Vom Vertrauen beim Beten – 14.05.2017

Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.
Lukas 11, 9
… Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Oder ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn eine Schlange gibt, wenn er um einen Fisch bittet, oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet?  Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wieviel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die Ihn bitten.
Kein Mensch ist total schlecht und böse. Und kein Mensch ist hundert Prozent gut. Aber für Gott ist jemand, der einmal gelogen hat, ein Lügner; jemand, der ein einziges Mal betrogen hat, ein Betrüger; und der, der ein einziges Mal eine Sache genommen hat, die ihm nicht gehört, ein Dieb. Wer will da dem Gericht Gottes entrinnen?? Wir sind, –  von Gott her gesehen und gemessen an Seinem Gesetz, – böse und verloren. ER ist heilig; – das fehlt uns.
Und trotzdem tun wir denen, die wir lieben, Gutes. Wie sollte Gott, der von Seinem Wesen her gut ist, es anders können? ER kann nicht anders, ER tut denen Gutes, die Ihn bitten.
Und da kommt die Frage hoch: Warum hat ER dieses Gebet nicht erhört, und jenes Gebet auch nicht? Im Jakobus-Brief steht die Antwort (Jak. 4, 2f.): „Ihr erhaltet nichts, weil ihr nicht bittet. Ihr bittet und empfangt doch nichts, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in eurer Leidenschaft zu verschwenden.“ – Jakobus meint, wir sollen uns von unserem Egoismus, von Gier, Begierde, unseren Wünschen und Träumen nicht beim Beten leiten lassen. Wir sollen eins werden mit Jesus und bitten, was ER uns aufs Herz legt; – und Gott, der Vater, wird Sein Kind erhören.
Es gibt Menschen, die fragen Gott immer das Gleiche. Obwohl ER es schon einige Male gesagt hat, fragen sie immer noch. Als ob Gott dadurch Seine Meinung ändert! ER bleibt dann einfach stumm und wartet, bis die Menschen sich besinnen und sich erinnern, was ER schon anfangs zu ihnen gesagt hatte.
Gott ist gut. ER will geben. ER ist der Vater, der um unser Wohl sehr besorgt ist. Und deshalb dürfen wir beten und Antwort erwarten. Aber wenn ich zu faul zum Arbeiten bin, brauche ich Ihn nicht um Geld bitten. Wenn ER schon geantwortet hat, brauche ich nicht wieder fragen. Wenn ER mich an einen Platz gestellt hat, brauche ich nicht um einen andern Platz bitten … Es gibt anscheinend viele Gebete, die Gott nicht mehr hört! ER hat schon alles gesagt oder in Seinem Wort aufgeschrieben.
Wenn ich aber an meine Grenzen kommen und nicht mehr weiter weiß, dann ist ER da. ER wartet förmlich auf meinen Hilferuf. Und dann hört ER sofort. ER ist der Retter, Helfer, Tröster!
Danke Vater im Himmel, daß Du da bist! Du hörst so viele kleine Gebete, das ist echt erstaunlich! Du kümmerst Dich um Kleinigkeiten, als wären es große Dinge. Ja, HErr, ich will im Gespräch mit Dir bleiben, denn das tut mir gut. Verzeih, wenn ich Dich ausnutze, weil ich zu bequem bin, selber etwas zu tun. Verzeih, wenn ich nicht sofort auf Dich höre, weil ich meine eigenen Vorstellungen habe, wie die Sache laufen soll. Ich will lieber besser auf Dich hören lernen, denn Du bist der beste Ratgeber und Helfer!

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