Überfließende Gnade – 23.08.2016

HErr, geh weg von mir, ich bin ein Sünder!
Lukas 5, 8

Petrus war die ganze Nacht mit seinen Leuten auf dem See gewesen, doch die Fische waren heute nicht da. Keinen einzigen hatten sie gefangen. Müde sehnte er sich nach einem heißen Kaffee, Brötchen und Speck. Doch am Ufer stand Jesus und redete mit den Leuten. Sie standen dicht gedrängt um Jesus und hörten Ihm zu. Da sah Jesus Petrus an und bat ihn, Ihn ein kleines Stück vom Ufer wegzufahren, damit Er besser zu den Menschen sprechen konnte. Petrus war erschöpft, aber Jesus sah ihn so an, daß er nicht Nein sagen konnte. Er selber hörte aufmerksam zu. Seltsam, wie diese Worte sein Herz berührten! So redete kein Schriftgelehrter oder Priester.
Als Jesus mit Seiner Rede fertig war, sah Er Petrus wieder so an und sagte: Fahrt hinaus auf den See und werft eure Netze aus! Petrus dachte, die ganze Nacht haben wir erfolglos versucht, Fische zu fangen. Tags sind noch nie Fische da gewesen… Doch wenn dieser Mann es sagt, dann versuchen wir es noch einmal. Und tatsächlich, die Netze waren voller als jemals zuvor. Sie konnten sie allein nicht aus dem Wasser bekommen und riefen um Hilfe. Beide Boote wurden so voller Fische, daß sie drohten unterzugehen. Als Petrus das sah, begriff er langsam, was es mit diesem Mann auf sich hatte. Er fiel nieder vor Jesus und sagte: HErr, geh weg von mir, ich bin ein Sünder! – als wenn Jesus das nicht gewußt hätte. Aber es war dem Petrus neu. Er dachte immer, er wäre ein anständiger Mensch. Aber nun, in der Gegenwart Jesu, durchdrungen von Seinem Blick, sah er sich, wie Gott ihn sah: Ein Sünder durch und durch, nicht wert der himmlischen Herrlichkeit. Abgründe trennten ihn vom heiligen Gott. Jesus sagte zu ihm: Fürchte dich nicht! – denn heiliges Erschrecken und Angst hatten Petrus erfaßt. Von jetzt an wirst du Menschen fangen, – sagte Jesus. Petrus und seine Gefährten ließen nun alles stehen und liegen und folgten Jesus nach. Sie wußten: Jesus wußte alles und doch nahm Er sie nicht nur in Dienst, sondern vergab alle Schuld und Unheiligkeit und wollte gern mit ihnen zusammen sein, Freund mit ihnen sein. Der Heilige Gottes und die sündigen Menschen werden eins durch die überfließende Gnade.
Danke Jesus! Du zeigst mir meine Unheiligkeit und Unvollkommenheit und alle meine Sünden. Aber es ist Erlösung bei Dir! Deine überreiche Gnade erlöst mich, setzt mich wieder frei, vergibt und vergißt, schafft einen neuen Anfang und neues Leben … Du zeigst mir meine Sünden, damit ich Dich erkenne. Ja, Du bist mein Heiland, mein Gott und mein HErr!

Bibellese heute: Offenbarung 11, 15 – 19

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