Unglaube, Faulheit und Angst – 13.06.2017

Unglaube, Faulheit und Angst – 13.06.2017

Jesus sagte zu dem Kranken:
Steh auf, nimm deine Bahre und geh!
Johannes 5, 8
Jesus war in Jerusalem zu einem Fest. In Jerusalem gab es einen Teich zu dem einige Hallen gehörten. Dort lagen die Kranken und warteten, daß sich das Wasser bewegte. Wer dann als erster hineinsprang wurde geheilt. Dort lag ein Mann schon 38 Jahre lang. Als Jesus erkannte, wie lange der Mann schon dort lag, fragte ER ihn: Willst du gesund werden? Und er antwortete: Keiner hilft mir ins Wasser, wenn es sich bewegt. Ich bin zu langsam! Und Jesus sagt zu ihm: Steh auf, nimm deine Bahre und geh!
Doch der Mann meinte: Ich bin gelähmt, schwer krank. Wie soll ich aufstehen? Wie sollte ich meine Bahre tragen? Da nahm Jesus die Bahre und schmiß sie einfach um. Der Mann fiel ins Wasser. Dort strampelte er und ruderte mit den Armen: Hilfe, ich kann nicht schwimmen, ich bin doch gelähmt! Jesus hielt ihm einen Rettungsring hin. Doch als der Mann zugreifen wollte, zog Jesus ihn ein Stückchen weiter und weiter. Der Mann strampelte hinterher, immer kurz vor dem Ertrinken. Er rettete sich ans Ufer. Jesus hielt ihm die Hand hin, als ob er ihn herausziehen wollte. Doch als der Mann zugriff, zog Jesus seine Hand weg. Es dauerte fast eine halbe Stunde, bis der Mann wieder im Trockenen war. Ja, sagte Jesus, Ich hatte es dir doch gesagt, daß Du gesund bist. Nun weißt du es selber! Du hast es geschafft! Nun nimm deine Bahre und geh nach Hause!
Na, so ist die Geschichte nicht gewesen, das wissen wir ja. Und so ist Jesus nicht. So unbarmherzig, so hart.
Es wäre vielleicht gut, wenn Jesus so mit uns umgehen würde. So oft liegen wir am Boden und sagen: Ich kann nicht! Ich bin gelähmt, behindert, keine Kraft, keine Energie! Doch Jesus wirft nur selten unsere Bahre um und schmeißt uns ins kalte Wasser.
Gideon war der Jüngste in seiner Familie. Und doch wählte Gott ihn aus, um das Land Israel von Feinden zu befreien. Gideon brachte alle möglichen Einwände hervor. Doch am Schluß sagte Gott: Weil Ich mit dir bin, wirst du es schaffen. Gideon glaubte Gott und ging ans Werk. Gott half ihm und er befreite Israel. (Vgl. Richter 6).
Wir sind oft faul und ungläubig. Wir liegen und jammern: Ich kann nicht! Doch Gott sagt: Weil Ich mit dir bin, wirst du es schaffen.
Unser „Ich-kann-nicht“ ist manchmal ein Zeichen großer Faulheit. Man will nicht und versteckt es unter Krankheit, Schwäche, zu viel Arbeit usw. Gott ruft eindeutig, doch wir erfinden Gründe, warum wir nicht gehorchen können. Aus diesem Unglaube wird Faulheit (oder wird aus der Faulheit Unglaube?), und daraus wird langsam Angst. Wer nie aufsteht, bekommt Angst zu fallen. Angst vor allen Anforderungen, Angst irgendetwas falsch zu machen …. Und so bleibt man lieber liegen.
Unglaube, Faulheit und Angst gehen Hand in Hand …
Es hilft nur eins: Steh auf und geh, weil ER hilft!
Danke, Jesus, Du bist ein wunderbarer HErr! Du hast andere Möglichkeiten, mich zum Aufstehen zu bewegen. Du bist der Mann, dem ich vertraue und darum stehe ich auf! Ich sage mich los von aller Faulheit und allem Unvermögen, von Unglauben und von der Angst: Ich will Dir vertrauen!


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