Der Trost Israels – 16.09.2020

Der Trost Israels – 16.09.2020

Und siehe, in Jerusalem lebte ein Mann namens Simeon. Dieser Mann war gerecht und fromm und wartete auf den Trost Israels und der Heilige Geist ruhte auf ihm.
Lukas 2, 25

Ist ja interessant, wie hier in ganz wenigen Worten ein echter Mann beschrieben wird, ein gottesfürchtiger Mann, der dem Herzen Gottes ganz, ganz nahe war. Einer von Gottes Lieblingen, denen Er Geheimnisse anvertraute.
Der Trost Israels ist Jesus, – auf den wartete Simeon. Er wartete nicht auf die sechs Richtigen im Lotto, nicht auf gute Stimmung bei seiner Frau, nicht auf Sonderangebote für den Urlaub, nicht auf ein Ende der Epidemie, nicht auf dies und nicht auf das. (Auf was wartest Du?)
Er wartete auf den Trost, denn er brauchte unbedingt Trost im Leben. Genau wie ich. Manchmal denke ich, ich habe mich umsonst abgemüht und alles bricht zusammen und nichts bleibt übrig; – umsonst gearbeitet, umsonst gelebt.
Dann kommt der Gedanke, daß es nicht meine Sache ist, Frucht zu erzeugen. Säen sollen wir das Wort, und das Land wässern und düngen, Unkraut ausreißen, aber Wetter und Wachstum liegen allein in Gottes Hand. Ich bin still in der Gegenwart des HErrn und Er legt Seinen Trost in mein Herz. Es dauert nicht lange, bis Sein Wort wirkt und ich neuen Mut habe und sogar fröhlich bin: ER ist HErr, nicht ich; – wie gut!
Sein Trost wirkt sehr, sehr tief. Sein Trost verändert Denken und Fühlen. Sein Trost verändert die Sicht auf eine Sache. Dann suchen wir keine Schuldigen mehr, dann kommen keine Rachegedanken mehr hoch, dann kommt der Friede Gottes ins Herz.
Manchmal fällt es mir schwer, alles Gott zu überlassen. Ich sehe das Unrecht sehr genau. Und ich entrüste mich. Doch das alles hilft nicht weiter, es macht mich nur unruhig, mürrisch und bitter. Dann muß ich mich wieder daran erinnern: Ich habe alles Gott überlassen, auch meine Rache, auch die ganzen „dummen Zufälle“, die gegen mich waren. Auch die Lügen, die verbreitet werden, und das ganze Gerede über mich. Alles Ihm überlassen, das ist manchmal ganz schön schwer.
Aber wenn ich den Kampf gewonnen habe und Ihm wirklich alles überlassen habe, dann sehe ich die Dinge oft mit Seinen Augen und staune über Seine Weisheit. Dann erscheint mir alles richtig. Und dann werde ich wieder ruhig und getrost: Ja, ER ist mein Trost; – und ich brauche diesen Trost oft ganz dringend.
Trost hat die Bedeutung, daß jemand wieder aufgerichtet wird. Es bleibt nicht allein beim Bemitleiden, sondern hat Auswirkungen, ist ein Mutmachen, ein Wieder- Aufstehen.

Danke Jesus, Du bist mein Trost! Du richtest mich wieder auf, gibst mir neuen Mut und lenkst meine Füße und Gedanken auf neue, gute Ziele! Danke!!


Kommentar verfassen