Gastfreundschaft – 28.10.2018

Gastfreundschaft – 28.10.2018

Vergeßt die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.
Hebräer 13, 2
Als die Engel Sodom und Gomorrha besuchten, um zu sehen, ob es wirklich so schlimm dort ist, hat Lot (Abrahams Neffe) die Engel beherbergt. Die Einwohner wollten die drei stattlichen Männer mißbrauchen, doch Lot verteidigte sie mit allen Mitteln, die er hatte; – die Gastfreundschaft war ihm heilig, und er achtete sie höher wie sein Leben. Er wußte ja noch nicht, daß es Engel waren, die sich durchaus selbst hätten verteidigen können.
Ich kenne ein paar Menschen, die es lieben, Gäste zu haben. Man fühlt sich bei ihnen einfach wohl und ist ungezwungen und herzlich. Diese Gabe Gottes der Gastfreundschaft ist ganz viel wert! Wie viele Gäste haben schon ihr Herz ausgeschüttet wegen der Liebe der Gastgeber, wie viele sind erquickt worden und fanden neuen Mut!
Es ist wichtig, daß wir diese Gastfreundschaft wieder neu entwickeln. Gott kann diese Gabe herrlich gebrauchen! Wir sollten nicht so verschlossen sein und möglichst keine Informationen über uns weitergeben. Was haben wir schon zu verbergen? Was sollten wir befürchten?
Als ich mein Haus für die Jungen öffnete, kam neues Leben in die Bude. Meine Jungens fühlten sich bestärkt und beeinflussen andere positiv. Klar, einiges ging kaputt, aber das hielt sich in Grenzen. Ich bin froh, daß wir Offenheit praktizieren; es hat uns selber sehr gut getan.
Natürlich sehen die Gäste auch das, was wir gern verstecken würden oder was uns etwas peinlich ist. Meine Unordnung zum Beispiel. Aber soll ich mich deshalb einschließen? Die Leute reden sowieso! Ich mußte mich sehr überwinden, das Haus und mich zu öffnen. Aber ich denke, es hat sich gelohnt. – Ich selber habe jedenfalls die Gastfreundschaft anderer sehr genossen und gebraucht, als es mir sehr schlecht ging.
Gastfreundschaft ist ein Wesensmerkmal Gottes. ER liebt sie. Wir sind ja auch wie Gäste am himmlischen Gabentisch. ER mag es, wenn Leben um Ihn ist. Denken wir nur an das Fest, das der König gab und die Geladenen Ausreden erfanden, und der König dann alles Volk einlud, damit der Saal voll wurde. Oder an die Rückkehr des Verlorenen Sohnes, – was hat man gut gefeiert vor lauter Freude!
Gastfreundschaft hat einen guten evangelistischen Aspekt. Freundschaften entstehen und die Menschen nehmen an unserem Leben teil, auch am Glaubensleben. Und dann kommen sie irgendwann mit in die Gemeinde. Oder man hat Lust auf einen eigenen Gesprächskreis.
Bitte, wir wollen uns nicht abschotten! Wir wollen die Liebe und Freundlichkeit Gottes auch durch Offenheit und Gastfreundschaft widerspiegeln!
Danke, Jesus! Du bist freundlich und ohne Geheimnisse. Du liebst mich und zeigst es auch. Ja, HErr, ich will mein Haus und Herz für andere öffnen. Sie sollen Deine Freundlichkeit spüren. 

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