Zerstörte Hoffnung – 23.01.2018

Zerstörte Hoffnung – 23.01.2018

Wir aber hatten gehofft, daß Er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag ….
Lukas 24, 21
Die Jünger waren unterwegs nach einem Dorf bei Jerusalem. Da kam Jesus, der gekreuzigt war, zu ihnen und ging mit ihnen den Weg. IHM klagten sie ihr Leid: ER, an den wir geglaubt haben, dem wir unser Leben gegeben hatten, der unsere Hoffnung war, ER ist jämmerlich am Kreuz gestorben. Da war nichts mehr mit göttlicher Kraft, nur Elend und Schmerz. Unsere Welt, unsere Hoffnung, unser Glaube, alles ist zerbrochen. Für Ihn haben wir gelebt und jetzt? Alles zerbrochen und kaputt …
Jesus versteht die Gedanken und Gefühle Seiner Jünger. Darum ist ER hier. ER erklärt ihnen die Schrift und sagt ihnen, wie die Dinge von Gott her aussehen. Am Ende erkennen sie Ihn als ihren geliebten HErrn. Doch Er verschwand …
Wir haben oft falsche Ansichten über Jesus, Gott und die Welt. Wie oft wollte ich schon Jesus überzeugen, bestimmte Dinge zu tun! Von meinem Standpunkt aus wäre es richtig gewesen, aber Gott hatte oft eine andere Meinung. Jetzt muß ich sagen, Gott hatte Recht, aber damals war es oft eine herbe, bittere Enttäuschung. ER reagierte nicht so, wie ich es erwartet hatte. Schlimm für mich und meinen Glauben!
Heute dachte ich oft an einen Mann, – vielleicht Teerstegen, der viele tiefe Kirchenlieder geschrieben hatte, die unser Herz immer noch anrühren, – er hatte im dreißigjährigen Krieg viele seiner Kinder verloren, eins nach dem andern starb. Da half kein Beten, kein Proklamieren, keine geistliche Kampfführung …. nichts half. Und dennoch erhob er nach all dem Leid sein Haupt und sagte: Mein Heiland, mein Erlöser lebt! Sein Wille geschehe, denn ER ist der HErr, der Seine Kinder lieb hat. – In all dem Leid muß er Jesu Trost und Nähe ganz stark empfunden haben, sonst wäre es nicht möglich gewesen, hinterher solche tiefen Glaubenslieder zu schreiben. Seine Hoffnung wurde zerstört, aber sein Glaube wuchs. Das geht nur, indem wir den lebendigen HErrn selber kennen. Mit theologischen Lehren kommen wir nicht durch so ein Elend. Nur wenn ER uns an die Hand nimmt, uns über den Kopf streicht und sagt: Vertraue mir, Ich führe Dich immer richtig, auch wenn es über alles Verstehen und Begreifen geht.
Heute war mein Kleiner krank. Ich mußte ihm eine kleine Eiterbeule aufstechen. Doch er fürchtete um sein Leben. Doch dann entschied er sich, mir zu vertrauen. Und es hat funktioniert: Ohne Schmerz konnte die Blase aufgestochen werden und der Eiter konnte ablaufen. Er kennt mich und weiß, daß ich ihn liebe; darum kann er mir vertrauen. So ist es mit dem HErrn in schweren Zeiten, wenn unsere Hoffnung zerstört wird und unsere Ansichten über Gott und Jesus der Wirklichkeit nicht standhalten: Jesus als Person ist echt.
Danke Jesus, ich kann Dir vertrauen!


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