Ein Garten im dürren Land – 22.02.2017

Der HErr wird dich immer führen,
auch im dürren Land macht Er dich satt
und stärkt deine Glieder.
Du gleichst einem bewässerten Garten,
einer Quelle, deren Wasser niemals versiegt.
Jesaja 58, 11
Unser Lebensweg hat viele Fragezeichen. Wenn man zurückschaut, kommt oft die Frage hoch, ob dieses oder jenes wirklich richtig war, oder ob ein anderer Weg vielleicht besser gewesen wäre. Und was wir heute entschieden haben, ob das so angemessen war? Vielleicht wird sich morgen zeigen, daß wir nicht richtig lagen. Und was ist mit morgen und übermorgen und im nächsten Jahr? Wir wissen das alles nicht.
Gott schwebt über unserem Leben, wenn wir es Ihm in die Hand gegeben haben. ER hat sozusagen eine Vogelperspektive auf unser Leben. Einiges hat Er zugelassen, weil es vielleicht nicht so wichtig war; anderes hat ER zugelassen, um unseren Stolz zu mindern; und einiges Schwere hat ER zugelassen, damit wir Ihn und Seinen Trost suchen. Wir wären wahrscheinlich nicht gläubig geworden, wenn unser Leben immer ein voller Erfolg gewesen wäre.
Und das Gleiche gilt für heute und für die Zukunft. ER läßt manche Fehlentscheidung zu, weil ER uns abhängig von Sich und Seiner Gnade machen will. ER läßt manchen Mißerfolg zu, damit wir Seinen Trost und Seine Hilfe suchen. Gelingt uns alles, brauchen wir Seinen Segen nicht. Dann vergessen wir Ihn schnell.
So kann ich Ja sagen zu meinen Wegen in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft. Ich weiß: Der HErr steht über den Dingen. Oft hat ER mich bewahrt, wenn es nötig war. Das ist mir Sicherheit genug. Nun kann ich kleinere Übel annehmen, es ist für Ihn, für Seine Sichtweise, nicht so schlimm. ER wird mich immerdar führen, das weiß ich . Wenn ich mich verlaufe, so ist Er da und bringt mich zurück auf den rechten Weg. Wie gut ist diese Sicherheit! Sie macht mich mutig. Ich kann Fehler machen, Gott paßt auf! Das ist eine große Freiheit, die ER mir dadurch schenkt.
Manchmal ist man im „dürren Land“, in der Wüste. Gefühlsmäßig liegen wir am Boden. Es bleibt nichts von dem, was wir einmal hatten. Wie Hiob, dem alles zerstört wurde, sogar die Gesundheit. Doch auch im dürren Land ist ER bei mir, macht meinen Leib und meine Seele satt, und stärkt meine Glieder.
Ich empfinde, ich lebe im dürren Land und bin ganz auf Seine Versorgung angewiesen. Und andere denken, ich lebe in einer Oase.
Ja, ich bin im dürren Land, aber der HErr hat eine Quelle für mich. Und solange ich mich an Ihn klammere, ist mein Leben wie eine Oase, wie ein bewässerter Garten inmittenderWüste und ich kann für andere zum Segen werden.
Danke, Vater im Himmel, Du hast mich immer satt gemacht! Du hast Dich um alle Dinge gekümmert und ich hatte reichlich. Als ich Dir noch nicht vertraute, hatte ich Sorgen und Not. Doch nun sorgst Du für mich und das ist gut!! Danke, daß Du mich zum Segen werden läßt. Danke, daß Du mich immerdar führen wirst. An Deiner Hand gehe ich durch´s Leben und sogar durch´s Sterben. Denn bei Dir allein bin ich geborgen.

Bibellese heute: 1. Mose, Genesis 30

One Reply to “Ein Garten im dürren Land – 22.02.2017”

  1. Lieber Frank, vielen Dank für die sehr schöne Auslegung dieses Jesaja-Textes. Wie Du schon geschrieben hast, liegen wir natürlich nicht sehr weit auseinander mit unseren Ansichten, denn in der Hauptsache sind wir gleichsinnig: Pro Evangelium unsers HERRN JESUS. Was Du an charismatischem Gedankengut angenommen hast, das macht dann teilweise die Spannung aus, aber das haben wir ja schon festgestellt. Das muss jeder selbst entscheiden.
    Zur Zeit schreibe ich gerade an einem Vortrag, später Kleinschrift, über die Verzahnung des Alten Testaments mit dem Neuen Testament, d.h. von Judentum und Christentum. Sehr interessant, was die Bibel dazu alles sagt.
    Mit herzlichen Schalom-Segensgrüßen, Dein Dieter

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