Das Glück der Frevler – 4.09.2016

Ich aber – Gott nah zu sein ist mein Glück.
Ich setze auf Gott, den HErrn, mein Vertrauen.
Ich will all Deine Taten verkünden.
Psalm 73, 28
Einmal waren wir in der Stadt und ich bewunderte die schönen, teuren Autos. Ich sah, wie gut die Leute gekleidet waren und wie teuer die Geschäfte eingerichtet waren. Da dachte ich: Und ich? Mein Auto ist alt. Mein Haus ist alt. So großzügig wohnen können wir nicht … und ich wurde neidisch. Warum ging es den Menschen, die ohne Gott lebten, so gut, und mir nicht? Ich diene Ihm, dem Allmächtigen, und lebe doch recht einfach. Und die Leute, sie lügen und betrügen, sie fressen und saufen, sie genießen jeden Luxus und denken, Gott ist weit, weit weg; – falls es Ihn überhaupt gibt. Da sagte mein Kleiner zu mir: Du, die sehen alle aus, als ob sie nicht glücklich wären. Da erst fiel mir auf, daß die meisten Leute so einen verbitterten Zug um den Mund hatten. Sie lachten eigentlich nie, höchstens aus Schadenfreude. Sie sangen nicht. Sie klagten über Einsamkeit, obwohl sie im Rudel liefen. Sie weinten nachts, denn sie meinten, keiner hat sie lieb, hat sie gewollt und schätzt sie. Überall gab es Streit um Kleinigkeiten. Sie kämpften ernsthaft, einer mit dem andern. Mein Kleiner hatte recht: Sie sind nicht glücklich. Da ändert auch ein teures Auto oder teurer Schmuck nichts. Sie haben so schöne Gärten und investieren viel Zeit und Mühe, damit es noch schöner aussieht, aber sie können es nicht richtig genießen. Sie sind stolz auf alles mögliche, aber es füllt nicht ihr Herz. O, arme Welt, dachte ich. Selbst wenn sie glücklich aussehen, kann man schon die Wolken am Horizont entdecken, die dem Glück ein Ende machen.
Ich klagte Gott mein Leid. Warum geht es ihnen so gut und mir nicht? Ist das ungerecht? Ich arbeite doch auch!
Als ich nach einiger Zeit ruhiger war, kamen mir andere Gedanken. Diese Menschen, die jetzt so glücklich aussehen, werden einmal sterben. Sie werden alt und gebrechlich, und vielleicht ist keiner da, der sie aufnimmt. Ihr Glück wird jäh enden. Und dann? – Laß sie doch wenigstens hier auf der Erde glücklich sein, nachher wird es schlimm genug. Was soll Ich denn mit Menschen machen, die über mich spotten, für die Ich Luft bin, die mich nur für ihre Angelegenheiten gebrauchen … Sie werden ihren Willen bekommen und ohne mich die Ewigkeit verbringen müssen. Beneidest du sie wirklich?
Und Gott erinnerte mich an all das Gute, das Er mir tat: Wie ER mich getröstet hat, als ich mit dem Leben fertig war. Wie ER mir neue Hoffnung gab, als alles zerbrach. Wie ER eingriff, als der Tod nach mir griff. Wie Er meine Einsamkeit durchbrach und ich nun nie mehr alleine bin. Wie ER meine Angst durch Seine starke Gegenwart besiegte. Wie ER mein Herz in der Stille beruhigt, mir Frieden gibt, der höher als jede Vernunft ist, wie Er mich mit unbegreiflicher Freude füllt.
Ja, ich will bleiben im Hause des HErrn immerdar! ER ist gut zu mir!
Danke, himmlischer Vater, daß ich Dich gefunden habe! Du bist mir mehr wie Gold und Silber. Bei Dir kommt mein Herz zur Ruhe. Du bist sooo gut zu mir!!!!

Bibellese heute: Offenbarung 22, 1 – 5

One Reply to “Das Glück der Frevler – 4.09.2016”

  1. Lieber Frank,
    ich danke Dir aus tiefstem Herzen für Deine tägl. wunderbaren Andachten.
    Möge unser himmlischer Vater Deine Arbeit und die Deiner Mitstreiter im Übermaß segnen!!

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