Andacht – Fr. 2. November 2012

Andacht – Fr. 2. November 2012

Guten Morgen!!!

Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich so angefleht hast. Hättest nicht auch du mit jenem, der gemeinsam mit dir in meinem Dienst steht, Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in Seinem Zorn übergab ihn der HErr den Folterknechten …..
Matthäus 18,32-34

Manchmal sind Erinnerungen furchtbar. Der feind reibt sie uns unter die Nase und erinnert uns ständig an alles, wo uns Unrecht geschah. Es kann uns den Schlaf rauben und uns zu bitteren, mißgelaunten Menschen werden lassen. Selbst wenn wir vergeben, der feind versucht es wieder und wieder, uns herunter zu ziehen. Erinnerungen an schlimme Dinge sind der größte Feind jeder Lebensfreude. Es ist wirklich so, als ob man den Folterknechten des feindes übergeben ist.
Corrie ten Boom ist eine alte Holländerin, die in Konzentrationslagern ihre Schwester und ihren Vater verlor. Und doch hatte sie die Kraft, das Evangelium nach dem Krieg in Deutschland zu predigen und zu leben. Es fiel ihr sehr schwer, zu vergeben. Doch Gott half ihr. Immer und immer wieder mußte sie über diesen Schatten der Bitterkeit springen und sagen: Ich will vergeben, so wie Gott vergibt. Ich will lieben, so wie Gott liebt. Gott zeigte ihr ein Beispiel: Die alten Kirchenglocken. Wenn man an einem Seil zieht, setzt sich die Glocke langsam in Bewegung und fängt an zu schwingen, bis sie endlich läutet. Hört man auf zu ziehen, schwingt die Glocke noch lange weiter und läutet. So ist es mit der Vergebung. Obwohl die Kraft der Sünde gebrochen ist, läutet sie noch lange in unserm Leben nach, bis sie endlich wirklich ruhig ist. Es gibt einige schmerzliche Erinnerungen, die mich lange, lange geplagt haben. Immer wieder habe ich vergeben, doch die Erinnerungen schmerzten, raubten mir den Schlaf und wollten mich bitter und griesgrämig werden lassen. Immer wieder bat ich Gott, mein Herz zu heilen. Und endlich, nach langer Zeit, merkte ich, daß diese Erinnerungen nicht mehr schmerzhaft sind. So bin ich meinen Folterknechten entronnen, der HErr hat mich befreit!

Danke, Jesus, Du hast Erbarmen mit mir und hilfst mir, zu vergeben und zu lieben. Du heilst mein Herz und entreißt mich den Folterknechten der Erinnerung. Nur bei Dir ist Erlösung und Befreiung! Nur Du füllst mein Herz mit Frieden und Freude. Wie gut, daß Du mich lieb hast!

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