Abba, Pappa – 03.08.2020

Abba, Pappa – 03.08.2020

Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so daß ihr euch immer noch fürchten müßtet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater! So bezeugt der Geist selber unserm Geist, daß wir Kinder Gottes sind.
Römer 8,15f

Mein Vater war Seemann. Die meiste Zeit meiner Kindheit war er auf Reisen und selten zu Hause. Er mußte doch für die Familie sorgen! Doch für uns Kinder war das nicht gut. Ich wußte wohl, das es mein Vater ist, aber ich hatte keine innige Beziehung zu ihm; eigentlich hatte ich immer so eine unbestimmte Angst vor ihm.
So geht es vielen Menschen in ihrer Beziehung zu Gott: Sie wissen, ER ist ihr Schöpfer, sie wissen sogar, daß Gott sie lieb hat, aber sie haben trotzdem diese unbestimmte Furcht vor Gott in sich und haben ständig Angst vor Gottes Strafe.
Aber, so wie sich mein Vater nach einem herzlichen Verhältnis zu seinen Kindern sehnte, so sehnt sich Gottes Herz nach uns! ER möchte gern unser Papa sein, nicht nur förmlich mit „Himmlischer Vater“ angeredet werden. Gott weiß, wir können das irgendwie nicht, und deshalb sendet Er uns Seinen Heiligen Geist, der unserem Herzen klar macht, daß wir wirklich Kinder sind.
Kinder sind unbeschwert, weil ihr Papa für alles sorgt. Kinder sind fröhlich und lebendig; weil sie sich beim Papa sicher fühlen. Kinder sind voller Hoffnung und tatendurstig, weil ihr Papa ihnen Mut, Selbstwertgefühl und Zuversicht gibt. (Mein Verhältnis zu meinem Vater hat sich nachher geändert und wir haben einander herzlich lieb gehabt. Er ist nun im Himmel und wenn ich ihn dort wiedertreffe, gibt es ein herzliches Wiedersehen!)

Ja, Vater, ich habe Dich lieb und Du hast mich lieb! Ich freue mich auf diesen Tag mit Dir; an Deiner Hand kann ich fröhlich meinen Weg gehen. Ach, ist es gut, daß ich Dich nicht fürchten brauche, welch eine Erleichterung!!


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