Gesund oder krank … – 2017.09.10

Gesund oder krank … – 2017.09.10

Das Wasser reichte mir bis an die Kehle,
die Urflut umschloß mich;
Schilfgras umschlang meinen Kopf.   …
Ich aber will Dir opfern
und laut Dein Lob verkünden.
Jona 2, 6.10
Ein Mann Gottes wurde krank und die Ärzte stellten eine schlimme Diagnose. Sofort betete die ganze Gemeinde für diesen treuen Diener Gottes, der Tausenden geholfen hatte. Doch es wurde schlimmer. Da rief man die Nachbargemeinden zur Hilfe im Gebet. Doch es wurde schlimmer. Man rief ein Fasten aus, und viele, viele beteiligten sich daran für unseren Mann. Doch er starb.
Ja, ist denn nun Gottes Verheißung hinfällig? Ist ER treulos geworden oder schwerhörig? Hatte der Mann Gottes eine geheime Sünde?
In diesem Fall war es Gottes Plan. ER hat oft andere Gedanken und Pläne wie wir Menschen. ER wollte diesen treuen Diener bei sich haben. Er hatte lange Jahre für Gott gearbeitet und nun wollte Gott ihn zu sich holen und Ruhe schenken. So hörte ER nicht auf das Gebet der Gemeinde, sondern suchte das Beste für den Mann. Aus seinem Tagebuch kann man entnehmen, daß der Mann über sein Schicksal schon früh Bescheid wußte. Aber die Menschen konnten es nicht akzeptieren.
Es war wie bei Elisa, dem großen Propheten. In 2. Könige 13, 14 steht: Als Elisa von der Krankheit befallen wurde, an der er sterben sollte …. Alles war also in Gottes Plan. ER schickte die Krankheit, an er Elisa sterben sollte. Sein Dienst auf der Erde war beendet, und er sollte in Gottes Ruhe eingehen.
Jona wurde beim Sturm über Bord geschmissen und die Tiefen des Meeres umhüllten ihn. Er dachte nicht daran, daß er mit dem Leben davonkommen könnte. Gott sandte den großen Fisch, der ihn verschluckte. Doch dadurch wurde Jonas Schicksal ersteinmal nicht besser. Und dennoch betete er das Gebet oben. Bemerkenswert ist es, daß er anfing, Gott zu loben, anstatt zu jammern und mit dem „Schicksal“ zu hadern. Gott rettete ihn, und befahl dem Fisch, ihn an Land auszuspucken.
Gottes Gedanken sind nicht immer unsere Gedanken. ER läßt manches Schwere zu und schickt sogar manchmal Probleme. ER mutet uns einiges zu, und wir stöhnen: Ich kann nicht mehr!  Doch ER hat ein Ziel mit uns: Unsere Heiligung. ER möchte uns ganz in Besitz nehmen und alles auslöschen, was uns von Ihm trennt. So ist für Gott manchmal eine Krankheit oder Leid die bessere Lösung, als wenn wir an unserem alten Ich weiter festkleben. ER nimmt uns in eine Schule des Leidens, damit wir stark werden. Darum wollen wir zwar gegen Krankheit sein, uns aber immer unter den Willen Gottes stellen. Wir wollen Ihn in gesunden und kranken Tagen loben und preisen. Das gefällt dem HErrn und ER wird uns nicht eine Sekunde aus den Augen lassen.
Danke, Du bist da! Auch wenn mich Kopfschmerzen plagen, die Nase läuft und die Temperatur steigt. Du bist mein HErr, der treu für mich sorgt. Ja, HErr, mit Dir besiege ich Grippe und alle Nöte!


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