Ein reines Herz – 03.08.2016

Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
Matthäus 5, 8

Wenn wir ein kleines neugeborenes Kind sehen, staunen wir oft über die Reinheit und Unschuld dieses Wesens. Man merkt, daß man selber dies verloren hat. Und da wird man fast neidisch, aber jedenfalls voller Sehnsucht zurück zu so einem Zustand der Reinheit und Unschuld. Wir merken: Nur so ein Mensch kann Gott gegenübertreten. Man muß rein, unschuldig, heilig und gerecht sein! – so wünschen wir es für uns.
Jesaja konnte einmal den Thron des HErrn sehen. Seine Reaktion war: O, ich vergehe! Weh mir, ich bin verloren! Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und lebe in einem Volk mit unreinen Lippen … (6, 5). Als er die Herrlichkeit, Heiligkeit, Größe und Reinheit des HErrn schaute, verging er fast in seiner Unheiligkeit. Wir können Gott, so wie wir sind, nicht gegenübertreten! ER ist einfach zu hell, klar, herrlich, mächtig, einfach unbeschreiblich.
Und in unserem Vers verheißt Jesus gerade das: Wir werden Gott sehen. ER macht Sein Wort wahr, die Vorraussetzungen dafür liegen aber bei uns: Ein reines Herz haben.
Was sagt die Bibel über unser Herz? In Matthäus 12, 34 sagt: Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund. Und in Matth. 15, 18 f. Sagt Jesus: Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein. Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und Verleumdungen. Das ist es, was den Menschen unrein macht; aber mit ungewaschenen Händen essen macht ihn nicht unrein.
Jesus kennt unser Herz und unsere geheimsten Gedanken. Mögen wir auch noch so nett und freundlich reden, in unseren Herzen sieht es oft anders aus. Darum möchte Er unser Herz. ER steht vor unserer Herzenstür und klopft an. Wer aufmacht und Ihn aufnimmt, mit dem will Er das Liebesmahl zusammen halten. Dort will Er das Herz aufräumen und den Plunder und alles Dreckige hinausschmeißen. Und dann will Er es schmücken mit Seinen Gaben: Freude, Friede, Freundlichkeit, Vergebung, Liebe, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Heiligkeit, Herrlichkeit, Licht und Hoffnung und was sonst noch fehlt. Wenn die Quelle unseres Herzen rein und sauber ist, ist es das Herz auch und unsere Gedanken und Worte sind es auch. Dann können wir Gott sehen!
In der Stille und auch in manchen Gottesdiensten will Gott uns schon einen Vorgeschmack geben. ER ist zu fühlen, zu ertasten, ER zeigt sich uns im Trost, ER redet mit uns. Ja, in Umrissen können wir Gott schon hier erleben und „sehen“; – mit den Augen des Herzens.
Danke, Jesus, Du hast mir den Weg zu Gott freigemacht! Du machst mein Herz rein durch die Vergebung, Du machst mich gerecht und heilig, durch Dich kann ich Gott schon mit den Augen des Herzens sehen. Wie gut, daß Du da bist!!!!
Bibellese heute: 3. Johannes

Kommentar verfassen