Meine Gerechtigkeit – 14.05.2020

Meine Gerechtigkeit – 14.05.2020

Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel. … und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Matthäus 6, 1.4

Als ich dieses las, fühlte ich mich sofort ertappt von unserem Vater. Denn ich merkte ganz schnell: Ich mag es, daß die Leute denken, ich bin gut, ich bin exzellent, ich bin superheilig, ich bin unschlagbar! Ja, so ist es mit mir: Ein Hochstapler. Denn in Wirklichkeit ist es ja nicht so. Ich bin nicht besser als andere Menschen, nicht heiliger, nicht großzügiger …. nein, ich bin vollkommen normal. Aber das mögen wir irgendwie nicht so gern. Wir möchten lieber etwas ganz besonderes sein.
Ich merke es ganz schnell bei anderen Menschen, wenn sie sich großtun. Und ich sehe schnell, wie es mit diesen Menschen in Wirklichkeit ist. Aber bei mir ist es genau so! Puh, schlimme Erkenntnis!
Doch dann geht mir auf, dass es ein Heilmittel gibt: Jesu Aufmerksamkeit. Bin ich in Ihm geborgen, schenkt Er mir Sinn und Ziel im Leben, schenkt Er mir Aufmerksamkeit, Liebe und Anerkennung, dann brauche ich nicht mehr größer tun als ich bin. Dann kann ich mich sogar vor anderen beugen und bücken.
Und so werde ich wieder froh, eigentlich sogar erleichtert, denn ich brauche mich nicht mehr verstellen. Ich bin nicht besser als ich bin, ich bin kein Schauspieler mehr, ich brauche keine Maske, keine fromme Fassade. Ich bin, der ich bin.
Und ich richte meinen Blick auf Jesus und frage: Ja, und Du? Was denkst Du von mir?
Die Antwort ist Sein Blick. ER blickt mich an, voller Liebe, und ich merke, ich bin Ihm total wichtig, als ob es für Ihn nichts anderes gäbe. Ich bin Ihm wertvoll. Ich bin Seine große Liebe.
ER weiß zwar alle meine Fehler und Schwächen. Aber Er weiß auch meine Fähigkeiten, meine Stärken und meine Hingabe und Liebe. ER sagt Ja zu mir. Ich bin Ihm ein Gegenüber, kein Diener, kein billiger Arbeiter.
ER hat mich lieb, darum lebe ich. ER hat mich lieb, darum bin ich etwas. Ja, in Ihm kommt mein Streben nach Aufmerksamkeit zu Ende, zur Ruhe. Ich kann endlich sein, der ich bin. Danke, Jesus!!


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