Rein und unrein – 10.12.2020

Rein und unrein – 10.12.2020

Nicht das, was durch den Mund in den Menschen hineinkommt, macht ihn unrein, sondern was aus dem Mund des Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.
Jesus in Matthäus 15, 11

Wir legen viel Wert auf das Äußerliche. Wie sich ein Mensch kleidet, was er ißt und wie er ißt, was er trinkt, wie er redet …. all das ist uns wichtig, um ihn zu beurteilen. Damals in Israel gab es viele Speisegebote, was man essen und trinken darf und was nicht. Das wurde zur Religion, zum heiligen Gesetz. Daran mußte man sich halten. Und man fragte nicht so sehr danach, ob der Mensch Gott liebt oder nicht.
Heute gibt es in allen Gemeinden ebenfalls Richtlinien, wie man sich benehmen muß, damit man angesehen ist. Aber es gibt viele Brüder, die haben einen Glauben, der ist auf diese Äußerlichkeiten gebaut. Sie reden fromm und handeln fromm, aber sie vertrauen dennoch nicht Gott. Sie sind Heiden geblieben und denken nur an sich, selbst bei der Frömmigkeit. Ihre Reden klingen so schön, aber es sind für Gott leere Worte. Darum sagt Jesus: Paß auf, was aus deinem Mund herauskommt! Es könnte dich unrein machen bzw es könnte bei Gericht dein eigenes Urteil sprechen.
Wer bei Obdachlosen, Alkoholikern oder ähnlichen gearbeitet hat, mußte sich an einiges gewöhnen. In unsere sauberen Gemeinden paßt das nicht unbedingt hinein, da wehren sich die Frommen. Jesus selber ging überall hin, und Er machte Bekanntschaft mit Schmutz, Kälte und Dreck. ER konnte damit umgehen, denn Er sah das Herz des Menschen und nicht seine Kleidung. Ob die Finger immer gewaschen waren, war für Ihn nicht ganz so wichtig, aber ob das Herz sauber war, das war Ihm ein Anliegen!
Versteht, unsere Lehren machen den Unterschied. Wir halten uns am Äußerlichen auf, so wie damals die Pharisäer an den Speisegeboten. Und das wird uns verurteilen.
Laßt uns tiefer sehen, bitten wir Jesus, uns die Herzen der Menschen zu zeigen, dann sehen wir, wer rein und wer unrein ist.
Und wenn du den Richtlinien nicht entsprichst, dann atme auf, denn unser HErr hat einen anderen Blick. ER sieht dein Herz und sieht, es ist Ihm treu. Das ist Ihm genug.

HErr, danke, daß Du mich reinigst von allen äußerlichen Unreinheiten. Bitte, mache auch mein Herz rein und heilig; – es soll Dein Tempel sein, in dem Du wohnst.

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