Gott lieben – 22.06.2017

Du sollst den HErrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken.
Lukas 10, 27
Gott lieben, – wie macht man das? Manchmal sind wir in einem Stimmungshoch und rufen laut „Halleluja!“. Und manchmal sind wir im Keller; da kommt kein Halleluja mehr. Und dennoch Gott lieben …. wie soll das gehen?
Wir sehen Liebe oft nur als emotionale, seelische, gefühlsmäßige Sache. Wir lieben, die uns lieben. Und die andern sind uns gleichgültig. Wir mögen die nicht, die uns kritisieren. Wenn wir jemanden zum ersten mal sehen, entscheiden wir gefühlsmäßig, ob er sympathisch und liebenswert oder unsympathisch und uns gleichgültig ist. Wir lieben Gott, wenn ER große Dinge für uns tut und unsere Gefühle Freude und Friede sind.
Gott ist das zu wenig. ER möchte weitaus mehr! Sowohl was Gottesliebe betrifft, als auch Nächstenliebe. Er möchte Liebe, die nicht von Gefühlen abhängig ist, aber diese miteinschließt. Auch in schweren Tagen darf Liebe nicht erlöschen.
ER hat uns lieb, ob wir Ihn anbeten oder den Rücken zudrehen. ER hat uns lieb, ob wir Seine Nähe suchen oder auf Abwegen sind. ER hat uns lieb, auch wenn wir in Sünde fallen. Seine Liebe ist nicht abhängig von unserem Tun oder von unserer Liebenswürdigkeit. ER ist Liebe. ER kann deshalb alles und jeden lieben, ohne irgendwelche Probleme. (ER haßt die Sünde und will uns daraus befreien; denn ER liebt den Sünder!)
Ist Jesus in uns lebendig, kann ER uns liebesfähig machen. Wir sind nicht mehr auf Sympathie oder Antipathie angewiesen; da stehen wir drüber. Regiert Jesus unser Herz, so kann es gut zwischen der Sünde und dem Sünder unterscheiden, und diesen Sünder lieben, wie Jesus ihn liebt. Ist Jesus in uns, regiert uns Gottes unerschöpfliche Liebe.
Wenn wir alles selber produzieren müssen, erlischt unsere Liebe schnell, denn wir werden oft enttäuscht. Es ist viel leichter, diese Jesus-Liebe zu leben. Dazu brauchen wir ein reines Herz, indem Jesus wohnt.
Danke Jesus, Du machst mich fähig zu lieben! Damals, als ich Dich noch nicht kannte, konnte ich nur die lieben, die mich gut fanden. Aber ich konnte nicht einmal mich selber lieben. Wie gut, daß Du die Liebe Gottes in mein Herz füllst! Wie gut und befreiend ist es, lieben zu können und Liebe empfangen zu können!

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