Ein fröhliches Fasten – 20.02.2018

Ein fröhliches Fasten – 20.02.2018

Jesus sagt:
Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler.
Matthäus 6, 16
… Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, daß sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, daß du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. (V. 16 – 18)
Jesus hat eine ganz andere Auffassung von Fasten wie wir. Wir meinen, es ist Verzicht. Jesus dagegen sagt, es ist eine fröhliche Angelegenheit. Wir stöhnen und seufzen, – Jesus meint: Sei fröhlich! Wir verzichten auf Essen und allem, und Jesus meint: Tue etwas! Seltsam, wie sehr unsere Vorstellungen auseinander gehen.
Gott untersucht unsere Herzen und unsere Einstellung sehr gründlich, wenn wir fasten. Wenn wir von Ihm etwas durch unser Fasten erzwingen wollen, bleibt ER taub. Wenn es unsere „Abarbeitung“ von Schuld, unsere Buße ist, dreht ER sich weg. Wenn wir leiden wollen um heiliger zu sein, kommen Ihm die Tränen. Wenn es für uns nur Trübsinn und Qual ist, schüttelt ER den Kopf über uns. Alles nur Menschenwerk, kein Evangelium, keine frohe Botschaft, nur Selbst-Erlösung, Selbst-Betrug!
In Jesaja 58 wird beschrieben, wie Gott sich ein Fasten wünscht: Bezahle deine Schulden! Gib dem Tagelöhner sofort seinen Lohn und laß ihn nicht warten! Erlaß einem treuen Schuldner seine Schuld, wenn er sie nicht bezahlen kann! Gib endlich die geliehenen Bücher und Dinge zurück! Opfere deine Zeit dem, der sie braucht, besonders deinen eigenen Kindern! Geh mal mit deiner Frau ins Restaurant! Tu was, was Ihm Freude macht!
Du merkst, Jesus hat keine Freude an deinem Kampf, sondern daran, daß Du nach Seinem Wort lebst. Das ist ein richtiges Fasten!
Früher habe ich oft tagelang gefastet und nichts gegessen. Vor einiger Zeit wollte ich wieder damit anfangen, und ich fragte den HErrn, auf was ich verzichten sollte. Er meinte, auf gar nichts. Und, fragte ich? Na, sagte ER: Opfere deine Zeit, kümmere dich um Dinge, die sonst liegen bleiben. Gib mir deine Zeit, deine Kraft, deinen Mund. Ich werde es gebrauchen. 
Und so bin ich nun schon einige Zeit regelmäßig am fasten. Ich verzichte nicht, sondern tue die Dinge, die Ihm gefallen. Und wenn ich keine Zeit zum Essen habe, so ist es auch gut für mich. Ich gehöre Ihm, und Er bestimmt mich. 
So ein Fasten ist echt ein Abenteuer, im Gebet und im Handeln. Und es ist so befreiend! Es gibt keinen Druck, keinen harten Verzicht, es gibt nur die Liebe, die mich antreibt. Ja, da könnte man ewig fasten!
Danke Jesus, daß Du mich gebrauchen kannst! Du, es macht Spaß und Freude, Deinen Willen zu tun. Zuerst sieht alles so trübselig aus, doch mit Dir bekommt es Leben. Sogar das Beten wird zu einer spannenden Sache! Oh, Jesus, wie gut, wie anders, wie überraschend Du immer bist! Ich liebe Dich!!
Jesaja 58, 3 – 8
3 Warum fasten wir und du siehst es nicht? Warum haben wir uns gedemütigt und du weißt es nicht? Seht, an euren Fasttagen macht ihr Geschäfte und alle eure Arbeiter treibt ihr an.
4 Seht, ihr fastet und es gibt Streit und Zank und ihr schlagt zu mit roher Gewalt. So wie ihr jetzt fastet, verschafft ihr eurer Stimme droben kein Gehör.
5 Ist das ein Fasten, wie ich es wünsche, ein Tag, an dem sich der Mensch demütigt: wenn man den Kopf hängen lässt wie eine Binse, wenn man sich mit Sack und Asche bedeckt? Nennst du das ein Fasten und einen Tag, der dem HERRN gefällt?
6 Ist nicht das ein Fasten, wie ich es wünsche: die Fesseln des Unrechts zu lösen, die Stricke des Jochs zu entfernen, Unterdrückte freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen?
7 Bedeutet es nicht, dem Hungrigen dein Brot zu brechen, obdachlose Arme ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deiner Verwandtschaft nicht zu entziehen?
8 Dann wird dein Licht hervorbrechen wie das Morgenrot und deine Heilung wird schnell gedeihen.


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