Hindernisse im Glauben — 30.09.2017

Hindernisse im Glauben — 30.09.2017

Jesus sagt:
Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes.
Lukas 9,62
Im Alten Testament ist oft vom Pflug die Rede: Nehmt Neuland unter den Pflug! – heißt es in Jeremia 4, 3 und Hosea 10, 12. Wir wollen neues Land für den HErrn einnehmen! Wir wollen dort säen und ernten, wo das Licht des Evangeliums noch niemals geschienen hat!
Aber wer vom HErrn gerufen wird und dann seine Hand an den Pflug legt und sehnsüchtig zurücksieht, wie soll der eine gerade Furche pflügen? Er muß nach vorne schauen, auf einen Punkt am anderen Feldrand oder am Horizont, und dann darauf zu pflügen ohne die Augen von diesem Zielpunkt zu lassen! Dann wird die erste Furche gerade, und die nächsten automatisch ebenfalls.
Warum sollen wir nicht zurücksehen? Wir sind belastet und geprägt mit unserer Geschichte und unseren Wurzeln. Wenn dann etwas Neues beginnt, vermischt sich das Alte und das Neue. Das Alte kann sogar das Neue total prägen.
Wer einen heidnischen Lebenshintergrund hat, muß dieses Denken und diese Prägung energisch abstreifen. Oft ist einem nicht bewußt, wo diese Prägung uns beeinflußt. Wir brauchen dafür Geschwister, die anders geprägt sind, damit wir das Besondere unserer eigenen Prägung erkennen können. Dann können wir uns bewußt davon verabschieden. Ebenso ist es mit den kirchlichen Traditionen. Ich habe durch Wohnortwechsel viele verschiedene Kirchen und Gemeinden kennengelernt. Durch das Vergleichen findet man das, was alle verbindet, und das, was diese jeweilige Kirche als Besonderes oder Tradition hat. Diese Tradition, die nur in dieser Kirche zu finden ist, ist leider oft Ballast; aber sie hat die Mitglieder geprägt. Man muß sich davon verabschieden, damit man zum reinen Evangelium vorstoßen kann.
Wir wollen Jesus nachfolgen, einzig Ihm allein; – und nicht fromme Traditionen verteidigen, wenn sie den Platz Jesu einnehmen. Jesus ist der Retter, Erlöser, Helfer, Ihm schulden wir allen Dank! Wenn jemand anders unser Helfer und Ratgeber sein soll, dann wenden wir uns lieber ab. Wenn ein Mensch – schon tot oder lebendig, – als Vermittler zwischen Jesus und mir steht, dann ist mein Blick verstellt, ich sehe den HErrn nicht richtig. ER allein, so soll es sein!
Danke, Jesus! Du bist für mich alles geworden. Du bist mein Freund, mein Tröster, mein Weg, mein Leben, meine Freude und mein Versorger! Warum soll ich auf andere Menschen schauen, selbst wenn sie noch so heilig sind? Du bist mein Ein und Alles! Nur Dir allein will ich danken!!


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