Die Macht der Gewohnheit – 23.06.2017

Feste Speise ist für Erwachsene, deren Sinne durch Gewöhnung geübt sind, Gut und Böse zu unterscheiden.
Hebräer-Brief 5, 14

Viele Christen sind wie kleine Kinder, die immer nur Milch brauchen. Schwarzbrot ist für sie nicht zu verdauen. Doch Gott möchte uns stabil und kräftig machen, damit wir den Widerwärtigkeiten widerstehen können und darin sogar noch wachsen können. Der feind soll sich an uns die Zähne ausbeißen!
Doch viele fallen bei den ersten Schwierigkeiten um und jammern. Sie wollen Gottes sofortige Hilfe in allen Schwierigkeiten, ob groß oder klein. Sie jammern Gott die Ohren voll und wenn ER nicht hört, dann auch noch der Gemeinde. Und alle sollen für sie beten und sie trösten. Gott will, daß wir uns beeilen, erwachsen zu werden!
Gott braucht standhafte Leute, denen Schwierigkeiten nichts mehr ausmachen. Sie kennen Gott und wissen, auf Ihn kann man sich verlassen. Dem Selbstmitleid geben sie keinen Raum. Sie loben Ihn, der sie schon oft gerettet hat.
Jesus hat uns gerettet und erlöst. Da konnten wir nicht helfen, die Sache war zu groß und zu schwierig. Jesus mußte es allein tun.
Doch es ist jetzt unsere Sache, im Glauben zu wachsen. Wir müssen Seine Hand ergreifen, Vertrauen wagen und Schritte gehen. ER nimmt uns diesen Wachstumsprozeß nicht ab.
Wir müssen feste Gewohnheiten entwickeln, um unser Glaubensleben zu gestalten. Viele stehen morgens etwas früher auf, um mit Ihm zu reden und ein wenig in der Bibel zu lesen. Manche fahren mit der Bahn zur Arbeit und nutzen die Zeit, um in ihre Bibel zu sehen. Manche fahren im Auto zur Arbeit und beten den ganzen Weg. Manche wollen abends kein Fernsehen oder Facebook, sondern widmen die gewonnene Zeit der Gemeinschaft mit Ihm. So oder ähnlich kann man feste Gewohnheiten entwickeln, mit Ihm zu reden.
Ebenso ist unser Denken und Reden über andere Menschen von Gewohnheit geprägt. Ist unser Denken über manche Menschen zuerst sehr negativ und abwertend, so will Jesus es in Liebe ändern. Aber auch das braucht „Gewohnheit“! Es funktioniert nicht automatisch, wir müssen es üben und uns ständig selbst überwinden.
Für Jesus machen wir es gern. Und mit Ihm wird es gelingen. So entwickeln wir durch Übung und Überwindung des alten Ichs den Neuen Menschen, der nach Jesu Bild gestaltet wird.
Das Resultat? Neue Menschen, liebevoll, attraktiv für andere, voll innerer Ruhe, hilfsbereit, freundlich, geduldig … fast so, wie Jesus es war. Und der Preis? – Sich selbst überwinden und Gewohnheiten des neuen Lebens entwickeln.

Wie gut, Jesus, daß Du mir dabei hilfst! Ja, ich will Dir ähnlich werden und so leben, wie ich es bei Dir sehe. Wie gut, daß Du mein Versagen vergibst und mir immer wieder Mut machst, weiterzumachen.

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