Guter Ackerboden – 20.05.217

Guter Ackerboden – 20.05.217

Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.
Matthäus 13, 8
Ein Sämann brachte Korn auf den Acker. Ein Teil fiel auf den Weg und die Vögel fraßen ihn. Ein anderer Teil fiel auf felsiges Land. Es hatte nicht genug Boden. So vertrocknete es, als die Sonne heiß schien. Ein dritter Teil fiel unter die Dornen. Die erstickten den Samen. Doch der vierte Teil fiel auf gutes Land. Es brachte reichlich Frucht.
So ist es mit unserem Herzen. Ist es ein Weg, so kommen sofort wieder andere Gedanken und Sorgen und das Wort Gottes ist weg, gestohlen vom feind. Ein anderes Mal ist der Boden des Herzens nicht tiefgründig. Ich nenne sie Halleluja-Christen. Sie wachsen zuerst wunderbar, nehmen an allen Lobpreisfestivals teil und scheinen vor Freude zu strotzen. Doch kaum gibt es Schwierigkeiten mit sich selber oder anderen, ist der Glaube an den Erlöser erloschen. Sie überstehen kaum eine Woche ohne neuen Input, ohne dieses Aufputschen. Ein Teil des Wortes Gottes fällt unter die Dornen. Das Herz nimmt den Samen auf und meint es ernst. Doch die Dornen, die Sorgen des Alltags und der Betrug des Reichtums, ersticken das Wort der Erlösung. Sie haben so viel zu tun, sind so wichtig, so viele Pflichten, da muß Gott eben warten.
Uns interessiert eigentlich nur der vierte Teil, der Samen, der auf gutes Land fiel. Unser Herz hat einen tiefen Boden, niemand kann ihn ganz erforschen. Wenn wir ehrlich vor Gott sind und uns vor Ihm demütigen können, so ist das wie der Pflug, der die Erde weich macht. Wenn wir auf Ihn hören und Ihm folgen wollen, so werden Egoismus und Stolz weichen, so wie der Kultivator und die Egge die Erde zerkrümelt. Wenn wir uns im Wort Gottes vertiefen und in der Stille uns Ihm hingeben, so ist das wie Regen, der die Erde fruchtbar macht. Wenn wir Ihn im Gebet suchen, uns selber vergeben und den anderen vergeben, so ist das wie Dünger, der die Frucht sprießen läßt.
Wir wollen sehr auf unser Herz achten, mit welchen Dingen es sich beschäftigt. Unnütze Sorgen, Betrug des Reichtums, Sucht nach Vergnügen und Nervenkitzel, Bequemlichkeit und Schlemmen … all das soll uns nicht regieren. Wir suchen Ihn, Sein Angesicht. Wir bewegen Seine Worte im Herzen, denken darüber nach. Wir lesen über Ihn, entdecken Neues, reden mit Ihm beim Lesen … Immer und überall sind wir in Verbindung mit Ihm, der Quelle des Lebens. Dann wird unser Herz ein fruchtbarer Boden für Sein Wort. Dann bringt unser Leben Frucht.
Danke, Jesus! Du machst mein Leben wertvoll. Ich gebe es Dir. Ja, du sollst mich regieren, auf Dich will ich hören! Ich will mein Leben nicht vergeuden mit sinnlosem Nichtstun oder ziellosem Arbeiten, nicht mit Sorgen oder Reichtum. Dir will ich gehören, denn Du bist der Grund und das Ziel meines Lebens!


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