Und noch einmal: Versuchungen – 04.05.2017

Jesus sagt: So sollt ihr beten:
 …   und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Matthäus 6, 13
Im Jakobusbrief steht über die Versuchungen ( 1, 12 – 15):
Glücklich der Mann, der in der Versuchung standhält. Denn wenn er sich bewährt, wird er den Kranz des Lebens erhalten, der denen verheißen ist, die Gott lieben. Keiner, der in Versuchung gerät, soll sagen: Ich werde von Gott in Versuchung geführt. Denn Gott kann nicht in die Versuchung kommen, Böses zu tun, und ER führt auch selbst niemand in Versuchung. Jeder wird von seiner eigenen Begierde, die ihn lockt und fängt, in Versuchung geführt. Wenn die Begierde dann schwanger geworden ist, bringt sie die Sünde zur Welt; ist die Sünde reif geworden, bringt sie den Tod hervor.
Harte Worte, die hier in der Bibel stehen! Auf wen will ich da noch die Schuld abwälzen? Auch Adam und Eva hatten nur schwache Entschuldigungen: Die Frau, die du mir gegeben hast, ist schuld; – Die Schlange hat mich verführt …
Ne, schuld an unserer Sünde haben wir selber! Weil wir auf unsere Begierde gehört haben und nicht auf Gott. Weil wir wider besseren Wissens mit der Sünde gespielt haben. Weil wir diesen Nervenkitzel wollen. Weil wir ein Recht auf dies und jenes haben. Ja, es gibt viele Gründe, weshalb wir sündigen. Erst kommt die Versuchung, diese Gedanken, die um etwas kreisen, was Gott nicht will. Und unser feind, der Lügner und Betrüger, kennt uns. Er setzt uns diese Gedanken in den Kopf oder er verstärkt sie, wo er nur kann. Es macht ihm Spaß, wenn wir darauf eingehen und er spannt sein Netz auf. Wie kleine, naive Tollpatsche fallen wir immer wieder darauf herein!
Der Kampf gegen die Sünde und für Gott muß viel früher losgehen: Er spielt sich in unseren Gedanken ab. Wovon lasse ich mich beeinflussen, welche Filme sehe ich, welche Bilder sehe ich mir an, was lese ich, welche Musik höre ich, auf welche Menschen höre ich …  Kenne ich die Maßstäbe Gottes und will ich mich danach richten? Es mag sehr gegen mein dickes, fettes Ich gehen, aber ER möchte meine Entscheidung: Für oder gegen Sein Wort. Demut ist nun leider mal gegen unseren Stolz … Dienen fällt uns schwerer wie herrschen. Sich treiben lassen und alles genießen, oder Hauptsache ich habe meinen Spaß – sind Schlagworte, die nicht gerade gottgefällig sind.
Die Versuchung bringt die Sünde, wenn wir denn nachgeben. Und die Sünde bringt den Tod; – die Verbindung zu Gott ist abgebrochen, tot.
Oder lieber an Jesus festhalten, koste es, was es wolle.
Nachdem Jesus die Versuchungen bestanden hatte, kamen die Engel und dienten Ihm. Das muß wunderbar sein! Ja, wenn ich gesiegt habe, ergießt Gott himmlischen Segen in Fülle auf mich. Erfrischend, fröhlich, erbauend, stärkend!
HErr, ich mag keine Versuchungen! Aber wenn sie kommen, dann halte mich bitte fest! Und rette mich vor dem Bösen, damit ich nicht zu Fall komme und in der Sünde ende! Danke, Jesus, daß Du mich rettest, wenn ich ernsthaft zu Dir rufe. Du willst nicht meinen Tod, sondern willst, daß ich lebe, fröhlich, unbeschwert und in Freundschaft mit Dir!

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