Hast du mich lieb? – 13.05.2017

Zum drittenmal fragte ER ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebt du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum drittenmal gefragt hatte: Hast du mich lieb? Er gab Ihm zur Antwort: HErr, Du weißt alles; Du weißt, daß ich dich liebhabe.
Johannes 21, 17
Jesus weiß alles und trotzdem fragt ER. ER möchte, daß wir es selber genau wissen. ER fragt nicht um uns zu ärgern, sondern damit wir dieses tiefe Wissen in uns haben, damit es uns ganz klar und bewußt ist: Ich liebe Ihn.
Kennst du den Blick Jesu? Er geht durch und durch. Es liegt keinerlei Vorwurf in Seinem Blick, nur ein gänzliches Durchschauen, bis in die tiefsten Tiefen meiner Seele. Es liegt unendliche Liebe in Seinem Blick. Tiefes, herzliches Erbarmen, Vergebung, Annahme und alles, was das Wesen der Liebe ausmacht. Gott ist vom Wesen her Liebe und Jesus genau so. Als der lautstarke Petrus Jesus in der Nacht dreimal verraten hatte, da krähte der Hahn, und Jesus wandte den Kopf und sah Petrus an. Das konnte Petrus nicht aushalten, er rannte hinaus und weinte. Wer diesen Blick Jesu nie gemerkt hat, dem fehlt etwas in seinem Glauben, eine wichtige Grundlage in der Beziehung zu Jesus.
Es ist ganz, ganz wichtig, daß wir wissen, wir lieben Jesus über alles. Sicher, wir sind nicht perfekt und machen unsere Fehler. Es ist aber nicht gemeint, daß wir erst perfekt sein müssen, bevor wir Jesus lieben können. Im Gegenteil, je mehr uns unsere Unzulänglichkeit bewußt ist, desto mehr schätzen wir die Liebe, die Jesus zu uns hat, und desto mehr lieben wir Ihn.
Wenn wir heute Zeit haben, wollen wir Ihm einmal die Frage stellen: Habe ich Dich wirklich lieb? Und dann wollen wir mal hören, was unser Innerstes sagt, und wie der Heilige Geist mit uns redet.
Es geht Jesus nur um diese Liebesbeziehung, alles andere ist Ihm zu wenig. ER mag keine „Arbeitsbeziehung“, als wäre der Glaube nur mit Arbeit verbunden. ER mag keine intellektuelle Beziehung, als würde sich die Liebe nur im Kopf abspielen. ER mag nur die Herzensbeziehung, alles andere kommt dann.
Als Petrus bewußt wurde, wie sehr er Jesus liebt, gibt Jesus ihm einen Weg, dieser Liebe Ausdruck zu geben. Es nützt ja nichts, wenn wir dasitzen und vor frommen Liebesgefühlen vergehen. So eine Liebe kühlt ganz schnell ab. Wir Menschen müssen unsere Liebe leben, in Gedanken, Gefühlen, Worten und Werken. Und so gibt Jesus dem Petrus die Aufgabe: Weide meine Schafe! ER weiß, wenn die Beziehung zum HErrn stimmt, dann kann ER jemandem die Schafe anvertrauen.
Danke, Jesus, Du hast mich zuerst geliebt als ich noch ein Sünder war. Du hast mich herausgezogen und in Dein Reich versetzt. Du liebst mich, und ich liebe Dich. Ich bin gern mit Dir zusammen!

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