Auf dem Berg der Verklärung — 15.06.2017

Und Petrus sagte zu Ihm, Jesus: HErr, es ist gut, daß  wir hier sind. Wenn Du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, …
Matthäus 17, 4
Jesus ging mit Petrus, Johannes und Jakobus auf einen Berg. Dort wurde Jesus verwandelt, Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und Seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht. Elia und Mose erschienen Jesus und redeten mit Ihm.
Bei all der Herrlichkeit wußte Petrus nicht mehr, was er sagen sollte. Er fand es so herrlich, wunderbar, schön und überwältigend! Er wollte einfach für immer da bleiben.
Dann redete Gott selber mit Jesus, und die drei Jünger fielen vor Schreck zu Boden. Doch Jesus rührte sie an und sie sahen nur noch Jesus. Alles war wieder normal, so wie es eigentlich sein sollte. Sie stiegen vom Berg herunter und widmeten sich wieder den Alltagsgeschäften.
Die meisten Christen haben eine oder ein paar Begegnungen mit Gottes Herrlichkeit. Das ist so faszinierend, daß man es nie vergißt! Und jeder möchte diese Begegnungen, diese Augenblicke der Herrlichkeit einfangen und verewigen; dieser Zustand sollte niemals enden! Doch leider landen wir danach wieder auf dieser Erde, so wie die Jünger, die den Berg herabstiegen und sich wieder dem täglichen Einerlei widmen mußten.
Manche Christen möchten immer auf diesem Berg der Verklärung bleiben und nicht wieder ins tägliche Leben zurück. Diese Momente der Herrlichkeit werden ihr Maßstab, alles andere ist für sie nicht von Bedeutung. Sie versuchen alle Tricks und alle Möglichkeiten, diesen herrlichen Zustand wieder herbeizuführen. Sie fahren zu Lobpreisgottesdiensten, sie fasten vielleicht, sie beten und lesen tagelang die Bibel … Es ist fast, als ob sie Gott zwingen wollen, mit ihnen auf den Berg der Verklärung für immer zusammen zu sein.
Doch Jesus ging den Berg wieder herab ins „normale“ Leben. Und auch wir müssen wieder ins „normale“ Leben zurück. Dort entscheidet es sich, ob wir Jesus lieben oder ob wir lieber eine Hütte oben bauen möchten. Die verklärten Heiligen, die nicht mehr die alltäglichen Arbeiten machen können, sind dem HErrn ein Gräuel. Die Welt macht sich über sie lustig und für die Geschwister sind sie eine Belastung mit ihrer Heiligkeit.
Die Bewährungsprobe für unseren Glauben ist der Alltag; – ob wir Jesus auch folgen, wenn es „schmutzige“ Arbeit zu tun gibt. Wenn wir Ihn lieben und die Kranken besuchen. Wenn wir die Gefangenen besuchen, wenn wir die Alkoholiker als Menschen behandeln … Es gibt so viel, was Jesus von uns möchte! ER hat keine Arme hier auf der Erde, nur unsere. Sind wir bereit? Lieben wir Ihn genug, um vom Berg der Verklärung herabzukommen?
Ach, Jesus, ich bin so gern mit Dir zusammen! Aber leider ist das nicht täglich …. Ja, ich verstehe, Du hast mich hier auf der Erde nötig. Ich liebe Dich und will Deine Werke tun, Deine Liebeswerke. Egal, ob Abwasch, Autofahren, Rasenmähen … ich will es zu Deiner Ehre tun. Ich will Deine Freundlichkeit zu den Menschen bringen. Danke, Du bist dann ganz nah bei mir und hilfst!

Kommentar verfassen