Hiob ist dankbar – 15.09.2016

Der Herr hat gegeben, der HErr hat genommen; gelobt sei der Name des HErrn. Bei alledem sündigte Hiob nicht und äußerte nichts Ungehöriges gegen Gott.
Hiob 1, 21f.
Hiob hatte allen seinen Reichtum verloren; alles, was ihm lieb und teuer war, war weg. Da sagte er den Vers oben. Und dann ging es noch weiter: Die Gesundheit wurde ihm vollständig geraubt. Seine Frau reagierte, wie Menschen reagieren: Hältst du immer noch fest an deiner Frömmigkeit? Lästere Gott, und stirb! Doch Hiob entgegnete: Wie eine Törin redest, so redest du. Nehmen wir das Gute an von Gott, sollen wir dann nicht auch das Böse annehmen? Bei all dem sündigte Hiob nicht mit seinen Lippen. (Kap. 2, 9f.)
Hier merken wir, warum Hiob als Patriarch des Glaubens gilt: Er sündigte nicht mit den Lippen, sagte kein böses Wort gegen Gott und jammerte nicht (obwohl er Grund genug hatte).
Wir reagieren anders, wenn uns etwas nicht paßt. Wir jammern und klagen, und wir klagen Gott an: Hättest Du es denn wenigstens nicht verhindern können? – und schnell kommen die Zweifel an Gottes Güte und Barmherzigkeit. Durch unser Klagen und Anklagen zerfällt unser Glaube gänzlich und wir sind mit Gott im Streit. Als ob ER dafür zuständig wäre, daß es uns ständig nur gut und noch besser ginge!
Hiob kennt Gott. Er versteht nichts davon, warum es ihm nun so schlecht geht, aber er vertraut weiterhin Gott. ER dankt Ihm, betet Gott an und hat große Ehrfurcht vor dem Allmächtigen. Er versündigt sich gegen Gott nicht durch ein einziges Wort oder Gedanken.
Seine Freunde besuchen ihn und wollen ihn trösten. Sie suchen Schuld bei ihm, die er bekennen und bereinigen kann, aber Hiob selber findet an sich keine Schuld. Er fühlt sich gerecht und gut.
Seine Frage ist: Wie kann ein Gerechter so sehr leiden?
Wir fühlen uns eigentlich auch recht gut, jedenfalls sind wir keine schlechten Menschen, und im Vergleich mit anderen könnte Gott mit uns recht zufrieden sein. Und doch trifft uns manchmal Unglück.Wie gehen wir damit um?
Am Ende des Hiob-Buches redet Gott persönlich mit Hiob. ER zeigt Hiob noch einmal, wie erhaben und groß ER ist. Wie ER alles in Weisheit und Kraft geschaffen hat und alles seine Ordnung hat. Hiob versteht: Keiner ist so stark, mächtig und weise wie Gott; – wer wollte Ihn belehren? Hiob muß vor diesem Gott still schweigen.
Und dann erbarmt sich Gott über Hiob. Nachdem Hiob für seine Freunde ein Versöhnungsopfer gebracht hatte, heilt Gott ihn vollständig und gibt ihm noch mehr Reichtum, wie er je gehabt hatte.
Hilf, Jesus, daß ich demütig bleibe und Dir keine Vorschriften mache! Ich weiß ja, Du bist der Schöpfer aller Dinge​;​


groß, allmächtig und weise bist Du! Du hast mein Leben in Deiner Hand, und ich weiß, Du machst alles gut; – auch wenn ich nicht alles verstehe. Ich weiß, Du wirst mich immer und überall retten, denn Du bist bei mir. Danke für diese Gewißheit!!

Bibellese heute: Johannes-Evangelium 4, 27 – 42

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