Sich selbst vergessen – 01.05.2017

Sich selbst vergessen – 01.05.2017

Euch muß es zuerst um Sein Reich und um Seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.
Matthäus 6, 33
Heute morgen dachte ich darüber nach, was das Schwierigste im Glaubensleben ist. Und, es ist erstaunlich, ich kam zu dem Ergebnis, das dieses Sehen auf Jesus das Schwerste ist. Wegsehen von sich selber, von dem wichtigen Dienst, von Arbeit, Sorge und Plage, weg von den Sünden und Versagen, von den Pflichten, Eltern, Kinder und Ehepartnern hin zu Jesus, ist ganz gegen unsere Natur. Wir wollen alles selber tun, auch wenn es eigentlich nicht geht und wir das sogar wissen. Wir drehen uns immer nur um uns selber, um unsere Kraft oder unser Versagen, um unsere Gefühle, besonders wenn sie verletzt wurden. Darum können wir Jesus nicht sehen, weder Ihn, noch Sein Reich noch Seine Gerechtigkeit; – nur uns selber in Großaufnahme.
Darum sagt Jesus so harte Worte: Wer nicht stirbt und mir nachfolgt, kann nicht ins Himmelreich kommen. Wir sollen endlich frei von uns selber werden!
Manche Leute sind sehr mitteilungsbedürftig. Mit allen und über alles plappern sie. Wie Gott sich freuen würde, wenn sie alles mit Ihm bereden würden und dann auch noch auf Antwort warten könnten! Manche Leute drehen sich nur um ihre Gefühle. Wie froh wäre Gott, wenn sie sich zu Ihm wenden, Heilung erfahren und über die Macht ihrer Gefühle erhoben werden! Manche sehen nur die Pflichten und die Arbeit; ohne sie würde alles zusammenbrechen. Wie viele Mütter sind am Ende ihrer Kraft, wie viele Väter müssen schaffen und schaffen und schaffen! Wann kommen sie zum HErrn, der ihnen hilft zu tragen? Der ihnen Erfrischung, neue Hoffnung und Kraft gibt? Der ihnen die Verantwortung abnimmt? Wann können sie endlich alles an Jesus abgeben anstatt sich selber zu (über)fordern?
Wie viele Gemeinden leben kraftlos vor sich hin? Warum sehen sie nicht auf zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens? Dann würden sie Gottes Allmacht und Seine Barmherzigkeit sehen anstatt ihrer eigenen, kümmerlichen Erfahrungen. Erweckung geschieht, wenn wir Jesus und Seine Worte ernst nehmen. Dann vergeht das Selbstmitleid und dieses Gekrümmt-sein in der eigenen, miesen Erfahrung.
Laßt uns Gottes Kraft und Sein Reich in uns verwirklichen! Laßt Seine Kraft und Hoffnung in uns hinein! Laßt Seine Gerechtigkeit uns neu machen anstatt über unsere Schuld zu klagen! ER hat an alles gedacht, ER kann die Verantwortung tragen, ER ist so stark, Seine Verheißungen wahr zu machen!
Wie gut, Jesus, daß ich nicht auf meine eigene Kraft angewiesen bin! Wie gut, Du bist da, der mir tragen hilft! Ja, Du trägst sogar mich selber samt meinen Lasten … wie sollte ich nicht fröhlich und erleichtert sein? Hilf mir, auf Dich zu sehen und alles andere nicht mehr so wichtig zu nehmen! Du bist mein Guter Gott!!


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