Gott weiß alles – 14.07.2020

Gott weiß alles – 14.07.2020

Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden; wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk. … Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin. Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten ist die Liebe.
1. Korintherbrief 13,9-13, außer V. 11

Gott kennt mich durch und durch! ER weiß einfach alles über mich. ER weiß um meine Gefühle und geheimsten Wünsche. ER weiß meinen Weg von der Wiege bis zur Bahre. Und ER hält Seine Hand über mich. Wie gut, daß ER da ist! Ich selber kenne mich manchmal nicht, – zu wie vielem bin ich fähig! Ich bin manchmal überrascht von meinen Gedanken oder Gefühlen, auch von meinen ungeahnten Fähigkeiten oder Versagen. Ich denke, kein Mensch kennt sich wirklich von Grund auf. Aber Gott kennt ihn! – und sagt JA zu ihm. Auch meine Gedanken über Gott sind recht bescheiden. Ich weiß einfach nicht alles über Ihn! Ich kenne Ihn, meinen guten Gott, doch ich kann noch lange nicht alles erklären. Vieles ist mir unklar, viele Fragen bleiben. Doch einmal werde ich alles genau verstehen, wenn nämlich Jesus wiederkommt und mich zu sich nimmt. Wenn das Vollkommene erscheint, das Reich Jesu, dann wird es keine Fragen mehr geben; dann werde ich Gott erkennen, so wie Er mich jetzt schon erkennt.
Das Leben kommt mir manchmal so vor, wie eine lange Wanderung durch einen Wald. Der Vater hat sein Kind fest an der Hand, denn Er kennt den Weg. Es geht über sonnige Lichtungen, Rehe kann man sehen, Vögel zwitschern; die beiden sind ausgelassen und fröhlich. Dann geht der Weg durch Morast und über steile Felsen. Wenn das Kind mutlos ist, spricht der Vater ihm Mut zu; wenn es müde ist, trägt es der Vater. Wenn es gefährlich wird, ist Seine schützende Hand da. Das Kind weiß den Weg nicht und kennt auch das Ziel nicht; und doch ist es sicher und geborgen bei seinem Vater. Es hat Glaube, Hoffnung und Liebe von seinem Vater gelernt.

Danke Vater, Du bringst mich sicher durch dieses Leben! Ich verstehe nicht alles, aber Du siehst meinen Weg vom Anfang bis zum Ende. Du bist bei mir und nimmst mich an die Hand; bei Dir bin ich geborgen. Ich freue mich auf das Ziel, wenn ich bei Dir in Deinem Reich bin!

 


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