstellungen und die Ungerechtigkeit, das Morden und Toben der Frevler beenden. Seine Stimme ist mächtig, mächtiger wie der lauteste Donner. Sie geht um die ganze Erde. Himmel und Erde erbeben vor Furcht, und auch die Menschen. Doch für Seine Leute ist dieses Brüllen und Dröhnen Jesu Musik in den Ohren, denn sie wissen, ihr HErr kommt um sie zu befreien.
Im Fernsehen und Filmen werden die Christen oft als schwache, dumme Leute dargestellt. Sie kommen wegen ihrer Dummheit in Schwierigkeiten und irgend ein Held, ob Old Shatterhand, Winnetou oder Superman, muß sie retten; – sie selbst können es nicht und Jesus ist anscheinend weit, weit weg. Dieses Bild, das in Filmen und Talkshows vermittelt wird, ist ganz sicher falsch oder bezieht sich nur auf Christen, die steif und konservativ ihre Vorstellungen und Gesetze leben, aber keine Verbindung mehr zum lebendigen HErrn haben. Aber ob das überhaupt Christen sind?
Die Bibel und die Geschichte der Christen zeigen ein anderes Bild: Durch den Heiligen Geist werden die Christen mutig. Sie sind ein fröhliches Volk, selbst in Verfolgung. Die Gegner haben die Macht über ihr Leben, aber sie haben Macht über den Tod. Sie besiegen durch ihren Glauben Königreiche. Denn Gott selber steht ihnen bei.
So ist die Stimme Jesu für Gottes Kinder Musik in den Ohren: Sie werden nun erlöst! – und für die Frevler und die, die sich gegen Jesus stellen, löst die Stimme Jesu Angst und Schrecken aus.
ER kommt, um Sein Volk zu retten und zu sich zu nehmen. ER ist der König, der nicht ein einziges Kind verliert, weil Er alle im Blick hat. Nicht einer wird vergessen oder verlassen werden, ER sammelt sie alle um sich.
Die Kraft des Glaubens wird wirklich Berge versetzen; – Gott reagiert auf unser Gebet! Seine Gegenwart ist mächtig und spürbar. Heilungen werden geschehen, kleine Leute werden mutig, die einen werden Träume haben, andere Worte von Gott hören. ER regiert innerhalb Seines Volkes, ER ist ihr Gott und sie sind Sein geliebtes Volk.
Wir brauchen keine Furcht vor der letzten Zeit haben, denn ER ist da. Die Katastrophen sind das Brüllen des HErrn, für die einen zum Gericht und für uns zur Rettung. ER paßt auf Seine Kinder auf!

Danke, Jesus, Du bist kein harmloses, schwaches, hilfloses Lamm. Du bist der König der Könige. Alle Engelsheere hören auf Dein Wort. Du wirst mich nie allein lassen oder vergessen, denn ich bin Dein Kind.

Bibellese heute: Offenbarung 7, 1 – 17

Groll, Bitterkeit und Finsternis – 16.08.2016

Gott ist Licht, und keine Finsternis ist in Ihm. Wenn wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit Ihm haben, und doch in der Finsternis leben, lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn wir aber im Licht leben, wie Er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Seines Sohnes Jesus reinigt uns von aller Sünde.
1. Johannes-Brief 1, 5ff.

Manche Christen glauben alles, was in der Bibel steht. Sie beten und gehen zum Gottesdienst. Und doch ist es finster in ihrem Herzen. Keine Freude, kein Friede. Hat Gott mich vergessen? – fragen sie. Nein, Gott hat sie nicht vergessen. ER wartet sehnsüchtig auf dieses Kind Gottes, wann es endlich den richtigen Weg findet! Schon als kleines Kind fühlen sich manche übergangen; – der ältere Bruder oder Schwester konnte alles besser. In der Schule oder Kindergarten wurde die eigene Leistung und der gute Wille nicht anerkannt. In der Ehe weiß der Ehegatte die Bemühungen nicht zu schätzen; – der denkt nur an sich selber. Im Berufsleben werden sie an die Seite gedrängt und andere bekommen ein Lob für ihre Arbeit, aber sie nicht. So entwickelt sich Selbstmitleid und stiller, leiser Groll. Keiner mag mich, keiner hat mich lieb! Sie werden zu grauen Mäusen, die ihr Leben irgendwo im Hintergrund vor sich hin leben. Bei manchen entwickelt sich eine Migraine oder andere Krankheiten durch diesen stillen, immerwährenden Groll.
Wenn sie dann Christen werden, haben sie es schwer von dieser Haltung wegzukommen. Sie sehen, wie andere sich freuen und stehen selber im Dunkeln. Sie sehen bei andern Gebetserhörungen und haben selber keine … Hat Gott sie denn vergessen? Gelten die Verheißungen nur für andere?
Es gibt für diese Menschen eine gute Nachricht: Heute will Gott es ändern, heute will Er Dich befreien!
Gottes Sicht der Dinge ist so: Er sieht Groll, Bitterkeit, Stolz, Eigensinn und Selbstmitleid als Sünde an, denn es trennt den Menschen vom Licht. Es ist Finsternis! ER möchte nun diese Finsternis erleuchten, unser eigentliches Problem ans Licht bringen und lösen. Bist du bereit?
Was der HErr Dir zeigt, das bekenne als Deine Sünde. Dann kann Er sie vergeben und Dich reinigen. Dann kann Er Dich aus dieser Finsternis ins Licht holen und Er kann mit Dir Gemeinschaft haben, und die christlichen Geschwister können Gemeinschaft mit Dir haben. ER liebt Sein Kind, darum vergibt Er so gerne! Darum deckt Er gern diese versteckten Sünden auf und reinigt uns davon! Komm ans Licht! Und bleibe im Licht! Wenn Groll und Selbstmitleid wiederkommen, wirf sie wieder hinaus! Denk an Deine Entscheidung: Es ist Sünde, die Gott vergeben hat. Ich will nicht zurück in die Finsternis!!

Danke, Jesus, mit Dir wird meine Finsternis hell! Du bist der Gott, der mir vergibt, der alles Verborgene aufdeckt, damit es geheilt werden kann, und der gerne Gemeinschaft mit mir haben will. Ja, Jesus, ich komme!

Bibellese heute: Offenbarung 6, 1 – 17

Der Sunt und die Sünde – 15.08.2016

Seht her, die Hand des HErrn ist nicht zu kurz,
um zu helfen,
Sein Ohr ist nicht schwerhörig,
so daß Er nicht hört.
Nein, was zwischen euch und eurem Gott steht,
das sind eure Vergehen;
eure Sünden verdecken Sein Gesicht,
so daß Er euch nicht hört.
Jesaja 59, 1f.

Als die ersten Missionare von Irland nach Germanien kamen, fanden sie kein Wort für Sünde; – die Germanen kannten es nicht. Sie überlegten lange und fanden dann ein Wort, daß jeder Germane verstand und das Sünde treffend beschreibt. Sünde kommt vom Wort Sunt. Ein Sunt trennt zwei Inseln oder Festland voneinander, es ist eine enge, tiefe Meeresstraße. In Dänemark gibt es diese Sunts.
So konnten nun die alten Germanen Sünde verstehen: Sie trennt von Gott, sie trennt unsere Welt vom Reich Gottes. Sie trennt auch jeden Menschen und jeden Christen von Seinem HErrn.
So kann man gut verstehen, warum es dem HErrn so wichtig ist, daß wir ohne Sünde leben. Und warum unser Vater im Himmel alles dafür gab, damit die Sünde nicht herrscht, sondern immer schnellstens vergeben und bereinigt werden soll. ER ist der Vater, der uns liebt, Ihm tut die Trennung von Seinen Kindern selber weh.
Es fällt uns schwer, Sünde zu bekennen. Lieber erfinden wir 1000 Entschuldigungen oder schieben die Schuld dem andern zu. Die Sünde, die uns vielleicht am meisten zu schaffen macht, ist die Unvergebenheit. Wir selber möchten, daß uns unsere Schuld vergeben wird, aber wir halten die Schuld anderer fest im Herzen. Wie schlecht die sind! Wie können sie so denken, reden, handeln! So etwas muß Gott strafen!! – und die eigene Sünde redet man klein…
Sünde ist Trennung von dem Gott, der Leben schenkt. Wie kann man als Christ fröhlich leben, wenn man nicht vergibt, sondern der Bitterkeit und dem Groll Raum gibt? Gott kann diesen Zustand nicht segnen!
Wir haben einen großen Apfelbaum. Als wir die Äpfel essen wollten, sahen wir, daß die Würmer schneller als wir gewesen sind. So kleine Würmer haben die Äpfel alle angekaut und ungenießbar gemacht! Es war kein großes Unwetter, kein Sturm oder Hagel, nein, es waren diese kleinen Würmer. So ist es bei uns Christen: Die großen Dinge sind meist alle bereinigt, aber die tausend Kleinigkeiten, der kleine Groll, der Richtgeist, der Stolz, die Unfreundlichkeiten … das sind die Dinge, die uns von Gott trennen.
Gott vergibt gern, denn ER liebt Seine Kinder. Wenn wir unsere Sünde durch die Hilfe des Heiligen Geistes erkennen und bekennen, so ist Er treu und gerecht und vergibt. Dann gibt es eine Brücke über den Sunt, das ist das Kreuz Jesu.

Danke, Vater, Du bist nicht nachtragend, sondern vergibst gern! Du darfst mich durchleuchten, ob da noch Groll, Habgier, Bitterkeit, Stolz, Unvergebenheit und andere Dinge sind. Bringe sie ans Licht, damit sie vergeben und bereinigt werden können! Ja, Vater, ich will im Licht leben!

Bibellese heute: Offenbarung 5, 1 – 14