Gemeindezucht – 21.06.2020

Gemeindezucht – 21.06.2020

So will auch euer Vater im Himmel nicht, daß einer von diesen Kleinen verlorengeht.
Matthäus 18, 14

Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn …. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner. (V. 15 – 17)
Es geht hier um handfeste Sünde, um grobes Fehlverhalten, wie es in den zehn Geboten festgelegt ist: Unzucht, Mord, Diebstahl, Afterreden, Lügen, Betrügen, Saufgelage. Wer so lebt, kann nicht Mitglied in der Gemeinde Jesu sein.
Ich hatte einen Kasten mit Äpfeln, und einer davon war faul. Am nächsten Tag waren zwei faul, und am dritten Tag schon vier. Nach einer Woche waren alle Äpfel faulig, so steckt Fäulnis an. – Sünde ist ebenso ansteckend. Ob deshalb die Gemeinden so wenig wachsen und blockiert sind?
Es geht hier um vorsätzliche Sünde, um einen sündigen Lebenstil, der dem Evangelium frontal entgegengesetzt ist. Gott möchte, daß so ein Mensch Buße tut und ein neues Leben beginnt. Aber wenn er nicht will, dann soll er solange draußen bleiben, bis er von seinen Wegen umkehrt. Gottes Ziel ist Umkehr und neues Leben, nicht Verdammnis. Doch Er zwingt keinen zu seinem Glück, sondern respektiert die Entscheidungen des Einzelnen.
In Korinth war ein Mann, der mit seiner Stiefmutter das Bett teilte und nicht davon ablassen wollte. Paulus hat ihn aus der Gemeinde entfernt „und dem Satan übergeben zum Verderben seines Fleisches, damit sein Geist am Tag des HErrn gerettet wird.“
Interessant, daß der Mann wohl ausgeschlossen wird, aber sein Geist wird gerettet werden.
Einige Verse weiter schreibt er: „Habt nichts zu schaffen mit einem, der sich Bruder nennt und dennoch Unzucht treibt, habgierig ist,Götzen verehrt, lästert, trinkt oder raubt; mit einem solchen Menschen sollt ihr nicht einmal zusammen essen.“ (vgl 1. Kor. 5)
Wir Christen sollten daran denken, daß hier nur wirklich grobe, schlimme Sünden und Lebenstil gemeint ist. Wir tun uns leicht darin, diese Liste um alles mögliche zu erweitern. Doch da sollten wir aufpassen, damit wir nicht richten und Gott uns deshalb um so schärfer richtet.
Wir wollen keine falschen Brüder in der Gemeinde dulden, damit der Segen Gottes fließen kann. Keine falschen Kompromisse! Aber Gnade für alle, die umkehren wollen und sich bemühen, den neuen, schmalen Weg des Lebens zu gehen.
Wir wollen falsche Brüder, die nur Unruhe stiften, entlarven, aber durch die Weisheit und Unterscheidung des Heiligen Geistes. Wir wollen keine falsche Geduld oder Mitleid mit ihnen. Aber große Liebe, Geduld und Fürbitte für alle Sünder praktizieren, auch für  uns selber.

Jesus, gibt mir Liebe, Geduld und Weisheit! Ich will nicht richten, ich will nicht verdammen, ich will Deine Gnade verkünden! Das soll mein Lebenstil sein!!


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